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 Wandern: Die fünf schönsten Ziele für Familien in Berlin
Outdoor | 17.05.2016

Die Top 5 Wanderziele für Familien in Berlin

Wandern: Die fünf schönsten Ziele für Familien in Berlin

Wandern: Die fünf schönsten Ziele für Familien in Berlin. Viel zu entdecken – Wandern mit Kindern in Berlin (Quelle: Thinkstock )
Viel zu entdecken – Wandern mit Kindern in Berlin
Bild: Thinkstock
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In Berlin mit Kind und Kegel auf Wanderschaft gehen? Kein Problem, die pulsierende Metropole bietet Abenteuer und viel Grün –immer mit einem Spielplatz in der Nähe. Diese Touren sind auch für die Eltern ein Erlebnis: Sie können die Hauptstadt mit Kinderaugen entdecken.

Wandern für Spaß und Gesundheit – im Regierungsviertel

Berlin als Zentrum der Macht ist schon für Kinder interessant – die abwechslungsreiche Tour über etwa viereinhalb Kilometer ist leicht zu bewältigen und bietet genug Abwechslung. Los geht die Wanderung an den großen Wippen auf der Wiese nahe dem Potsdamer Platz, dann durch die Arkaden am Potsdamer Platz in Richtung Bahnhof, wo Mauerreste und die erste Ampel der Stadt von 1924 zu bestaunen sind. Für den perfekten Überblick können das Panoramacafe und die Sonnenterasse im 24. und 25. Stock des Kollhoff Towers sorgen.


Weiter geht es vorbei am Stelenfeld, dem Denkmal für die ermordeten Juden, in Richtung US-Botschaft, durch das Brandenburger Tor und über den Pariser Platz. Danach führt der Weg gen Wilhelmstraße und Spreeufer schließlich zum Reichstag. Das Gebäude mit der gläsernen Kuppel fasziniert schon die Kleinsten – die anschließend eine Auszeit im nahen Tiergarten bekommen. Etwas abseits vom Großstadtverkehr ist Gelegenheit zum Toben oder für eine Rast am Goldfischteich.

Nächstes Ziel ist – vorbei am Skulpturengarten – das Bundeskanzleramt. Nachdem jeder den Arbeitsort der Bundeskanzlerin bestaunt hat, geht es durch die Otto-von-Bismarck-Allee und den Spreebogenpark zum Ziel der Stadt-Wanderung, dem imposanten Hauptbahnhof.

Wandern für Spaß und Gesundheit – um den Schlachtensee

Um den Schlachtensee im Südwesten von Berlin führt ein etwa fünfeinhalb Kilometer langer und durchweg breiter Uferweg, der im Sommer einfach Spaß macht. Auf Schritt und Tritt gibt es hier verlockende Badestellen. Gleich am S-Bahnhof lädt der „Paul-Ernst-Park“ dazu ein, es sich auf den Liegewiesen gemütlich zu machen. Sie erstrecken sich bis zum Ufer und bieten auch in der kälteren Jahreszeit Gelegenheit zum Spielen und Rasten. Oder wie wäre es mit Wasser-Wandern? An der Ostseite des Sees gibt es einen Bootsverleih, der Ruderboote zur Verfügung stellt. Wer im Winter hier ist, kann den Rundweg verlassen, um sich Schlittschuhe anzuschnallen und aufs Eis zu gehen – da sind die Kleinen häufig sicherer unterwegs als der Papa.

Wandern macht hungrig, und am nordöstlichen Ufer lädt auch das urige Gasthaus „Fischerhütte“ zum Schmausen ein. Der Biergarten mit herrlichem Seeblick hat nicht nur in der Badesaison geöffnet und bietet zusätzlich einen kleinen Kinderspielplatz. Wer bei der Einkehr richtig auf den Geschmack gekommen ist: In direkter Nachbarschaft liegt der etwas kleinere See „Krumme Lanke“, der einen zweieinhalb Kilometer Uferweg und ebenfalls viele lauschige Badestellen zu bieten hat

Wandern für Spaß und Gesundheit – im Wuhletal

Man glaubt es kaum, aber mitten im Neubaubezirk Hellersdorf lassen sich grüne Oasen finden, wie etwa der – insgesamt gut 15 Kilometer lange – Wuhletal-Wanderweg. Auf diesem idyllischen Pfad kann man von S-Bahnhof Ahrensfelde bis zum S-Bahnhof Köpenick wandern. Natürlich lassen je nach Alter und Wander-Lust der Sprösslinge Etappen auswählen – kein Problem dank der guten Berliner Infrastruktur.

