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 Mit dem Bike unterwegs: Tourenvorschläge für Hamburg
Outdoor | 27.04.2016

Die schönsten Fahrrad-Touren in Hamburg

Mit dem Bike unterwegs: Tourenvorschläge für Hamburg

Mit dem Bike unterwegs: Tourenvorschläge für Hamburg . Mit dem Bike auf Tour – Seitenblick in der Hamburger Speicherstadt  (Quelle: Thinkstock )
Mit dem Bike auf Tour – Seitenblick in der Hamburger Speicherstadt
Bild: Thinkstock
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Hamburg verfügt über ein weit verzweigtes Netz an Radwegen, auf denen man die reizvolle Landschaft an Elbe und Alster erkunden kann. Per Bike lässt sich die Hafen-Metropole zwischen idyllischer Natur und Großstadt-Dschungel völlig neu erleben – auch der Gesundheit zuliebe.

Für Fitness und Gesundheit – mit dem Bike von Wedel nach Haseldorf

Die etwa 30 Kilometer lange Fahrradwanderung hat ihren Ausgangspunkt am S-Bahnhof Wedel in Hamburgs Westen – Endstation der Linie 1. Zuerst geht es bergab zum nahegelegenen „Willkomm-Höft“ an der Elbe. Hier, am Schulauer Fährhaus, werden seit 1952 alle in den Hamburger Hafen einlaufenden Schiffe begrüßt beziehungsweise in der Gegenrichtung wieder verabschiedet.


Weiter geht die Bike-Route an der Elbe entlang, wahlweise auf dem Binnen- oder dem Außendeich, je nachdem, ob man sich eher am Elb-Blick oder an der Weidelandschaft erfreuen möchte. Vorsicht: Freilaufende Schafe könnten die Geschicklichkeit herausfordern.

An der Haseldorfer Binnenelbe beendet das Sperrwerk die Fahrt am Elbufer, wenn man auf dem äußeren Deich unterwegs ist. Das nächste Ziel ist Scholenfleth, danach geht es entlang der Deichreihe nach Haseldorf. Die spätromanische Backsteinkirche St. Gabriel ist ebenso wie das Elbmarschenhaus – Sitz des regionalen Naturschutzbundes mit einer informativen Ausstellung – den Besuch wert.

Ein gelungener Abschluss der Tour per Bike könnte die Einkehr im traditionsreichen „Haseldorfer Hof“ sein. Der Gasthof ist auch wegen seiner schönen Lage gegenüber von Schloss und romantischem Schlosspark eine gute Wahl.

Für Fitness und Gesundheit – mit dem Bike durch Hamburgs „Gemüsegarten“

Die Tour durch die Vier- und Marschlande – dem traditionellen Anbaugebiet von Obst, Gemüse und Blumen – beginnt am südöstlich gelegenen S-Bahnhof Billwerder-Moosfleet. Sie ist ungefähr 45 Kilometer lang.

Zwischen den Hamburg-Bergedorfer Stadtteilen Tatenberg und Fünfhausen folgt die Fahrt dem Damm der ehemaligen Marschenbahn, der heute ausschließlich Radfahrern und Fußgängern offen steht. Die Landschaft wird von Ackerflächen und Wiesen mit Entwässerungsgräben bestimmt. Auf Deichstraßen schlängelt sich die Strecke vorbei am Fähranleger Zollenspieker – einer Autofähre über die Elbe – in Richtung Hohendeicher See.
Anschließend nutzt die Tour eine Weile den insgesamt 1.000 Kilometer langen Elbe-Radweg. Ein Wirtschaftsweg führt direkt am Fluss entlang zum Hohendeicher See. Hier ist Gelegenheit für eine ausgiebige Rast mit Picknick und, wenn das Wetter mitmacht, auch zum Baden. Gestärkt und erholt kann dann der Rückweg angetreten werden.

Tipp: Am Zollenspieker Fähranleger kann man das Bike kurz abstellen und im Restaurant Fährhaus fürstlich tafeln – es liegt nach eigenen Angaben am südlichsten Punkt Hamburgs. Besonders bemerkenswert ist das originalgetreue restaurierte Pegelhäuschen direkt über der Elbe, in dem das „kleinste Restaurant der Welt“ maximal vier Personen zum Menü einlädt.


Für Fitness und Gesundheit – mit dem Bike den Hafen entdecken

Der Radweg von der Hafencity nach Wilhelmsburg ist rund 25 Kilometer lang. Ausgangspunkt ist die Brücke am Kaiserkai mit Blick auf den Traditionshafen am Sandtor. Die Route führt über die Dalmannkaipromenade, an dessen Spitze die Elbphilharmonie thront, und via Überseeallee zur Versmannstraße. Über die Freihafen-Elbbrücke – mit beeindruckendem Blick auf die Skyline der Stadt – geht es weiter auf die Elbinsel Veddel. Hier ist eine Unterbrechung der Fahrt möglich, um die „BallinStadt“ zu besuchen, Hamburgs Auswanderermuseum. In drei rekonstruierten Hallen wird dem Besucher das Schicksal der mehr als fünf Millionen Menschen vor Augen geführt, die aus der Hansestadt in die Neue Welt aufbrachen.

Mit dem Bike geht es weiter über die Harburger Chaussee und die Georg-Wilhelm-Straße gen Wilhelmsburg. Am Vogelhüttendeich umfängt den Radler eine grüne Idylle mit der Gelegenheit, eine Pause am Ernst-August-Kanal einzulegen. Dank Anleger mit Biergarten und Bootsverleih könnte man hier auch kurzzeitig vom Bike aufs Kanu umsteigen.

Die Tour führt weiter durch Kleingärten nahe der Wilhelmsburger Reichsstraße entlang und anschließend auf einem Wander- und Radweg zur Mengestraße. Nach etwa einem Kilometer taucht die Kuppel des Wilhelmsburger Wasserturms auf. 1911 ist das Backsteinbauwerk entstanden. Der Turm gehört heute der katholischen Bonifaziusgemeinde, deren Kirche in direkter Nachbarschaft liegt.

Jetzt führt der Weg weiter über die Vering- und Neuhöfer Straße, wo ein Halt am Energiebunker, einem ehemaligen Flakturm, mit Ausstellung und Café lohnt. Von der Aussichtsterrasse hat man einen imposanten Blick über den Hafen. Dann geht es über die Reiherstiegbrücke direkt ins Industriehafengelände. Die Kattwykbrücke – eine Hubbrücke – ist die Verbindung in Richtung Moorburg und Altenwerder. Der Blick auf die Hafenanlagen und den Schiffsverkehr ist eindrucksvoll.

Das Dörfchen Moorburg lässt mit seinen alten Fachwerkhäusern die Hafennähe fast vergessen. Spätestens 2035 soll die Idylle jedoch dem Containerhafen weichen.

Altenwerder – einst ein Fischerdorf – ist schon heute ein Containerterminal. Der gut ausgebaute Radweg hinter der Kattwykbrücke geht daran vorbei und geleitet zur St. Gertrud-Kirche mit Friedhof – einziges Überbleibsel des Dorfes. Zwischen Autobahn A7 und Hafen führt die Strecke weiter – zuletzt auf dem Aue-Hauptdeich – nach Finkenwerder und weiter zum Fähranleger und damit ans Ziel der Tour.

Von hier geht es mit der Fähre retour zu den Landungsbrücken – Elbstrand- und Werftblick inklusive. 

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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