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 Traum-Arbeitgeber Nike? Das ist die Geschichte des Unternehmens
Karriere | 03.07.2016

Nike – Weltmarktführer im Sportartikelgeschäft

Traum-Arbeitgeber Nike? Das ist die Geschichte des Unternehmens

Traum-Arbeitgeber Nike? Das ist die Geschichte des Unternehmens. Swoosh – der Sportartikelanbieter Nike führt eines der bekanntesten Logos der Welt  (Quelle: nike.com)
Swoosh – der Sportartikelanbieter Nike führt eines der bekanntesten Logos der Welt
Bild: nike.com
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Über 60.000 Angestellte, mehr als 30 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz: Nike ist nicht einer der, Nike ist DER führende Sportartikel-Hersteller der Welt. Dabei ist „Hersteller“ ein irreführender Begriff: Im Konzern mit dem weltberühmten Swoosh produziert man nicht selbst, man lässt fertigen – auch am anderen Ende der Erde. Die Story.

Was Red Bull bis heute verspricht, konnte Carolyn Davidson schon 1971 halten: Im Auftrag von Nike-Gründer Phil Night entwarf die Grafikdesign-Studentin damals das weltberühmte Logo, den Nike-Swoosh, der seitdem die Produkte des Weltkonzerns ziert. Mit seinem Schwung erinnert der Haken an einen Flügel der griechischen Siegesgöttin Nike, was kein Zufall ist.


Davidson wurde für ihren Entwurf mit 35 US-Dollar entlohnt, ein gutes Jahrzehnt später schob der inzwischen börsennotierte Großkonzern einen goldenen Swoosh-Ring nach. Dazu gab es ein eher symbolisches 150-Dollar-Aktienpaket. Inzwischen dürfte es die Eine-Million-Dollar-Grenze im Wert überschritten haben.

Nike – ein Schwergewicht im Sport Business

So wenig wie der Flügel ein Zufall ist, so wenig ist es auch das Auftragsjahr. 1971 markiert die Gründung von Nike. Zuvor hatten sich die Nike-Gründer Bill Bowermann und Philip Knight zwar schon im Schuh-Handel ihre ersten Dollar verdient, jedoch keine eigene Marke produziert. Sie verhökerten damals noch Schuhe von Onitsuka Tiger (heute Asics) in bescheidener Stückzahl an den erweiterten Freundeskreis.

Marketing im Großformat – Nike strebt an die Weltspitze

1972 nun also die erste eigene Kollektion – ein ungewöhnlich leichter Sportschuh mit Profilsohle. Der Durchbruch kam mit einem Marketing-Coup, der zuvor bereits bei Adidas und Puma funktioniert hatte: Man bot sich als Ausrüster bekannter Sportler an, die bei Olympia oder anderen Großveranstaltungen um den Sieg mitlaufen konnten.

Im Laufe der Jahre gelingt so manches Werbe-Wunder: So kommt Mitte der 1980er Jahre in Kooperation mit dem (künftigen) Basketball-Star Michael Jordan der „Air Jordan“ auf den Markt. Das Geschäft brummt und wirft hunderte Millionen Dollar ab. Nike ist auf dem Weg ganz nach oben und kommt 1989 an der Weltspitze an. Markenbotschafter wie der spätere Golf-Superstar Tiger Woods werden gewonnen. Nike schließt nun dauerhaft Verträge mit den ganz Großen aus der Welt des Sports: LeBron James, Kobe Bryant, Christiano Ronaldo, Frank Riberý, Rafael Nadal, Roger Federer und vielen weiteren. Seit 2012 ist Nike auch Hauptsponsor in der NFL.


Philip Knight – Firmenlenker mit Konsequenz

Bis 2005 werden die Geschäfte von Nike von Gründer Philip Knight geführt, der studierter Wirtschaftswissenschaftler und Marketingexperte ist. Schon an der Universität hat er sich mit der Konkurrenz aus Europa, allen voran mit Adidas, auseinandergesetzt und verfolgt konsequent seine Strategie: preiswerte Ware, gern bunt und auffällig, aber von guter Qualität.

Bereits Ende der 1970er expandiert Knight mit Nike selbst nach Europa, konsequent baut er die Produktpalette aus. Zu den Schuhen gesellt sich Sportbekleidung jeder Art und so manches Sport-Accessoire. Multi-Millionen-Dollar-schwere Zukäufe werden getätigt, unter anderem vom US-Konkurrenten Converse 2003. Knight ist bis heute als Vorsitzender des Verwaltungsrats aktiv, hat jedoch seinen Rückzug angekündigt. Mitgründer Bill Bowermann verstarb 1999.

Nike, eine Bilderbuchgeschichte? Ja, aber nur für Erwachsene. Denn so manches Bild von der Billigproduktion in Indonesien ist unter „Just Do It“ nicht abzuheften.  

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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