Der Wanderweg schlängelt sich entlang der Wuhle, eines Spree-Nebenflüsschens. Start ist im Eichepark. Weiter geht es vorbei an den sogenannten Ahrensfelder Bergen Kienberg und Biesdorfer Höhe – Anlass für eine Etappe Bergsport made in Berlin – über die Schmetterlingswiesen in Biesdorf zunächst zum Wuhlesee. Überall unterwegs können die Kinder interessante Beobachtungen in Flora und Fauna machen. Vielleicht passt ja eine Becherlupe mit ins Gepäck.


Es fehlt nicht an Gelegenheiten für Unterbrechungen der Tour – sei es zum Rasten, zum Erklimmen einer Aussichtsplattform oder dem Abstecher auf einen nahen Spielplatz. Am Weg liegen auch der Wiesenpark – mit den Spielplätzen „Wiesentraum und „Blauer Wuhl“ – sowie der Erholungspark Marzahn mit den „Gärten der Welt“.

Hörspiel-Wandern

Kiez-Erkundung für Familien anhand eines Hörspiels zum Mitlaufen – originelle Wander-Idee von „stadt im ohr“, gerichtet an alle ab einem Alter von neun Jahren. Mit Audioguide und Kopfhörern kann die besondere Wander-Tour losgehen. Zur Auswahl steht „Der Kater vom Helmholtzplatz“ – hier wird am „MachMit! Museum“ im Prenzlauer Berg gestartet und es geht Richtung Helmholtzplatz, wobei unterschiedliche Menschen dem aus Südafrika nach Berlin gekommenen Kater Socks von ihrem spannenden Leben im Kiez erzählen. Die Reise in die Vergangenheit dauert etwa eine Stunde – die Ausleihstation für das Hörspiel ist im Museum.

Die Gegend rund um die Oberbaumbrücke nimmt das Hörspiel „Zwischen den Welten“ näher unter die Lupe, Spielzeit etwa 45 Minuten. Es ist die märchenhafte Geschichte des Drachen Dschali, der sich hier in Friedrichshain-Kreuzberg auf eine Zeitreise begibt. Dieses Hörspiel kann im Café San Remo Upflamör in der Flackensteinstraße ausgeliehen werden.

Wandern für Spaß und Gesundheit – über die Pfaueninsel

Die prächtig gefiederten Pfauen sind ein Hingucker für Groß und Klein – ihrer unüberhörbaren Anwesenheit verdankt die Pfaueninsel in der Havel den Namen. Vom S-Bahnhof Wannsee führt die Buslinie 218 zum Fähranleger, schon die kurze Überfahrt zur Insel ist für Kinder ein kleines Abenteuer.

Vorbei am Fährhaus führt die etwa vier Kilometer lange Tour auf guten Wegen und mit wenigen Steigungen über die Insel. Wer Bergsport sucht, ist hier falsch, stattdessen gibt es Wald und Wiesen zum Austoben, alte Bäume spenden Schatten, verwunschene Gärten und Havelblicke steigern noch die märchenhafte Aura der Insel. Die Gebäude der Pfaueninsel – Meierei und Luisentempel, Kavalierhaus und das weiße Schloss mit den beiden durch eine Brücke verbundenen Türmen, entführen in vergangene Zeiten.

Es lohnt, wenigstens einen halben Tag auf der Insel zu verbringen. Überall laden beim Wandern Bänke zur Rast, auf der großen Wiese gibt es genug Auslauf, Baumstämme zum Balancieren und sogar einen Kiosk, der den kleinen Hunger vertreibt. Noch schöner ist ein Picknick unter den alten Bäumen. Die Eltern können dazu von der Geschichte der Pfaueninsel berichten, wo im 19. Jahrhundert viele wilde Tiere gehalten und in großen Gewächshäusern kostbare Pflanzen gezüchtet wurden. Heutzutage bekommen die Pfauen in der wärmeren Zeit Gesellschaft von Wasserbüffeln, die die Feuchtwiesen abgrasen.      

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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