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 Deutschlands schönste Plätze zum Surfen
Wassersport | 30.05.2016

Surfen: Deutschlands schönste Plätze

Deutschlands schönste Plätze zum Surfen

Deutschlands schönste Plätze zum Surfen. Hinein in die Fluten – die Nordsee gehört zu den Top-Surf-Revieren Deutschlands. (Quelle: Thinkstock )
Hinein in die Fluten – die Nordsee gehört zu den Top-Surf-Revieren Deutschlands.
Bild: Thinkstock
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Surfen hat viele Gesichter: beim Gleiten über die Ozean-Wellen oder auf den stehenden Wellen der Flüsse, beim Wind- und Kitesurfen auf den Seen und oder beim Wakeboarden auf der Anlage in der ehemaligen Kiesgrube. In Deutschland ist alles möglich und so mancher Surfer-Hotspot hat es zu internationaler Berühmtheit gebracht.

Nur wer sich dem Extremsurfen verschrieben hat, reist auch heute noch ans andere Ende der Welt. Nach Hawaii oder an die Strände Australiens vielleicht. Auch in Portugal oder im nördlichen Norwegen gibt es die Riesenwellen, die es für diesen Extremsport braucht. Wer keine 20- oder 30-Meter-Wellen in Angriff nehmen will, wird auch in Deutschland fündig. Sportliche Wünsche bleiben dann kaum offen.


Surfen in Sankt Peter-Ording

Spätestens seit den 1990er Jahren ist das nordfriesische Seebad bei Surfern ein fester Begriff: Sankt Peter-Ording. Grund für die hohe Popularität sind allerdings nicht gigantische Wellenberge oder besondere Winde, sondern die ARD-Vorabendserie „Gegen den Wind“, die damals rund fünf Millionen Zuschauer zeitgleich vor die Bildschirme lockte. Gedreht wurde die Geschichte rund um die passionierten Windsurfer Nik Andersen und Sven Westermann ebenda, in Sankt Peter Ording an der Küste Schleswig-Holsteins.

Wer heute zum Wind- oder Kitesurfen nach Sankt Peter-Ording reist, findet beste Bedingungen vor. Nicht zufällig wird hier auch der Kite World Cup ausgetragen, ein Mega-Event für Abertausende, die Jahr für Jahr zum Zuschauen und Feiern anreisen. Wer selbst surfen will, hat die Wahl zwischen dem Nord- und dem Südstrand, die je nach Windrichtung und Strömungsverhältnissen von Ebbe und Flut ihre Vorzüge und Gefahren offenbaren. Bei den vorgelagerten Sandbänken bilden sich zum Teil bis zu zwei oder drei Meter hohe Surfer-Wellen.

Surfen in München

Der Münchner Eisbach, ein tosender Nebenarm der Isar, ist bei Surfern und Touristen Kult. Hier wird auf einer stehenden Welle geritten, die kaum einen halben Meter hoch ist aber einiges an Können voraussetzt. Offiziell gestattet ist das Wellenreiten hier noch immer nicht, es wird jedoch geduldet. 2009 hat Dokumentarfilmer Bjoern Richie Lob dem Surf-Spot mitten in der bayerischen Hauptstadt ein filmisches Denkmal gesetzt. Sein Film „Keep Surfing“ erlebte seine Weltpremiere beim Münchner Filmfest und wurde gleich mit dem Publikumspreis geadelt.

Ermöglicht wird das Wellenreiten auf dem Eisbach durch eine Steinstufe, die eine dauerhafte Stromschnelle hervorruft – die berühmte Eisbachwelle.

Surfen auf Sylt

Sylt gilt als Wiege der deutschen Surfer-Kultur. Vor mehr als 60 Jahren – zu Beginn der 1950er – sollen sich hier die Rettungsschwimmer erstmals auf ihre Bretter geschwungen haben. Es ist der Beginn einer neuen sportlichen Ära auf den Wellen, die auch auf der Nordseeinsel vielerlei Ausprägungen erhalten hat: Wellenreiten, Windsurfen, Kitesurfen – alles wird an den Stränden angeboten. Surfspots gibt es auf der Insel viele, so zum Beispiel den Brandenburger Strand bei Westerland, die Sturmhaube und Buhne 16 bei Kampen oder die Seestraße in Wenningstedt.


Surfen in Berlin und Brandenburg

Die seen- und flussreiche Umgebung Berlins erfreut Wassersportler aller Art, nicht zuletzt die Kite- und Windsurfer. Zwar ist das Kitesurfen auf Bundeswasserstraßen untersagt, zu denen viele der Seen gehören, doch bleibt immer noch reichlich Auswahl – von Müggelsee und Wannsee bis zu Schwielowsee, Werbellin- und Wandlitzsee. Eine besondere Empfehlung mitten in dichten Wäldern ist auch die Spremberger Talsperre, auf der gerade bei Nord- oder Südwind prächtig gesurft werden kann. Die Kiter sind hier vor allem am Nordstrand zuhause.

Surfen in Brasilien an der Ostsee

Brasilien ist nicht unbedingt um die Ecke, aber von Kiel doch in weniger als einer halben Stunde zu erreichen. Der Ostsee-Ort mit dem klangvollen Namen, offiziell ein Teil von Schönberg, hat sich mittlerweile zu einem echten Surfspot gemausert – und die Gemeinde der Wellenreiter an der Ostsee wächst. In Brasilien ist man gerade bei Winden von Nordwest bis Südost gut mit dabei und hat der wind- und wellenhungrigen Klientel ausreichend zu bieten.

Gleich mehrere Wassersportschulen bieten in der Region ihre Dienste an, das Equipment fürs Surfen kann man also leihen und, wenn gewünscht, die Kenntnisse aus dem Vorjahr bei einem der Kurse wieder auffrischen.
 

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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