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 Sport-Jobs: Die 5 besten Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung
Karriere | 06.06.2016

Vorstellungsgespräch im Sport Business

Sport-Jobs: Fünf Tipps für Ihre erfolgreiche Bewerbung

Sport-Jobs: Die 5 besten Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung. Jobs in der Sport-Branche sind begehrt – es gibt meist zahlreiche Bewerber. (Quelle: Stockfoto)
Jobs in der Sport-Branche sind begehrt – es gibt meist zahlreiche Bewerber.
Bild: Stockfoto
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Jobs in der Sport-Branche sind begehrt. Wer Erfolg bei der Bewerbung im Sport Business haben möchte, benötigt bestimmte Kernkompetenzen. Mit diesen fünf Tipps haben Sie im Vorstellungsgespräch für einen Sport-Job bessere Chancen.

Ziemlich forsch: Als Joshua Kimmich sich im Juni 2015 beim FC Bayern der Presse vorstellte, zeigte er keine unnötige Bescheidenheit: „Klar ist Schweini ein großes Vorbild von mir, aber ab der nächsten Saison sind wir Mitspieler und auch in gewisser Weise Konkurrenten“, sagte der damals 20-Jährige, der bis dahin noch kein einziges Bundesliga-Spiel absolviert hatte, bei seinem „Vorstellungsgespräch“.

Joshua Kimmich tritt bei seiner ersten Pressekonferenz beim FC Bayern äußerst selbstbewusst auf. (Quelle: Imago)
Joshua Kimmich tritt bei seiner ersten Pressekonferenz beim FC Bayern äußerst selbstbewusst auf.
Bild: Imago

Sport Business: Selbstbewusstsein ist Schlüsselqualifikation

Mittlerweile hat Kimmich Karriere gemacht: Er gehört nicht nur zum Münchner Stammkader, sondern spielt auch in der deutschen Nationalmannschaft – und ist ein glänzendes Beispiel, worauf es im Sport Business in besonderem Maße ankommt. Denn die Sport-Branche tickt etwas anders als andere Wirtschaftszweige: Selbstbewusstsein, Motivation und Teamgeist sind hier die drei zentralen Schlüsselqualifikationen.

Bei der Bewerbung für eine Stelle im Sport Business (hier gelangen Sie zur ISPO JOBBÖRSE) erwartet der Arbeitgeber, dass man sich der eigenen Fähigkeiten bewusst ist – und sie unbedingt fürs Unternehmen gewinnbringend einsetzen will.

Ebenfalls wichtig: Kampfgeist und Durchhaltevermögen. „Sie wollen sehen, dass Du nicht welkst wie eine Blume“, sagt die Recruiterin Buffy Filippell.


Mit diesen fünf Tricks punkten Sie bei der Bewerbung in einem Sport-Unternehmen:

1. Das richtige Outfit im Bewerbungsgespräch

Der erste Eindruck ist der wichtigste. Deshalb muss das Outfit beim Bewerbungsgespräch zur angestrebten Position, zum Unternehmen und vor allem zu Ihrer Persönlichkeit passen. Wer sich „verkleidet“, fühlt sich unsicher und strahlt das auch aus.

Wer sich schon mal auf der ISPO MUNICH umgesehen hat, weiß, dass in der Sport-Branche Krawatte und Anzug nicht zwingend erforderlich sind. Zum Vorstellungsgespräch wird eine sportlich-elegante Kleidung empfohlen. Gegen eine saubere, einfarbige Jeans ist nichts einzuwenden. Es darf in einem Sport-Unternehmen also legerer zugehen als beispielsweise bei der Bewerbung bei einer Bank.

Aber übertreiben Sie bitte nicht. Die Gesprächspartner schließen, bewusst oder unbewusst, von Ihrer Kleidung auf Ihr späteres Auftreten. Sportschuhe sind bei der Bewerbung in einem Sport-Startup keine unmögliche Wahl, im Vorstellungsgespräch für eine gehobene Position bei einem renommierten Sport-Unternehmen aber eher unangemessen.

Vergessen Sie nicht: Das Unternehmen soll auch sehen, dass es Ihnen mit Ihrer Bewerbung ernst ist.


2. Das richtige Auftreten im Vorstellungsgespräch

Jedes Bewerbungsgespräch ist eine Gratwanderung zwischen respektvoller Zurückhaltung und souveränem, aber nie aufgesetztem oder gar arrogantem Auftreten. Sachlichkeit ist ebenso gefragt wie lockerer Small Talk.

Für Ihre Bewerbung in einem Sport-Unternehmen bedeutet das: Stellen Sie eine positive Verbindung zu Ihrem Gegenüber her. Sie können ziemlich sicher davon ausgehen, dass Ihre potenziellen Arbeitgeber selbst Sport treiben oder begeistert verfolgen. Am Wochenende fand ein vielbeachtetes Sportereignis statt? Hervorragend, darüber lässt sich wunderbar (positiv) plaudern. Die Personalerin outet sich als leidenschaftliche Triathetin? Fragen Sie nach ihrem schönsten Rennen und bekunden Respekt für ihre Leistung.

Bei jeder Bewerbung gilt es, eine gewisse Etikette einzuhalten. Es beginnt bei der richtigen physischen Distanz und hört bei den Höflichkeitsformen längst nicht auf. Im Zweifelsfall lohnt es sich, einige Stunden und Euro in einen Karriere-Coach zu investieren.

