ISPO.com is also available in English ×
 Mountainbike kaufen für Frauen – worauf Sie achten müssen
Bike | 02.08.2016

Kauftipps: Das richtige Mountainbike für Frauen

Mountainbike kaufen für Frauen – worauf Sie achten müssen

Mountainbike kaufen für Frauen – worauf Sie achten müssen. Gut gewählt: Mit dem passenden Mountainbike darf die Tour auch mal länger werden. (Quelle: Thinkstock )
Gut gewählt: Mit dem passenden Mountainbike darf die Tour auch mal länger werden.
Bild: Thinkstock
Artikel bewerten:
Mit dem Kauf eines Mountainbikes ist es wie bei den Laufschuhen: Um wirklich sicher zu sein, dass alles passt, muss man es selbst probiert haben. Dennoch gibt es einige generelle Tipps, um das passende Mountainbike für Frauen ausfindig zu machen.

Beim Kauf eines neuen Mountainbikes stellen sich viele grundsätzliche Fragen: Fully oder Hardtail? Preiswert oder teuer? Neu oder gebraucht? Aber gehört die Frage „Frau oder Mann“ tatsächlich dazu?

Wenn man Verallgemeinerungen nicht scheut, heißt die Antwort: ja. Begründen lässt sich das mit den anatonischen Unterschieden zwischen den Geschlechtern, denn im Durchschnitt sind Frauen kleiner (rund 10 cm), leichter (knapp 10 kg) und bringen weniger Muskelmasse mit. Hinzu kommen Fragen der Proportion, wobei man – nicht ganz unumstritten – bei Frauen von einem kürzeren Oberkörper im Verhältnis zu den Beinen ausgeht als beim Mann.


Bei all diesen Punkten gibt es individuelle Unterschiede. Die Körpergröße und das Alter spielen eine Rolle, ebenso der Fitnesszustand. Vor allem aber ist das Empfinden für das optimale Mountainbike von Frau zu Frau unterschiedlich. Kurz gesagt: Die persönliche Konstitution ist letztlich entscheidend.

Was Frauen beachten sollten, wenn sie ein Mountainbike kaufen

Folgende Punkte sind beim Kauf eines Mountainbikes relevant, gerade wenn die Fahrerin kleiner als 1,68 Meter ist.

Das richtige Mountainbike kaufen: der Rahmen

Der Rahmen des Mountainbikes kann für Frauen kompakter ausfallen und aus dünneren Rohren bestehen. Das spart Gewicht und erleichtert das Handling. Das Oberrohr, also der Abstand zwischen der Mitte des Steuerrohres und dem Sitzrohr, sollte kürzer gearbeitet sein und stärker nach hinten abfallen, um eine möglichst aufrechte Sitzhaltung zu ermöglichen. Zugleich wird ein relativ langes Steuerrohr gewählt, um so die Kontrolle während der Fahrt zu optimieren. 

Die Bremsen

Wichtig ist, dass die Fahrerin die Bremshebel gut erreicht. Sie müssen exakt auf die Spannweite der Hand eingestellt werden, also bei kleinen Händen nahe genug am Lenkerbügel sitzen. Am besten man lässt diese Einstellung bereits beim Kauf im Fachhandel vornehmen, um böse Überraschungen zu vermeiden. Fällt der intuitive Griff zur Bremse schwer, stimmt die Ergonomie nicht und es muss eventuell ein anderer Bremshebel gewählt werden. Auch das beste Bremssystem nützt nichts, wenn die Handhabung nicht reibungslos, vor allem aber „rutschlos“, funktioniert.


Der Sattel

Der Sattel sollte relativ breit und nicht zu hart sein, um so den Druck auf das Schambein zu verringern. Eine aufrechte Sitzposition wirkt hier ebenfalls entlastend.

Die mehrfache Deutsche Mountainbike-Meisterin, Sabine Spitz, weist bei Fitforfun daraufhin hin, dass auf die individuelle Auswahl des Sattels bei Frauen ein besonderes Augenmerk gelegt werden sollte. Sie erklärt: „Durch die unterschiedliche Beckenanatomie und -breite muss die Abstimmung und Auswahl viel intensiver erfolgen, als bei Männersätteln“. Anderenfalls könne es zu Schmerzen oder einem Taubheitsgefühl kommen – was schnell das Ende der Mountainbike-Tour bedeuten kann.

Tretkurbel (Pedale)

Die richtige Einstellung der Tretkurbeln am Mountainbike entscheidet zum einen über die optimale Kraftübertragung, zum anderen aber auch über die Belastung der Gelenke. Ist die Kurbel zu lang, kann es auf Dauer zu Knieproblemen kommen. Bei einer Körpergröße unter 1,70 Meter (und einer Schrittlänge von weniger als 80 cm) wird beim Kauf eines Mountainbikes eine Kurbellänge von 165, höchstens aber 170 mm empfohlen.

Ob sich Frauen beim Kauf eines Mountainbikes für die vollgefederte Version – die sogenannten „Fullys“ – oder ein Hardtail – also ein Mountainbike mit reiner Vorderrad-Federung – entscheiden, ist keine geschlechtsspezifische Frage. Hier geht es eher um Kriterien wie Preis und Pflegeaufwand auf der einen, und Bequemlichkeit, Geschwindigkeit und Geländetauglichkeit auf der anderen Seite. Sie haben die Wahl.  

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
Kommentare
Top Themen
ISPO Newsletter
ISPO Newsletter
Jetzt anmelden
Social Media