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 Reizvolle Fahrrad-Touren durch Sachsen-Anhalt
Outdoor | 29.04.2016

Die schönsten Fahrrad-Touren in Sachsen-Anhalt

Reizvolle Fahrrad-Touren durch Sachsen-Anhalt

Reizvolle Fahrrad-Touren durch Sachsen-Anhalt  . Mit dem Bike zwischen Giganten – Touren in Sachsen-Anhalt (Quelle: Thinkstock )
Mit dem Bike zwischen Giganten – Touren in Sachsen-Anhalt
Bild: Thinkstock
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Sachsen-Anhalt ist für das Biken eine perfekte Adresse. 5.000 Kilometer ausgebaute Radwege führen durch die flache Altmark, über die Steigungen des Harzes, entlang von ausgedehnten Flusslandschaften, an Seen und Weinbergen vorbei. Drei Routen sollen Lust auf mehr machen – und der Gesundheit und Fitness zu Gute kommen.

Radeln für Fitness und Gesundheit: Mit dem Bike auf dem Himmelsscheiben-Radweg

Historisch spannend und eine wirklich „himmlische“ Tour: 73 Kilometer lang ist der Himmelsscheiben-Radweg. Er führt vom Fundort der etwa 4.000 Jahre alten Bronzescheibe am Mittelberg von Wangen – einem Ortsteil von Nebra – nach Halle. Im dortigen Landesmuseum für Vorgeschichte wird das Artefakt – eine fast runde Platte von etwas mehr als 30 Zentimetern Durchmesser mit astronomischen Darstellungen – seit 2002 aufbewahrt.
Unterwegs laden Gasthöfe und Raststätten zu kulinarischen Unterbrechungen der Tour ein, die auch mit der Himmelsscheibe beschildert ist.


Am Ausgangspunkt der mittelschweren Strecke lohnt das multimediale Besucherzentrum „Arche Nebra“ einen Besuch. Durch den Ziegelrodaer Forst und über Orte wie Querfurt, Obhausen, Kuckenburg, Esperstedt, Schraplau sowie Röblingen, Aseleben und Seeburg im Seegebiet Mansfelder Land führt die Tour schließlich auf dem letzten Stück entlang des Radwegs Saale-Harz nach Halle.

Radeln für Fitness und Gesundheit: Mit dem Bike auf dem Kohle-Dampf-Licht-Radweg

Einstige Industriestandorte lassen den Radfahrer den vielgenutzten Begriff Strukturwandel hautnah erleben: Die Kohle-Dampf-Licht-Tour geht durch ehemalige Braunkohlereviere und andere wichtige historische Industriestandorte der Region. Die ungewöhnliche Fahrt startet in der Lutherstadt Wittenberg an der Priesteritzer Werksiedlung aus dem frühen 20. Jahrhundert und führt zuerst zum Kraftwerk Vockerode, das bis 1994 aktiv war und heute ein Industriedenkmal ist. Vorbei am Bergwitzsee, einer ehemaligen Tagebaugrube, wo jetzt ein Camping- und Wassersportpark Naturfreunde und Sportler anzieht, geht es Richtung Ferropolis, der „Stadt aus Eisen“. Riesige Braunkohlebagger stehen als Giganten aus Stahl für eine Industrieepoche der Vergangenheit – seit 2000 lockt die Ferropolis-Arena auch Weltstars nach Sachsen-Anhalt. Vielleicht ist es eine gute Idee, hier in der Orangerie einzukehren und das morbide-futuristische Ambiente auf sich wirken zu lassen.

Auf der Tour mit dem Bike folgen das denkmalgeschützte Kraftwert Zschornewitz mit seiner Wohnsiedlung und der Muldestausee – seit 1975 füllt die Mulde das ehemalige Kohleflöz. Er ist zum artenreichen Naturparadies für Tiere geworden und ein guter Picknick-Ort.

Kurz vor Bitterfeld führt der Weg durch den Landschaftspark Goitzsche und vorbei am Wasserzentrum Bitterfeld. Das einstige Wasserwerk ist nun ein „Industriemuseum zum Anfassen“. Kaum bekannt ist, dass in Bitterfeld bis 1992 Bernstein gefördert wurde – unter der Kohle gab es die einzige nennenswerte deutsche Quelle. Bei Interesse gibt das Kreismuseum der Stadt Aufschluss. Filmfreunden sei ein kurzer Abstecher nach Wolfen empfohlen, das vielen als Wiege des modernen Farbfilms gilt.


Die Bike-Tour auf den Spuren mitteldeutscher Industriekultur endet – über Delitzsch und Leipzig – in Markleeberg in Sachsen und ist in beiden Bundesländern insgesamt etwa 120 Kilometer lang.

Radeln für Fitness und Gesundheit: Mit dem Bike auf der Gartenreich-Tour

Ein ideales Zusammenspiel von natürlicher Landschaft, Parkanlagen und Architektur: Auf etwa 60 Kilometern führt die Bike-Tour durch das Dessau-Wörlitzer Gartenreich, auf den Spuren von Leopold III. Friedrich Franz Fürst von Anhalt, der ab 1758 die Region regierte. Der Fürst, Namensgeber des Radweges, hatte großen Anteil an der Errichtung des faszinierenden Gartenreichs Dessau-Wörlitz, das heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Anfangspunkt der Tour sind Dessau-Großkühnau und der Kühnauer Park nebst Weinbergschlösschen. Dann geht es Richtung Schloss und Park Georgium. Im Schloss ist die Anhaltische Gemäldegalerie untergebracht.

Nächste Stationen auf der Tour sind Schloss und Park Luisium, ehemaliger Landsitz der Fürstin Louise von Anhalt-Dessau. Weiter geht es zunächst durch den Sieglitzer Park und dann durch Vockerode entlang der Elbe zu den Gartenanlagen von Wörlitz. Hier bieten sich wiederholt die Gelegenheiten, das Bike abzustellen und etwa Schloss Wörlitz, das Gotische Haus oder die Villa Hamilton zu besuchen. Übrigens werden in den Wörlitzer Anlagen auch diverse Gondelfahrten offeriert – mit oder ohne Bewirtung an Bord.

Nun folgt Oranienbaum mit fünfstöckiger Pagode und barocker Stadtanlage, dann führt die Route durch das Biosphärenreservat Mittelelbe mit Biberfreianlage und vorbei am Mildensee, durch die Muldeauen und die Mosigkauer Heide Richtung Schloss und Park Mosigkau. Das Ende der Fahrt ist in Coswig.  

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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