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 Zehn Dinge, die einem Gründer mit einem Start-up auf keinen Fall passieren sollten
Innovation | 13.06.2016

Start-up-Gründung: 10 No-Gos

Zehn Dinge, die einem Gründer mit einem Start-up auf keinen Fall passieren sollten

Zehn Dinge, die einem Gründer mit einem Start-up auf keinen Fall passieren sollten. Start-up: Einsam auf 1000 qm in Bestlage? Das könnte auch ein Fehler sein.  (Quelle: Thinkstock )
Start-up: Einsam auf 1000 qm in Bestlage? Das könnte auch ein Fehler sein.
Bild: Thinkstock
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Die Gründungsphase eines Start-ups ist eine aufregende Zeit. Es mangelt nicht an körpereigenen Drogen, denn die Produktion der Endorphine läuft auf Hochtouren. Volle Kraft voraus heißt das Motto der Stunde. Leider lassen sich in diesem Rausch selbst hohe Klippen übersehen. Das Absturz-Risiko ist groß.

Es ist kein Geheimnis, dass die meisten Start-ups die ersten Monate nicht überstehen. Im Rückblick fragt sich so mancher Gründer, wie es trotz bester Voraussetzungen dazu kommen konnte. Das Überraschende dabei: Mit dem neuen Blickwinkel sind die Ursachen klar zu erkennen. Und viele davon wären vermeidbar gewesen: 10 „Todsünden“, die kein Start-up begehen sollte.


⦁ Tunnelblick vermeiden

Mit dem Start-up ist es ein bisschen wie mit der Eifersucht: Wir neigen dazu, alles in eine bestimmte Richtung zu deuten und mit der Objektivität schwinden auch die Chancen für den Erfolg. Wer Kritiker in der Euphorie der Gründung mundtot macht, leistet sich selbst einen schlechten Dienst. Gerade wenn mehrere Partner im Boot sind, sollte Offenheit das oberste Gebot sein. Nehmen Sie es als Gründer ernst, wenn man Ihnen vorwirft, nicht mehr auf Argumente zu reagieren.

⦁ Loslassen lernen

Sie haben die Sache im Griff? Ja durchaus, aber die Sache wächst! Irgendwann wird es nötig, Aufgaben zu delegieren – mit dem notwendigen Vertrauensvorschuss für die Partner und Mitarbeiter. Wer alles selbst erledigen will, wird scheitern und bestimmt nicht glücklich.

⦁ Finanzierung sichern

Wenn die Finanzierung scheitert, scheitert das Start-up. Die Kosten sollten daher solide geplant werden. Vor allem zwei Positionen führen schnell in den Schuldturm: teure Prestige-Anschaffungen und dauerhafte Verpflichtungen. Kontrollieren Sie Ihren Lagerbestand und kalkulieren Sie zu Beginn lieber mit etwas höheren Stückkosten, als mit Großbestellungen alles auf eine Karte zu setzen.

⦁ Experten beauftragen

Vieles kann und sollte man selber machen, manches aber nicht. Beim Start-up zählen dazu die Bereiche Recht und Finanzen. Holen Sie sich Rat, auch wenn dieser bezahlt werden muss. Wer die falsche Gesellschaftsform wählt oder sich bei den Steuern verkalkuliert, riskiert mehr als die gute Geschäftsidee. Wer hier spart, spart an der falschen Stelle.

⦁ Raus aus dem Elfenbeinturm

Sie sind nicht der erste Gründer und werden nicht der letzte sein. Tauschen Sie sich aus, diskutieren Sie Ihr Vorhaben, machen Sie sich in der Szene einen Namen. Introvertierte Gründer sind schlechte Gründer, zumindest ohne Mitstreiter, die dies auszugleichen verstehen. Veranstaltungen wie die Entrepreneurship Summits in Berlin sind eine Goldgrube und ihr Eintrittsgeld allemal wert.

⦁ Strukturieren und priorisieren

Was ist wichtiger: den Versand zu organisieren oder das Einstellungsgespräch zu führen? Pauschal lässt sich das nicht sagen, aber beantwortet werden muss es. Wer seinen Tag nicht strukturiert und die anstehenden Aufgaben priorisiert, geht unter. Zugleich gilt: Der gerade wahrgenommene Termin ist immer der wichtigste. Wer mit dem Kopf woanders ist, verschwendet Zeit und muss sich zudem den Vorwurf gefallen lassen, seinen Gesprächspartner geringzuschätzen.


⦁ Qualitatives Wachstum sichern

Sie haben schon zwanzig neue Mitarbeiter eingestellt? Gratulation, aber der eigentliche Gradmesser ist das nicht. Manche Gedichte ernten den Nobelpreis, während der 1000-Seiten-Schmöker den Druck nicht wert ist. Achten Sie auf die Qualifikation, sichern Sie die Motivation. Nichts ist schlimmer als ein Saal voll unterqualifizierter Kräfte, die sich vor Ort häuslich eingerichtet haben. 

⦁ Liquide bleiben

Ken Morse, Mitbegründer des MIT Entrepreneurship Centers, wird folgender Satz zugeschrieben: "Cash flow is more important than your mother." Wer das anders sieht und nur auf die glänzenden Umsatz-Prognosen schielt, handelt fahrlässig. Denn vielleicht wird die Idee ein Erfolg, Sie sind dann aber nicht mehr dabei …

⦁ Am Ball bleiben

Es gibt die Theorie, dass jeder auf 3-Sterne-Niveau kochen kann, aber eben nur an einem Abend für sechs Gäste. Natürlich ist das übertrieben, aber es ist viel Wahres dran. Die 3 Sterne verdient sich erst der, der jeden Abend das Niveau hält, auch nach der Gründungs-Euphorie. Wer die Zügel nach dem ersten Erfolg schleifen lässt, hat das Pferd ganz schnell nicht mehr im Griff.

⦁ An Falschem festhalten

Fehlentscheidungen gehören dazu, sie zu wiederholen oder gar zu kultivieren aber nicht. Wer den falschen Standort gewählt hat, muss umziehen und sich nicht mit den Gegebenheiten arrangieren. Auch wenn die Korrektur teuer erscheint, später könnte sie unbezahlbar sein.

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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