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 Sport-Jobs: Karriere-Chancen nicht nur für Spezialisten
Karriere | 13.07.2016

Hier gelingt der Einstieg ins Sport Business

Sport-Jobs: Karriere-Chancen für Einsteiger und Spezialisten

Sport-Jobs: Karriere-Chancen nicht nur für Spezialisten. Die Sportbranche sucht nach Spezialisten und Anpackern, die Spezialisten in ihrem Bereich sind. (Quelle: Thinkstock)
Die Sportbranche sucht nach Spezialisten und Anpackern, die Spezialisten in ihrem Bereich sind.
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Fachkräftemangel in der Sport-Branche? Klingt seltsam, aber auch die angesagtesten Adressen, die für sportbegeisterte Absolventen und Young Professionals Traum-Arbeitgeber sind, haben ständig Bedarf. Stellenangebote gibt es für Verkäufer im Sporthandel über Digital-Experten für Online-Shops und Social-Media-Kampagnen bis zu den Designern.

Sport-Jobs gelten als Traumberufe. Zumindest für jene, die selbst sportbegeistert sind – und das sind eigentlich fast alle, die selbst Sport treiben oder zumindest als Fans mit ihren Stars und Vereinen mitfiebern. Natürlich kann nicht jeder Manager des FC Bayern, Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga, Berater von Sebastian Vettel oder Chef von Adidas werden.

Doch es gibt eine ganze Reihe spezialisierter Sport-Jobs und auch neuer Berufsbilder, bei denen der Einstieg in die Branche einfacher ist und wo die Unternehmen, Vereine und Verbände sogar händeringend Leute suchen.

Großer Bedarf bei Jobs im Sporthandel

Doch der Reihe nach. Der Bereich, der eigentlich ständig nach einsatzwilligen und motivierten Leuten Ausschau hält, ist der Sporthandel. „Hier haben fast alle im Markt Probleme“, sagt Andy Gugenheimer, Chef von sportyjob.com, Kooperationspartner von ISPO JOB MARKET. Er weiß durch seine Erfahrungen, unter anderem als Headhunter in der Sportszene: „Der Handel ist durchaus ein super Einstieg!“


Hier lernen die Mitarbeiter die Kundschaft der gesamten Sportbranche mit ihren Bedürfnissen hautnah kennen. Denn wer im Sporthandel einkauft, ist Zielgruppe der Marketingleute in den Sport-Unternehmen, kauft Tickets, folgt Sportstars in den sozialen Medien und so weiter.

Die Kehrseite des Handels und Grund für die ständige Suche nach Nachwuchskräften: Das Gehaltsniveau ist nicht besonders hoch und die Arbeit ist hart. Ware schleppen, lange stehen – auch abends und am Wochenende – sind nicht jedermanns Sache. Dafür hat man als Bewerber danach aber bereits den Sport-Stallgeruch und kann anpacken – was auch bei den Herstellern, Vereinen, Verbänden und Agenturen geschätzt wird.

Händler fördern ihre wertvollen Mitarbeiter

Die Karriere kann übrigens auch im Handel weitergehen. Von der Filialleitung bis zu Managementaufgaben wie Einkaufsleitung in der Zentrale. Dann können die Arbeitszeiten auch „normaler“ werden und das Gehalt steigt.

Mit ISPO den richtigen Sportjob finden – auch auf den Messen treffen Unternehmen und potenzielle Arbeitnehmer aufeinander. (Quelle: Messe München GmbH)
Mit ISPO den richtigen Sportjob finden – auch auf den Messen treffen Unternehmen und potenzielle Arbeitnehmer aufeinander.
Bild: Messe München GmbH

Händler wie Foot Locker versuchen aber auch, die Mitarbeiter im Verkauf mit ausgeklügelten Prämiensystemen ständig zu motivieren und dadurch zu halten. Andere wie Decathlon bieten viel Weiterbildung und in der Mittagspause Sportmöglichkeiten.

