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 So wird das Bike fit für den Frühling
Outdoor | 14.06.2016

Selbst ist der Mann: Bike-Pflege für den Frühling

So wird das Bike fit für den Frühling

So wird das Bike fit für den Frühling. Bike-Check nach der Winterpause: Mit etwas Mühe läuft’s wie geschmiert. (Quelle: Thinkstock )
Bike-Check nach der Winterpause: Mit etwas Mühe läuft’s wie geschmiert.
Bild: Thinkstock
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Was gibt es Schöneres, als das Bike nach dem langen Winter endlich wieder aus dem Keller zu befreien und an der frischen Luft auf Tour zu gehen. Damit das erste Fitness-Workout nach der Winterpause nicht im Desaster endet, ist zuvor jedoch ein umfangreicher Bike-Check angesagt.

Die Temperaturen steigen und endlich macht auch das Radeln im Freien wieder richtig Spaß. Statt auf dem Spinning-Bike oder dem Fahrrad-Ergometer etwas für Fitness und Gesundheit zu tun, kann nun wieder auf Sand, Asphalt oder Waldboden in die Pedalen getreten werden. Einen Haken gibt es allerdings: Wie nämlich ist es um den Drahtesel bestellt, der die vergangenen Monate ein trostloses Dasein in Keller, Abstellkammer oder Dachboden gefristet hat? Rostiger Rahmen, spröde Reifen und verzogene Bremsen – die Tage des winterlichen Nichtstuns haben am geliebten Bike häufig ihre Spuren hinterlassen. Doch keine Sorge: Statt für bares Geld den Fahrrad-Experten aufzusuchen, kann man guten Gewissens erst mal selbst Hand ans Bike legen.


Um das Bike fit für den Frühling zu machen, sollten alle Teile einzeln auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft werden. Hier die Checkliste im Überblick.

Bike-Check: Laufräder und Schläuche

Ohne solide Reifen läuft beziehungsweise rollt gar nichts. Sowohl Mantel als auch Schlauch bestehen aus Gummi und sind daher anfällig gegenüber äußeren Einflüssen wie Feuchtigkeit oder Kälte. Beide sollte daher auf kleine Risse und andere Beschädigungen überprüft werden. Sind die Laufräder in Ordnung, können Sie im Anschluss noch den Luftdruck checken – der optimale Bar-Wert steht meist auf den Reifen. Wer mit ordentlich Luft unterwegs ist, minimiert die Reibung und spart so viel Energie.

Fahrradkette

Auch die Fahrradkette reagiert vergleichsweise empfindlich auf äußere Einflüsse. Dreck, Staub und Rost können die einzelnen Glieder blockieren und den flüssigen Lauf behindern. Hier gilt: Waschen, trocknen, ölen und danach noch auf die optimale Spannung überprüfen.

Hinterbau, Gabel und Rahmen

Zunächst sollte der Rahmen auf Risse, Kratzer und andere Beschädigungen geprüft werden. Anschließend macht ein kurzer Belastungstest der Federgabel Sinn – dafür einfach die Bremsen anziehen und mit dem Körpergewicht auf das Bike lehnen. Sind die Standrohre der Gabel verschmutzt, sollten diese mit einem trockenen Tuch gesäubert und mit einem Fahrradpflegemittel (beispielsweise „Brunox“) eingesprüht werden. Werfen Sie danach noch einen Blick auf die Befestigung der Laufräder in Hinterbau und Gabel – diese sollten sich reibungslos drehen lassen.


Bremsen

Die gewissenhafte Überprüfung der Bremsen zählt zu den wichtigsten Arbeiten, da jede Nachlässigkeit in diesem Bereich zu schweren Unfällen führen kann. Hier gilt es als erstes, die Bremsbeläge gründlich zu checken. Sind diese so abgenutzt, dass man die Rillen nicht mehr erkennen kann, müssen sie unbedingt ersetzt werden. Im Anschluss sollten die Bremszüge auf Verschmutzungen geprüft, gegebenenfalls gereinigt und am Ende der Außenhülle mit etwas Schmieröl beträufelt werden. Laufen die Bremsen nicht einwandfrei oder ist man sich in einem Punkt unsicher, hat die eigene Gesundheit Priorität. Dann steht der Gang zum Experten an.

Gangschaltung und Tretlager

Die Gangschaltung nimmt während der winterlichen Pause nicht selten Schaden – hin und her springende Gänge, schlechtes Einrasten und Kettengeräusche sind die Folge. Hier reicht es in der Regel, die Zugspannschraube an der Schaltung am Lenker etwas nachzuziehen. Ein Spritzer Schmieröl auf Schaltwerk und Umwerfer unterstützt einen widerstandslosen Gangwechsel zusätzlich. Das Tretlager sollte geräuschlos funktionieren und bei Bedarf gereinigt und geölt werden.

Sattel, Lenker und Licht

Abschließend sollte an Lenker und Sattel ein Schraubencheck durchgeführt werden. Und damit man beim Fitness-Workout mit dem Bike auch bei Nacht gesehen wird, darf natürlich die vorgeschriebene Beleuchtung nicht fehlen.  

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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