Vergessen Sie nicht: Wie in kaum einer anderen Branche spielen im emotionsgeladenen Sport Business persönliche Sympathien eine große Rolle. Der Arbeitgeber muss spüren, dass Sie ins bestehende Team passen.

Mit ISPO den richtigen Sportjob finden – auch auf den Messen treffen Unternehmen und potenzielle Arbeitnehmer aufeinander. (Quelle: Messe München GmbH)
Mit ISPO den richtigen Sportjob finden – auch auf den Messen treffen Unternehmen und potenzielle Arbeitnehmer aufeinander.
Bild: Messe München GmbH

3. Sportlich bleiben – die richtige Körperhaltung

Ein trainierter Körper ist bei einer Bewerbung im Sport Business ein klares Plus. Wenn Sie ein erfolgreicher Sportler sind, sollten Sie dies ins Gespräch einfließen lassen, ohne dabei großspurig rüberzukommen.

Aber auch wenn Sie gerade ein paar Kilo zu viel mit sich herumtragen, ist das nicht tragisch. Denn viel wichtiger als gewaltige Oberarme ist Ihre Körperhaltung. Und diese kann jeder beeinflussen.

Es heißt nicht umsonst „Körpersprache“, denn Ihre Haltung sagt viel über Sie aus. Wer Selbstvertrauen mitbringt, strahlt dies auch aus. Sie sind sehr nervös vor Ihrem Vorstellungsgespräch? Nutzen Sie den Trick der Sportstars, die sich vor einem wichtigen Wettkampf an einem ruhigen Ort Mut zusprechen und sich auf Ihre Fähigkeiten besinnen.

Während des Vorstellungsgesprächs sollten Sie es vermeiden, verkrampft auf der Stuhlkante zu hocken, die Arme zu verschränken oder sich dauernd ins Gesicht zu fassen. Sitzen Sie gerade, aber entspannt, blicken Sie Ihren Gesprächspartner freundlich an und halten Sie Ihre Hände ruhig. Unterstreichende Gesten sind erlaubt.

Vergessen Sie nicht: Sie bewerben sich für einen Sportjob, da ist es durchaus von Vorteil, wenn Sie nicht so unbeholfen auftreten, als wären Sie früher im Sportunterricht immer am Ende gewählt worden.

Lesen Sie auch: Das sind die familienfreundlichsten Sport-Firmen.


4. Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch

Wenn Sie sich im Vorstellungsgespräch befinden und die Körperhaltung stimmt, sollten Sie sich daran erinnern, was Sie sich in der Vorbereitung hoffentlich erarbeitet haben. Es ist ein legitimer und wirkungsvoller Trick, sich im Vorfeld des Gesprächs gedanklich in die Position des Arbeitgebers oder der Personalabteilung zu versetzen.

Im optimalen Fall haben Sie sich eine kleine Tabelle erarbeitet: Analysieren Sie das Stellenangebot genau. Dadurch erkennen Sie die Erwartungen der Gegenseite und schreiben dann die einzelnen Punkte in eine Spalte. Dahinter können Sie nun aufführen, was Sie jeweils zu bieten haben.

Sie haben eine offensichtliche Schwäche im Lebenslauf? Seien Sie darauf vorbereitet, dass man Sie dazu befragen wird. Das Defizit zu leugnen, wäre fatal. Heben Sie lieber hervor, dass Sie darauf brennen, es in Zukunft besser zu machen.

Zwischen der Vorbereitung und dem eigentlichen Bewerbungsgespräch dürfen getrost einige Tage liegen. Das minimiert das Risiko, dass die Antworten gelernt wirken und hölzern herüberkommen.

Vergessen Sie nicht: Jede ihrer Antworten sollten sie auf drei Worte überprüfen: Teamgeist, Motivation, Selbstbewusstsein. Es sind die Leitthemen des Sport Business.


5. Ratgeber für die Bewerbung: unverzichtbares Wissen

Im optimalen Fall mussten Sie erst gar nicht erst auf ein Stellenangebot reagieren, sondern das Sport-Unternehmen ist auf Sie zugekommen und kennt Ihren Lebenslauf genau. Oder Sie sind zumindest von einer dritten Seite empfohlen worden. Falls nicht, ist es umso wichtiger, nicht in die klassischste aller Personaler-Fallen zu tappen: Sie kennen das Unternehmen, bei dem Sie sich bewerben, nicht ausreichend.

Bereiten Sie sich daher gründlich vor. Beschäftigen Sie sich mit dem Unternehmen und mit der ausgeschriebenen Position. Wer bei Adidas, Puma oder Nike vorspricht, sollte die Firmengeschichte kennen. Wer Karriere in einem Sport-Startup machen möchte, muss sich mit der Gründungsidee vertraut gemacht haben.

Doch Sie sollten nicht nur das Sport-Unternehmen, sondern auch die Branche kennen. Informieren Sie im Vorfeld am besten in entsprechenden Fachmedien – bei ISPO.COM lesen Sie zum Beispiel täglich aktuelle News und Hintergrundberichte (auch als im Newsletter per Mail).

Vergessen Sie nicht: Für den Sportjob, für den Sie sich interessieren, gibt es wahrscheinlich viele Bewerber. Ihr potenzieller Arbeitgeber hat wie der Trainer einer Profimannschaft viele Optionen. Sie sollten ihn davon überzeugen, dass Sie dem Team schnell weiterhelfen können – so wie es Joshua Kimmich bei Bayern-Trainer Pep Guardiola geschafft hat

Viel Glück bei Ihrer Bewerbung fürs Sport Business!

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ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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