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 Die Qual der Wahl – mit dem Bike in Bayern unterwegs
Outdoor | 21.04.2016

Die schönsten Fahrrad-Touren in Bayern

Die Qual der Wahl – mit dem Bike in Bayern unterwegs

Die Qual der Wahl – mit dem Bike in Bayern unterwegs. Genussradeln bei Pappenheim an der Altmühl (Quelle: Karl Lüdecke)
Genussradeln bei Pappenheim an der Altmühl
Bild: Karl Lüdecke
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Mit dem Bike durch Bayern, das heißt Aktivurlaub in einer Bilderbuchlandschaft. Mehr als 25.000 Kilometer an Radwegen wurden speziell für den Radtourismus präpariert, so hat man die Qual der Wahl. Bei der Auswahl sollten neben den landschaftlichen Reizen auch das Zeitbudget, die Jahreszeit und die eigene Kondition eine Rolle spielen.

Auf dem Bike lässt sich Landschaft anders erleben. Sie zieht nicht als Kulisse vorbei, wie bei Tempo 100 im Auto, Zug oder Bus. Als Radfahrer ist man mittendrin und fühlt sich gerade auf einsamen Streckenabschnitten oder im Morgennebel, der aus den Wiesen steigt, als Teil der Natur. Ob Sport- oder Genussradler, jede Strecke hat ihren Reiz. Hier sind zwei der schönsten Routen im Freistaat.


Für Fitness und Gesundheit – auf dem Altmühlradweg

Zwischen der Quelle der Altmühl bei Rothenburg ob der Tauber und der Donau-Mündung bei Kelheim warten rund 230 Kilometer liebliche Auenlandschaft, Wiesen und Wälder, zwischen denen immer wieder mittelalterliche Städtchen zur Rast verführen. Höhenunterschiede gibt es hier im Grunde nicht, die rund einwöchige Tour ist daher ideal für weniger trainierte Fahrer und Familien geeignet. Wer sich im Herbst noch in den Sattel traut, hat die Landschaft fast für sich und bei Restaurants und Pensionen die freie Wahl. Im Sommer ist schon mehr Planung gefragt, dann sind Reservierungen empfohlen. Ein Plätzchen für die Nacht findet sich zur Not jedoch immer, denn die Infrastruktur stimmt und die bayerische Gastfreundschaft erledigt den Rest. Im Altmühltal ist man auf Radfreunde eingestellt, die hier nicht nur für Fitness und Gesundheit, sondern auch aus purem Genuss in die Pedale treten.

Für viele, die hier mit dem Bike unterwegs sind, dürften die Störche und Vogelschwärme, die Rehe am Waldrand, die großen Haufen an Zuckerrüben am Feldrain und das ruhig dahinfließende Wasser der Altmühl schon genug an Attraktion sein. Dennoch radelt man hier durch eine der reichsten Kulturlandschaften Deutschlands, einst schon von den Römern besiedelt, und wird sich immer wieder von den Sehenswürdigkeiten zur Rast verführen lassen. Allein das mittelalterliche Rothenburg ist eine eigene Reise wert, die jedes Jahr tausende Besucher aus aller Welt antreten.

Auf der Strecke passiert man die Bischofsstadt Eichstätt mit der Willibaldsburg, Burg Colmberg und Europas längste Holzbrücke bei Esslingen. Es warten die „12 Apostel“, mächtige Felsen aus Dolomit, und in Pappenheim kann man sich erklären lassen, woher der Spruch „Ich kenne meine Pappenheimer“ denn nun wirklich kommt. Mit dem Bike auf dem Altmühlradweg – das ist Genussradeln in seiner schönsten Form.


Für Fitness und Gesundheit – Bike-Tour im Bayerischen Wald

Vergleicht man das Streckenprofil des Altmühl-Radweges mit der Tagestour im Bayerischen Wald von Grafenau nach Großarmschlag und von hier über Grafenhütt an den Ausgangspunkt zurück, so tritt eine Linie gegen ein Zacken-Monster in Konkurrenz. Die Fitness sollte also stimmen, wenn man sich hier auf den Weg machen will, der mit gut 42 Kilometern in etwa der Marathondistanz entspricht. Eine gute Gesundheit vorausgesetzt, sollte man in rund fünf Stunden am Ziel sein, mit einigen hundert Höhenmetern in den Beinen. Auch das Bike sollte solide gebaut sein, denn neben rasanten Abfahrten und steilen Aufstiegen gilt es den Wechsel zwischen unbefestigten Wegen, Asphalt und Schotterpisten zu verkraften.

Los geht’s mit der Bike-Tour in Grafenau, dann zunächst immer die Kleine Ohe entlang, über Himmelreich und Großarmschlag bis zum Stausee. Spätestens hier ist Schluss mit dem moderaten Auf und Ab. Bei Pronfelden wird auf unbefestigten Wegen der mit gut 760 Metern höchste Punkt der Strecke erreicht, bevor es hinter Grafenhütt wieder auf 460 Meter hinuntergeht. Die härteste Steigung steht dem Biker zu diesem Zeitpunkt allerdings noch bevor, denn nach dem Haftmannsreiter Stausee warten drei Kilometer steiler Anstieg, belohnt mit wundervollem Ausblick über das Deggendorfer Land. Von hier sind es nur noch wenige Kilometer bis zum Ausgangspunkt. Routen mit dem Bike gibt es in der Region für viele Tage. Das Bleiben lohnt und in Sachen Fitness wird Ihnen nach einer Urlaubswoche mit dem Bike so schnell niemand mehr etwas vormachen
 

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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