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 Der Lebenslauf als Video: Was Sie beachten müssen
Karriere | 25.08.2016

Bewerbung in der Sport Business: der Video-Lebenslauf

Der Lebenslauf als Video: Die besten Tipps

Der Lebenslauf als Video: Was Sie beachten müssen. Video-Lebenslauf: Schwierige Grat-Wanderung zwischen Top und Flop (Quelle: Thinkstock )
Video-Lebenslauf: Schwierige Grat-Wanderung zwischen Top und Flop
Bild: Thinkstock
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Der Lebenslauf als Video, das ist gerade im Sport Business eine große Chance. Mit Kreativität und etwas technischem Knowhow lässt sich so in kurzer Zeit ein klares und dennoch emotionales Bild der eigenen Persönlichkeit vermitteln. Unsere Tipps.

Wie wird es gemacht?

Technisch ist die Erstellung eines Video-Lebenslaufs 2016 kein Problem mehr: Smartphone oder Webcam zeichnen das Video auf, veröffentlicht wird es in einem der sozialen Netzwerke oder als Inhaltselement auf der eigenen Website. Gerade Bewerber für kreative Jobs – Webdesigner, Grafiker, Web Entwickler und viele andere Sport-Spezialisten können sich so viele Möglichkeiten auf dem Sportmarkt eröffnen, der immer nach gut ausgebildeten Arbeitskräften sucht.

Der Video-Auftritt sollte speziell auf die Sportbranche zugeschnitten sein, also die Qualifikationen und sportlichen Leistungen des Bewerbers darstellen: Ein Abschluss zum Beispiel in Sportwissenschaften und erste Berufserfahrungen gehören ebenso ins Bild wie der gefeierte Einlauf beim Berlin-Marathon.


Die richtige Auswahl

Länger als 120 Sekunden sollte ein Video-Lebenslauf nicht sein. Anderenfalls besteht die Gefahr, dass die Personal-Entscheider den Stopp-Knopf drücken. Diese Begrenzung ist zwar oft schmerzlich, bietet aber auch eine große Chance: Sie setzt eine strikte Auswahl und damit die intensive Beschäftigung damit voraus, was für die Bewerbung relevant ist. So ist das Storyboard schon halb gemacht.   

Welche Aspekte der Video-Lebenslauf in den Vordergrund stellt, hängt neben den eigenen Skills vor allem am angestrebten Job. So wird der künftige Web Developer eines Sportunternehmens schon mit dem Video-Lebenslauf zeigen wollen, dass er sein Fach beherrscht. Wer sich als Recruiter bewirbt, stellt dagegen eher sein Netzwerk im Sport Business in den Vordergrund. Technische Finessen sind hier weniger wichtig.

Eine Frage des Tools?

Es gibt zahlreiche Programme zur Video-Bearbeitung, die sich auch zur Erstellung des Video-Lebenslaufs eignen. Bei der Anschaffung gilt: Jedes Programm ist nur so gut, wie es genutzt werden kann. Es ist also die Frage nach dem eigene Knowhow und den verfügbaren Computer-Systemen. Anders gesagt: Das teuerste Programm garantiert nicht automatisch das beste Ergebnis.

Video-Neulinge können mit dem kostenlosen Windows Movie Maker oder Wonderware Fantashow (Apple iOS) gute Ergebnisse erzielen. Für erfahrene User lohnt es dagegen, 60, 70 Euro anlegen und zum Beispiel zu Magix Video Deluxe zu greifen – oder gleich auf ein Profi-Programm wie Sony Vegas Pro 13 zu setzen.  

Wer Hilfe benötigt: Viele Agenturen bieten sie an. Bei Personal-Vermittlern schließt das neben dem Dreh häufig auch in der Vorbereitung des Bewerbers auf den Video-Auftritt im Lebenslauf ein. Für diese Dienstleistung werden allerdings mindestens 200 Euro fällig.

Die Erstellung des Videos


Inhaltliche Voraussetzung

Rund ein Drittel aller Lebensläufe, ob klassisch oder als Video, fällt aufgrund irrelevanter Angaben bei der Personalabteilung durchs Raster. Eine klare Antwort auf folgenden Fragen kann dagegen schützen:

  • Welche Informationen sollen vermitteln werden (Skills in Bezug auf die konkreten Job)? 
  • Welche Aussagen (Karriereschritte, sportlichen Erfolge etc.) stehen im Vordergrund?
  • Für wen ist der Video-Lebenslauf bestimmt?

Auf dieser Grundlage lässt sich ein Storyboard skizzieren, in dem auch der zeitliche und örtliche Rahmen bestimmt wird. Jede gewünschte Einblendung erhält ein Bild, damit der Dreh geordnet ablaufen kann.

Handwerkliche Voraussetzung

Video-Schnitt braucht Erfahrung, die man erst sammeln muss. Daher raten viele Experten dazu, beim Video-Lebenslauf einen Profi einzuschalten. Das hat Vor-, aber auch Nachteil: Über das professionelle Herangehen verliert der Auftritt womöglich an Individualität und wirkt schnell aufgesetzt. Genau diese emotionale Ehrlichkeit ist jedoch der große Vorteil des Video-Lebenslaufs.

Es lohnt also den Selbst-Versuch! Wer die folgenden Punkte beachtet, hat sehr gute Chancen.

Auftreten:

Seien Sie authentisch. Das fällt vor der Kamera nicht jedem leicht und sollte erprobt werden. Oft wirkt der Bewerber stärker, wenn er bei der Präsentation vor der Kamera steht (und nicht sitzt).

Halten Sie Augenkontakt mit der Kamera. In manchen Szenen kann die persönliche Ansprache ideal durch Bilder, Texttafeln oder interaktiver Elemente ersetzt werden.

Umfeld:

Achten Sie auf den Hintergrund. Die Umgebung sollte zu Ihren sportlichen Aktivitäten und zum angestrebten Job passen. Das Fitnessstudio (so genehmigt) ist da besser geeignet als eine private Atmosphäre mit den heimischen Möbel

Outfit

Sportlich aber nicht zu leger: Stellen Sie sich vor, Sie säßen im Bewerbungsgespräch bei Ihrem künftigen Sport-Arbeitgeber – einer Sportagentur in München oder einem Sportartikelhersteller wie Adidas oder Puma in Herzogenaurach zum Beispiel. Kleiden Sie sich vor der Kamera entsprechend.

Ton      

Stellen Sie sicher, dass es keine unerwünschten Hintergrundgeräusche gibt. Gespräche im Nachbarzimmer oder Staubsauger-Geräusche sind tabu. Passiert es dennoch: Beginnen Sie neu.   

Bild

Verhindern Sie, dass das Video verwackelt erscheint. Dafür muss die Kamera fest installiert sein, zum Beispiel auf einem Stativ oder am PC. Der automatische Bildstabilisator reicht auch bei ruhiger Hand nicht aus. 

Vermeiden Sie schnelles Zoomen Es widerspricht den normalen Sehgewohnheiten.

Sorgen Sie für gutes Licht. Innenaufnahmen erfordern (wenn keine besonderen Effekte erzielt werden sollen) eine starke Ausleuchtung. Gegenlicht ist Gift.

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ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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