Viele Sportjob-Angebote auch im eCommerce

Der zweitgrößte Bereich, in dem derzeit stark gesucht wird, ist das digitale Business. Ein sehr weites Feld, denn hier gibt es extrem viele Job-Varianten, die in keinem Ausbildungsplan und keinem Uni-Studiengang stehen. Etwa IT-Spezialisten, die Apps entwickeln oder auch vermarkten, Onliner mit Erfahrung im Anlegen von Google AdWords oder PR-Einsteiger, die absolute Spezialisten für die richtige Tonalität bei Facebook sind.

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Hier sieht Sportjob-Spezialist Andy Gugenheimer, „dass jede Sport-Marke beschleunigen will“. Letztendlich und ganz stark beim sogenannten eCommerce, bei den eigenen Online-Shops.


Hier stecken einige Player in der Branche noch in den Kinderschuhen, es ist noch viel Geschäft und damit Umsatz zu machen. Im eCommerce werden Leute gesucht, die den Shop mit den Artikeln betreuen oder die Texte drumherum – den Content – für die Kunden schmackhaft formulieren und suchmaschinengerecht aufbereiten.

Tipp: Erfahrung bei kleinen Firmen sammeln

Die Waren, die Preise, die Bebilderung – alles muss so abgestimmt sein, dass der Kauf zum attraktiven Erlebnis wird. Und nicht zuletzt muss die Auslieferung reibungslos klappen und der Kunde dank Newsletter und persönlicher Mailings immer wieder zurückkommen. Das sind sehr viele einzelne Aufgaben für Bewerber mit Ausbildung und Erfahrungen von IT über Marketing und Handel bis Journalismus/PR.

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Andy Gugenheimer empfiehlt: „Wer nicht gleich bei Adidas, Puma oder Nike im eCommerce und Digitalgeschäft einen Job findet, sollte sich auch bei den kleineren oder spezialisierteren Sportfirmen umsehen, denn dort ist das Digitalgeschäft im Prinzip nicht viel anders und man kann später mit den erworbenen Erfahrungen leichter zu den Großen wechseln.“

Nachholbedarf bei Design und Produktentwicklung 

Enger begrenzt ist das derzeit dritte große Mangel-Gebiet im Bereich der Sport Jobs: Design und Produktentwicklung. Grundsätzlich haben alle Hersteller sehr großen Innovationsbedarf. Die Trend-Spirale dreht sich immer schneller, ständig müssen neue „hippe“ Produkte auf den Markt geworfen werden. Dafür braucht es Experten mit handfesten Fähigkeiten und vor allem mit Ideen und Leidenschaft.


Das heißt: Eine solide Ausbildung etwa als Ingenieur oder Produkt-Designer ist förderlich. „Durch den Fachkräftemangel geben die Sportunternehmen aber auch Seiteneinsteigern, die ,on the job' bereits Erfahrungen gesammelt und ein Talent für Design haben, eine Chance“, weiß Sport-Headhunter Gugenheimer.

Voraussetzung in der Sport-Branche: Leidenschaft

Das Thema Leidenschaft ist allen hier vorgestellten „Mangel“-Berufen – aber auch den übrigen Sport-Jobs – gemein: Wer in diesem Business arbeiten will, muss einfach dafür „brennen“. Für die Superstars und deren unglaubliche Leistungen, für die trendigen Marken und den Spirit der ganzen Branche.

Eigentlich kein Kunststück, denn in kaum einem anderen Business lässt sich die eigene Leidenschaft so perfekt zum Beruf machen.

Einstieg über den persönlichen Kontakt

Bleibt die Frage: Wie bringe ich als Bewerber meine Leidenschaft am besten rüber? Antwort: Natürlich im persönlichen Kontakt! Auf Sportveranstaltungen in lockerer Atmosphäre Manager und Entscheider von Firmen, Vereinen und Verbänden kennenzulernen, ist natürlich ideal. Am einfachsten ist es, sich auf der größten Sportmesse der Welt umzusehen und dort ganz locker Aussteller anzusprechen.

Sport-Fachmann Andy Gugenheimer, der quer durch Marketing, Sales, Strategie und Personal schon viele Positionen im Sportbusiness durchlaufen hat, ist das beste Beispiel: „Ich habe bisher alle Jobs meiner Karriere auf der ISPO in München gefunden.“

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Gunther Schnatmann (Quelle: GS)
Ein Beitrag von Gunther Schnatmann, Personalberater, Bewerbungs-Coach und Medientrainer
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