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 Mit dem Bike durch Mecklenburg-Vorpommern: Tourenvorschläge
Outdoor | 27.04.2016

Die schönsten Fahrrad-Touren in Mecklenburg-Vorpommern

Mit dem Bike durch Mecklenburg-Vorpommern: Tourenvorschläge

Mit dem Bike durch Mecklenburg-Vorpommern: Tourenvorschläge . Mit dem Rad direkt an den Strand – in Mecklenburg-Vorpommern  (Quelle: Thinkstock )
Mit dem Rad direkt an den Strand – in Mecklenburg-Vorpommern
Bild: Thinkstock
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Ein weitverzweigtes Streckennetz, unberührte Natur, Seen, Flüsse und das Meer: In Mecklenburg-Vorpommern gibt es alles, was das Herz naturverbundener Biker höher schlagen lässt. Hier die Vorschläge für vier lohnende Touren.

Kultur und Fitness: Per Bike über den Feininger-Radweg auf Usedom

Der Maler Lyonel Feininger liebte das Fahrradfahren auf Usedom. Seit 2009 gibt es den mit weiß-blauen Schildern markierten Weg, auf dem sich per Bike nachvollziehen lässt, was den Deutsch-Amerikaner Feininger einst so fasziniert hat. Alle Orte, die er in seinen „Natur-Notizen“ festgehalten hat, sind mit Bronzeplatten gekennzeichnet. So wird die 56 Kilometer lange Fitness-Tour mit ihren 80 künstlerischen Motiven zugleich zum Kunstgenuss.


Feininger, der seine Karriere als Karikaturist gestartet hatte, war ein passionierter Radfahrer und immer auf dem neuesten Rennrad-Modell unterwegs. Er soll tausende Kilometer im Jahr gefahren sein. Im Mai 1908 entdeckte er Usedom für sich, 13 Jahre lang kam er immer wieder zu Insel-Erkundungen zurück. Die unterwegs entstandenen Skizzen wurden später oft zu Gemälden.

Der Radweg beginnt am Wasserschloss in Mellenthin und führt entlang des Balmer Sees weiter über Neppermin und Benz – Kirchturm und Windmühle sollten Feininger noch in New York in den 1950ern beschäftigen. Weiter durch Bansin, Heringsdorf – die Villa Oppenheim und der Heringsdorfer Bahnhof kehren als Motive in seinen Werken mehrmals wieder – und Ahlbeck nach Swinemünde. Danach verläuft die Tour über Zirchow, Korswandt, Gothen und Neuhof – hier inspirierte den Maler eine Eisenbahnbrücke über den Sackkanal – zurück nach Mellenthin.

Die sogenannten Kaiserbäder Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck mit ihren Seebrücken, an denen Feininger auch Strandszenen in der typischen Badekleidung seiner Zeit festhielt, eignen sich bestens für eine Rast vom Bike, vielleicht verbunden mit einem Sprung in die Wellen. Oder Sie unterbrechen die Tour im Achterland, an der historischen Kirche in Benz, die als kulturelles Zentrum der Insel gilt. Hier präsentiert das Kunst-Kabinett sehenswerte Arbeiten nicht nur von Feininger, und das Restaurant „Schwalbennest“ bietet mit Hausmannskost eine gute Gelegenheit, neue Kraft zu tanken.

Havelquellseen-Rundkurs mit dem Bike

Die reizvolle 60 Kilometer lange Rundfahrt mit Start und Ziel in Neustrelitz ist eine Tagestour, die etwas Fitness erfordert. Es geht durch weitgehend unberührte Natur – immer wieder bietet sich die Gelegenheit, an einem der Seen zu verschnaufen und das Picknick auszupacken.

Von Neustrelitz folgt die Stecke dem Zierker See zunächst nach Groß Quassow und weiter in Richtung Kakeldütt und Babke, zwischen dem Useriner und Großen Labussee hindurch vorbei am Krummen See und am Jäthensee. Besonders interessant: In Zwenzow, kurz hinter dem Useriner See, befindet sich die mit 80 Metern längste Schleuse der Mecklenburgischen Seenplatte. 


Vorbei an vielen kleineren und dem größeren Käbelicksee geht es hinter Babke Kratzeburg entgegen. Anschließend führt die Tour auf dem Bike durch Hohenzieritz, mit einem Schloss aus dem 18. Jahrhundert, dann schließt sich der Bogen mit der Rückkehr nach Neustrelitz. 

Mit dem Bike durch die Landeshauptstadt – der Schwerin-Rundweg

Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt Schwerin mit ihrem imposanten Schloss ist Ausgangspunkt für eine etwa 35 Kilometer lange Tour, die im historischen Schlossgarten beginnt. Vielleicht ist der Startpunkt zugleich ein willkommener Anlass, vor dem Start mit dem Bike die royalen Räumlichkeiten und den sehenswerten Park kennenzulernen.

Am Ufer des Sees entlang führt der sogenannte Franzosenweg zunächst zum Strandbad Zippendorf – Gelegenheit für einen Halt am breiten Sandstrand. Das flache Ufer ist auch für Kinder zum Planschen gut geeignet. Wer mag und ein guter Schwimmer ist, kann die kleinen unter Naturschutz stehenden Inseln erkunden. Weiter geht die Route über Mueß – allen Liebhaber von Gefrorenem sei ein Zwischenstopp in der Eis-Manufaktur empfohlen, für viele das beste Eis der Landeshauptstadt – und dann am Störkanal weg vom Schweriner See nach Banzkow. Hier lädt die Pony-Bar zu Kaffe und Eis mit Blick auf die Schleuse.
Anschließend führt der Weg auf dem Bike über Plate und Consrade wiederum nach Mueß und schließlich – anders als auf dem Hinweg – am Westufer des Faulen Sees durch den Stadtteil Großer Dreesch zurück in den barocken Schlossgarten auf der Schlossinsel.

Ob zu Fuß oder mit dem Bike – die Steilküsten-Tour lohnt

Diese Bike-Tour bietet möglicherweise eine willkommene Abwechslung vom Liegen am Strand – auf etwa 25 Kilometern führt sie entlang des Steilufers, die Ostsee fast immer im Blick, von Rostock-Warnemünde in das Ostseebad Kühlungsborn. Stationen auf der Tour durch den Küstenwald sind zunächst Diedrichshagen, dann Nienhagen-Heiligendamm und schließlich der Yachthafen von Kühlungsborn. Es fehlt nicht an Rast-Möglichkeiten auf den vielen Bänken am Steilküstenweg. Und wer – gewissermaßen bevor es richtig losgeht – die Stimmung und den Blick zunächst bei einem Imbiss genießen möchte, kann sich auf der Terrasse des Restaurants „Wilhelmshöhe“ kurz hinter Warnemünde auf die Tour einstimmen.

Unser Tipp: Nehmen Sie anschließend den „Molli“, die historische Schmalspur-Bäderbahn nach Bad Doberan und schauen sich dort das mittelalterliche Münster an – es lohnt sich! 

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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