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 Fußballgolf: Das müssen Sie über den Trendsport wissen
Outdoor | 12.08.2016

Fußballgolf – so geht‘s

Fußballgolf – so funktionert der Trend

Fußballgolf: Das müssen Sie über den Trendsport wissen. Fußballgolf? Der neue Funsport-Trend findet in Deutschland immer mehr Anhänger.  (Quelle: Thinkstock)
Fußballgolf? Der neue Funsport-Trend findet in Deutschland immer mehr Anhänger.
Bild: Thinkstock
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Fußballgolf, das ist die Verbindung von zwei der beliebtesten Sportarten der Welt: Fußball und Golf. Benötigt wird neben dem geeigneten Platz lediglich ein Ball, schon kann das Vergnügen beginnen. Wir erklären die Regeln, geben Tipps und sagen Ihnen, wo in Deutschland Fußballgolf gespielt werden kann.

Was ist Fußballgolf?

Fußballgolf, auch Soccergolf oder Ballgolf genannt, ist eine Outdoor-Sportart, bei der ein Ball mit dem Fuß – und nur mit dem Fuß – in ein zuvor festgelegtes Loch oder Netz gekickt werden muss. Gespielt wird auf Outdoor-Plätzen, die von der Anlage her Golfplätzen entsprechen. Große Fußballgolf-Plätze verfügen über 18 Bahnen mit Distanzen zwischen 50 und 300 Metern, entsprechend also auch 18 Zielen zum „Einlochen“.


Ziel des Spiels ist, die Bahnen mit möglichst wenigen Schüssen und Strafpunkten zu überwinden. Wer insgesamt die wenigsten Schüsse (Ballberührungen) benötigt beziehungsweise die wenigsten Strafpunkte sammelt, gewinnt das Spiel.

Zählweise beim Fußballgolf

Pro Bahn ist die Anzahl der Schüsse auf das Dreifache eines vorgegebenen Richtwerts (Par) begrenzt.

Gelingt es mit dieser Höchstzahl an Schüssen nicht, den Fußball ins Ziel zu bringen, wird der Ball aufgenommen und es geht am nächsten Loch weiter. Auf dem Zettel wird in diesem Fall das Vierfache der Par-Zahl an Punkten für den Spieler notiert. (Beispiel: Auf einer Par5-Bahn ist nach 15 Schüssen/Strafpunkten Schluss. Dem Spieler werden 20 Punkte angeschrieben.)

In allen anderen Fällen erhält der Spieler die Zahl der Punkte, die er durch seine Schüsse / Strafpunkte tatsächlich erzielt hat.

Das Spiel – die wichtigsten Regeln

1. Jeder Spieler hat einen Ball. Angestoßen wird nacheinander aus der Startzone / von der Anspielmatte. Hier befindet sich auch eine Tafel, auf der die Bahn mit ihren Hindernissen dargestellt ist.

2. Der Ball wird danach jeweils von dem Punkt weitergespielt, an dem er zum Liegen gekommen ist. Das gilt auch dann, wenn er abseits der eigentlichen Bahn (im „Rough“) landet. Der Spieler, der am weitesten vom Loch entfernt ist, schießt jeweils zuerst.

3. Landet der Ball im Aus, zum Beispiel auf einer anderen Bahn, muss er zum Ausgangspunkt des Schusses zurückgelegt werden. Der Spieler bekommt einen Strafpunkt und versucht es erneut. Als Aus gilt auch, wenn der Ball vom Außenzaun zurückprallt.

4. Hindernisse auf der Strecke sind gemäß Vorgabe zu durch-, über- oder unterspielen. Gelingt das nicht, muss der Ball mit einem weiteren Schuss neu platziert werden. Landet der Ball trotz Fehlers im Ziel-Loch, wird er an den vorigen Schusspunkt zurückgelegt. Zusätzlich erhält der Spieler einen Strafpunkt.

Für jede Position gilt: Liegt ein gegnerischer Ball in der Schussbahn, wird seine Position markiert und der Ball aus dem Weg genommen. Danach wird er an derselben Stelle wieder eingesetzt. 


Die Vorteile

Fußballgolf soll allen Spielern Spaß machen. Eine strenge Etikette wie beim Golf gibt es bei dieser Fun-Sportart nicht, womit auch kein teures Equipment erworben und transportiert werden muss.

Auf den meisten Plätzen kann man schon für zehn Euro auf die Runde gehen, in der Gruppe sogar günstiger. Weitere Vorteile sind:

• Jung und Alt können gemeinsam spielen. Sieht der Platz ein Mindestalter vor, liegt dieses meist bei 7 bis 8 Jahren. Spiel-Bedingungen wie eine Platzreife oder ein Handicap gibt es nicht.
• Wer gut trainiert ist und schon Erfahrung mit Fußball oder Golf besitzt, ist im Vorteil. Eine Chance hat hier aber wirklich jeder.
• In Gruppen (im „Flight“) macht die Sache besonders viel Freude, Fußballgolf geht aber auch alleine. Großer Teams wie beim Mannschaftssport Fußball bedarf es nicht.

Tipps und Tricks

• Distanzschüsse gelingen mit der Schuhspitze besonders gut – es darf also auch Picke sein.
• Zum Einlochen (Putten) wird die Sohle des Fußballschuhs genutzt. Das erhöht die Ballkontrolle.
• Risiko zahlt sich selten aus. Perfekt platzieren, dann sicher verwandeln – nicht auf Glückstreffer hoffen.

Plätze für Fußballgolf in Deutschland

Fußballgolf liegt im Trend, die Anzahl der Plätze nimmt ständig zu. Den offiziellen Turnierstandard erfüllen jedoch die wenigsten davon. Wer nicht gerade große Turniere spielen will, Weltmeisterschaften gibt es seit 2007, wird die Zertifizierung des Platzes kaum beachten müssen.

Hier eine Auswahl an Plätzen in Deutschland, auf denen Fußballgolf gespielt werden kann. Saisonstart ist meist zwischen Ende März und Anfang Mai, die Öffnungszeiten variieren. Vielerorts wird um 9 oder 10 Uhr gestartet, das natürliche Ende des Ballgolf-Tages kommt mit der Dunkelheit.

Soccerpark Dirmstein, Dirmstein
Soccerpark Ortenau, Neuried-Dundenheim
Soccerpark Inzell, Inzell
Soccerpark Bayern, Bodenkirchen
Soccerpark Rehling, Rehling
Soccerpark Detmold, Detmold
FussballGolf Beckingen, Beckingen
Soccerpark Waging, Waging
Soccergolf Sachsen, Ottendorf-Okrilla
Fußballgolf am Bernsteinsee, Wiefelstede
Swin & Soccer Park Westenholz, Delbrück-Westenholz
Soccerpark Friesland, Varel
Fußballgolf Nordsee, Hohenkirchen
Fußballgolf Inden, Inden
Fußballgolf Triolago, Riol
Fußballgolf Schwaben, Leipheim
Fußballgolf Hagen, Hagen
Fußballgolf Emsland, Lünne
Seepark-Golf, Pfullendorf
Spaßpark Hochschwarzwald, Schluchsee
Soccergolf-Park Pleinfeld, Pleinfeld
Fußballgolfanlage Schwerin, Schwerin

Lust auf Fußballgolf bekommen? Dann könnte auch der Trendsport Fußballtennis etwas für Sie sein, der schon eine lange Tradition besitzt. 

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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