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 Kinderfahrrad kaufen – worauf Sie achten müssen
Bike | 04.08.2016

Mit diesen Tipps finden Sie das richtige Kinderfahrrad

Kinderfahrrad kaufen – worauf Sie achten müssen

Kinderfahrrad kaufen – worauf Sie achten müssen	 . Nicht nur eine Frage der Größe: Das Kinderfahrrad muss zu den motorischen Fähigkeiten seines kleinen Fahrers passen (Quelle: Thinkstock )
Nicht nur eine Frage der Größe: Das Kinderfahrrad muss zu den motorischen Fähigkeiten seines kleinen Fahrers passen
Bild: Thinkstock
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Der Kauf des ersten Rads für ihre Kinder ist für Eltern keine einfache Entscheidung: Welche Größe soll es sein, auf welche Details gilt es beim Kauf genau zu achten? Denn: Welches Kinderfahrrad für welches Alter geeignet ist, geht weit über die Frage der Größe hinaus. Das Bike muss nämlich vor allem zu den motorischen Fähigkeiten des Nachwuchses passen. 

„Selber“ und „alleine“ – das sind die Lieblingswörter kleiner Kinder. Kaum können sie laufen, wollen sie auch schon fahren – selber und alleine, versteht sich. Das geeignete Einstiegsfahrzeug für Kinder ist heutzutage immer seltener das Dreirad oder das Fahrrad mit Stützrädern, sondern das Laufrad. Mit ihm lernen schon Zweijährige die Balance zu halten und zu lenken – wichtige Voraussetzungen für das spätere Fahrradfahren. Darauf müssen Sie achten, wenn Sie ein Kinderfahrrad kaufen.


16 oder 20 Zoll: Die richtige Größe für Kinderräder

Auch wenn die stetigen Ausgaben schmerze: Kinderfahrräder wachsen leider nicht mit und müssen stets der aktuellen Größe des Nachwuchses entsprechen. Es fängt mit einer Rahmengröße von 12 Zoll an und geht über die Stufen 14 Zoll, 16 Zoll, 20 Zoll, 24 Zoll und 26 Zoll. Das bedeutet im Grunde: Alle zwei Jahre muss ein neues Kinderfahrrad her. Das erste wird etwa im Alter von drei Jahren interessant, wenn das Laufrad zu klein wird und die Geschwindigkeit der Kleinen sich so steigert, dass die Eltern nur noch im Dauerlauf mithalten können.

Lesen Sie hier: Sie brauchen auch ein neues Rad: Diese Tipps sollten sie beachten

Das erste Kinderfahrrad: Das müssen Sie vor dem Kauf checken

Das kleinste Kinderfahrrad hat meist eine Rahmengröße von 12 Zoll. Fängt ein Kind später an, Fahrradfahren zu lernen, kann es je nach Körpergröße eventuell gleich ein 14-Zoll-Modell nutzen. Eltern von Frühstartern überspringen diese Größe gerne und wechseln direkt von 12 auf 16 Zoll.

Wenn Sie ein Kinderfahrrad kaufen, achten Sie darauf, dass wenigstens ein Fuß Ihres Kindes bequem auf den Boden reicht. Die Beine sollten nicht ganz gestreckt sein, wenn die Pedale ihren unteren Wendepunkt erreichen. Auch bei den Armen wird eine leicht angewinkelte Stellung empfohlen.  

Zwar sind sowohl 12- als auch 14 Zoll-Modelle bei fast allen Herstellern mit abnehmbaren Stützrädern ausgestattet. Für Kinder, die schon Laufrad fahren können, bedeutet das jedoch ein Rückschritt. Es wird daher empfohlen, möglichst bald das freie Fahren zu üben.

Kleine Kinderfahrräder verfügen allesamt über einen Rücktritt, weil die Händchen noch nicht schnell und kräftig genug sind, um die Handbremsen sicher zu betätigen. Das Bremsen mithilfe der Pedale will allerdings auch geübt sein!

Schutzbleche vorn und hinten sowie eine vollständig geschlossene Abdeckung der Kette gehören für diese Altersgruppe zu den üblichen Sicherheitsstandards. Fahrräder bis 16 Zoll sind meist noch nicht mit einer verkehrssicheren Lichtausrüstung ausgestattet, weil Vorschulkinder im Straßenverkehr ohnehin permanent auf dem Gehweg fahren sollten. Desto wichtiger sind Reflektoren am Fahrrad (alternativ an der Kleidung) des Kindes.

Bleiben die Beine beim Treten stark gebeugt und die Sattelstütze lässt sich nicht mehr weiter ausziehen, wird es Zeit für das nächstgrößere Modell: Das 16-Zoll-Modell passt ab einer Körpergröße von circa einem Meter.

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Quantensprung: Eine Gangschaltung muss her

Beim Kauf des nächstgrößeren Kinderfahrrads, einem Modell mit 20 Zoll-Rahmen, nähert sich das Kind dem Schulalter und hat eine Körperlänge von 115 bis 120 Zentimetern erreicht. Meist kommen jetzt schon genaue Vorstellungen dazu, was das neue Fahrrad können muss. Eine Gangschaltung gehört für viele Jungen unbedingt dazu, so wie für einige Mädchen der Lenkerkorb zwingend sein muss.

Je nach Anspruch und dem motorischen Können des Kindes stellt sich also die Gretchenfrage, ob das 20-Zoll-Kinderfahrrad mit oder ohne Rücktritt ausgestattet sein soll. Egal ob beim Kauf des Kinderfahrrad die Wahl auf eine Ketten- oder Nabenschaltung fällt: Voneinander unabhängige Vorder- und Hinterradbremsen sind in dieser Zollgröße bereits Standard. Beleuchtung, Reflektoren und Klingel sind ab dieser Größe meist ebenfalls serienmäßig vorhanden, es sei denn, es handelt sich um ein spezielles Kinderfahrrad, zum Beispiel ein Mountainbike für Kinder.

Für die Fahrradtour mit der Familie und oder erste eigene Touren in der Freizeit ist eine verkehrssichere Ausstattung zwingend. Sie nachzurüsten, kann aufwändig sein. Kompletträder sind daher schon aus Preisgründen meist eine gute Alternative.

Kinderfahrrad kaufen für Fortgeschrittene: Fit für die Fahrradprüfung

Ab einer Körpergröße von 135 cm (mit circa 8 Jahren) heißt es erneut: ein größeres Kinderfahrrad muss her. Jetzt ähneln die Modelle auch optisch schon sehr den Erwachsenen-Fahrrädern.

Gewählt werden kann die sportliche Variante wie ein vollgefedertes MTB mit 18 Gängen oder ein Cityrad mit Rücktritt, Schutzblechen und Gepäckträger mit großem Korb, in dem die Schultasche Platz findet.

Etwa mit 150 Zentimetern Körperlänge reicht auch dieses Kinderfahrrad dann nicht mehr: ein 26 Zoll Fahrrad muss her. Die gute Nachricht: Viele Fachgeschäfte nehmen das zu klein gewordene Kinderfahrrad beim Kauf eines neuen in Zahlung. Nach technischer Überprüfung werden dort die gebrauchten Fahrräder günstig weiterverkauft.  

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ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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