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 Zehn Punkte, die Gründer eines Sport-Startup beachten sollten
Karriere | 13.06.2016

Sport-Startup: Das ist bei der Gründung wichtig

Zehn Punkte, die Gründer eines Sport-Startup beachten sollten

Zehn Punkte, die Gründer eines Sport-Startup beachten sollten. Mit dem eigenen Start-up zum Erfolg – so kann es gelingen. (Quelle: Thinkstock )
Mit dem eigenen Start-up zum Erfolg – so kann es gelingen.
Bild: Thinkstock
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Gründer leben riskant. Denn trotz Ehrgeiz und Optimismus: Die meisten Startups scheitern. Das Sport Business bildet da keine Ausnahme. Oft sind es gerade die vermeintlich leichten Fehler, die ins unternehmerische Abseits führen. Diese zehn Punkte sollten Gründer eines Sport-Startups beachten.

1. Die Idee des Startups muss begeistern

Eine Geschäftsidee ist nur dann erfolgversprechend, wenn sie viele Menschen begeistert. Im Sport Business bestehen dafür beste Voraussetzungen: Emotionen spielen hier eine Hauptrolle und wenn ein neues Produkt überzeugt, trifft es auf eine sehr aufnahmewillige Szene. 

Die größten Erfolgschancen hat der Gründer im Sport Business, wenn er mit seiner Innovation ein Problem löst oder die bestehende Lösung verbessert. Bestes Beispiel: Mit der GoPro konnten Action-Sportler erstmals unkompliziert aus der Ego-Pesperktive filmen – das wurde ein Milliarden-Dollar-Erfolg.

2. Die Kasse muss stimmen

Startup-Gründer sind selbstbewusst und dürfen es auch sein. Schließlich gibt es mehr Geld als gute Ideen. Selbstbewusstsein muss man sich aber leisten können. Und so gilt: Ob Kredite, Gelder vom Business-Angel oder aus Crowdfunding-Töpfen – es braucht einen realistischen Businessplan.

Stimmt der Plan, ist es einfacher, die notwendige finanzielle Basis zu schaffen. Das Sport-Startup eGym ist das jüngste Beispiel dafür: Für ihre Cloud-vernetzten Kraftgeräte sammelten die Münchner 45 Millionen Dollar ein.        


3. Das Startup-Team muss funktionieren, aber auch folgen

Sie verstehen sich glänzend im Startup-Team, gehen gemeinsam laufen und ins Fitness-Studio? Das ist gut, denn Kreativität entsteht nicht über Befehlsketten. Dennoch sollte zweifelsfrei geklärt sein, wer welche Entscheidungen treffen darf. Anderenfalls ist das Startup schnell handlungsunfähig.

4. Die Zeit beim Gründen muss gut geplant sein

Ein Tag hat 24 Stunden, noch hat kein Startup dies ändern können. Ganz ohne Schlaf geht es auch nicht, selbst wenn die Fitness stimmt. Eine Gründung raubt Zeit und Nerven. Nehmen Sie sich nicht zu viel in zu kurzer Zeit vor. Große, private Nebenprojekte wie das tägliche Training für den Berlin-Marathon sind oft ein Grund, vorzeitig das Handtuch zu werfen.

5. Die Außenwirkung muss Priorität haben

Wer im Sport Business von Anfang an auf eine professionelle Außenwirkung setzt, erhöht seine Chancen erheblich. Dazu gehören ein durchgängiges Corporate Design und eine durchdachte Werbestrategie – sonst wären auch Weltkonzerne wie Adidas oder Nike heute wohl nicht existent. Willkommener Nebeneffekt: Wer über die Außenwirkung seines Sport-Startups nachdenkt, stellt sich fast automatisch die richtigen Fragen. 

6. Die Rückkopplung zum Markt muss erfolgen

Kommunikation ist in der Startphase eine Säule des künftigen Geschäfts. Über Sport-Communities und die sozialen Netzwerke erhalten Sie so das notwendige Feedback. Nutzen Sie Ihre Kritiker, um Ideen zu verifizieren und das Produkt zu verbessern. Informieren Sie regelmäßig über Fortschritte bei der Umsetzung und die nächsten Schritte. Sport-Apps wie Freeletics oder Runtastic brauchen von Anfang an Aktive – und Sie bauen zugleich eine Kundenbasis auf.

7. Der Ball muss nicht neu erfunden werden

Entscheiden Sie bewusst, was Sie selber machen wollen. Die Zusammenarbeit mit externen Sport- und Logistikunternehmen bietet viele Vorteile: Sie kaufen Erfahrung und Kompetenz, Sie gewinnen Zeit zur Entwicklung Ihrer Kernidee, Sie sparen sich die teure Bindung an eigenes Personal. Oder denken Sie, die Schuhe, Kleidungsstücke oder Sport-Accessoires werden bei Nike produziert? Nein, eigene Fabriken kennt der Weltmarktführer für Sportartikel nicht. 


8. Die rechtliche Seite darf man nicht unterschätzen

Die Gründung eines Startups bedeutet den Gang in den Rechtsdschungel und nirgendwo ist er unwegsamer als in Deutschland. Der Weg beginnt bei der Wahl der Rechtsform und führt dann über diverse Finanz- und Steuerfallen. Gefährliches Terrain, das Sie nicht alleine betreten müssen. Leisten Sie sich einen Rechtsbeistand. Denn selbst wenn Sie sich das Wissen einmal anlesen, wäre es doch ein Full-Time-Job, auf dem aktuellen Stand zu bleiben. 

9. Kontakte wollen gepflegt sein

Ein Netzwerk baut sich nicht von allein, wird gerade im Sport-Business aber immer wichtiger. Sie brauchen sportbegeisterte Kunden, Investoren, Ideengeber und vor allem den Zugang zu anderen Startups. Hamburg, Berlin, München oder Köln sind für Sport-Startups ein gutes Pflaster. 

10. Qualifizierte Mitarbeiter müssen vor Ort sein

Um als Sport-Startup Erfolg zu haben, muss das Unternehmen ständig wachsen. Bedenken Sie das frühzeitig, schon bei der Wahl des Firmensitzes. Der ISPO-Standort München mit seinen hochqualifizierten Fachkräften gilt hier als erste Adresse in Deutschland. Denn wer in München gründet, überlebt als Sport-Unternehmen statistisch gesehen länger.

Wichtig: Vielen Interessenten an Sport-Jobs sind die Zukunftsperspektiven wichtiger als die Höhe des Einstiegsgehalts. Sport ist immer jung, ist Emotion und Leidenschaft – spielen Sie diesen Vorteil aus. 

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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