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 Stark und beweglich im Alter – Krafttraining für Senioren
Fitness | 14.04.2016

Krafttraining für Senioren

Stark und beweglich im Alter – Krafttraining für Senioren

Stark und beweglich im Alter – Krafttraining für Senioren. Selbständig im Alter – Krafttraining als Schlüssel zum Erfolg  (Quelle: Thinkstock )
Selbständig im Alter – Krafttraining als Schlüssel zum Erfolg
Bild: Thinkstock
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Fitness- und Krafttraining im fortgeschrittenen Alter sind ein Lebenselixier. Sie helfen den Senioren, ihren Alltag selbstständig zu meistern. Meist gibt es eine ordentliche Portion Lebensfreude und eine Vielzahl neuer Kontakte gleich noch mit dazu.

Hanteln stemmen und Gewichte heben trotz fortgeschrittenen Alters? Wem jetzt zunächst die Bilder der in die Jahre gekommenen Leinwandhelden wie Silvester Stallone oder Arnold Schwarzenegger in den Sinn kommen, sollte ruhig mal einen Blick in die heutigen Fitness-Studios werfen. Neben der überwiegenden Zahl an 18 - 30-jährigen Sportlern, sind es nämlich vor allem Senioren, die regelmäßig an Hantelbank, Latzug und Co. ins Schwitzen kommen. Und das hat seinen Grund, denn Krafttraining ist im fortgeschrittenen Alter ein wahres Verjüngungselixier und hat zahlreiche positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Waren bei den älteren Semestern bis vor einigen Jahren noch hauptsächlich Ausdauersportarten wie Laufen oder Radfahren angesagt, ist das Training mit Gewichten inzwischen immer mehr auf dem Vormarsch.


Vorteil Nr. 1 für Fitness und Gesundheit – Haltung bewahren durch Krafttraining

Rückenschmerzen, Nackenziehen und Knieprobleme: Die Liste der möglichen Beschwerden im Alter ließe sich lange fortführen. Ursache dafür ist, neben akuten Verletzungen, in der Regel der altersbedingte Verschleiß an Knochen, Gelenken und Bändern. Doch warum macht sich dieser Verschleiß fast immer erst im Alter bemerkbar, wo die intensiven körperlichen Aktivitäten meist schon Jahrzehnte zurückliegen? Es ist die Muskulatur, die gerade durch die mangelnde Aktivität im fortgeschrittenen Alter zunehmend atrophiert. Eine der wichtigsten Funktionen unserer Muskeln ist es, den passiven Bewegungsapparat, insbesondere Knochen und Gelenke, zu stabilisieren und vor äußerer Gewalteinwirkung, wie zum Beispiel Stürzen, effektiv zu schützen. Wer in jungen Jahren auf den Hosenboden fällt, kommt in der Regel mit ein paar blaue Flecken davon – im Alter kann dagegen schon ein kleiner Sturz Knochenbrüche und andere Verletzungen mit sich bringen. Der Grund: Fehlende Muskulatur. Die Lösung: Muskulatur aufbauen und den Körper schützen. Ganz nebenbei kann mit Krafttraining auch Haltungsschäden entgegengewirkt werden.

Vorteil Nr.2 – Fitness und Krafttraining für die Gesundheit

Ob Diabetes, Übergewicht oder fortgeschrittene Adipositas – wenn der Stoffwechsel im Alter nicht mehr mitspielt, sind Krankheiten vorprogrammiert. Dabei ist es häufig nicht die Ernährung allein, die dafür verantwortlich ist, dass Hormonstatus und Verdauungsenzyme durcheinander geraten. Zwar werden in der Regel mehr Kalorien konsumiert, als der Körper tatsächlich benötigt. Dennoch sind die meisten Erkrankungen vor allem auf mangelnde Bewegung und fehlende Muskulatur zurückzuführen. Aus Scham, Unbeweglichkeit oder Angst vor Verletzungen entsteht häufig ein echter Teufelskreis, der teilweise zur völligen Bewegungsverweigerung und damit zu immer größeren Beschwerden führt. Wer seine Muskeln auch im Alter noch trainiert, hat durch die zusätzliche Muskelmasse einen höheren Grundumsatz und kann folglich öfter mal Naschen. Er hält auch Stoffwechsel und Hormonstatus in Form, gute Voraussetzungen, um dauerhaft schlank zu bleiben.


Vorteil Nr.3 für Fitness und Gesundheit – Koordination, Beweglichkeit und Kraft

Wasserkisten schleppen, Treppen steigen oder Gehen auf Glatteis – im Alter können selbst einfache Tätigkeiten zu einer echten Herausforderung werden. Eine gut ausgeprägte Muskulatur schützt zwar vor Bandscheibenschäden oder Stürzen – viel besser ist jedoch, gar nicht erst in brenzlige Situationen zu kommen. Neben einer guten Fitness ist es deshalb wichtig, auch Koordination, Beweglichkeit und Propriozeption, also die körpereigene Wahrnehmung zu trainieren. Wer beispielsweise in sein wöchentliches Krafttrainings-Programm Übungen wie Kniebeugen auf dem Wackelbrett, das Stehen auf einem Bein oder Übungen mit dem Gymnastikball integriert, bleibt reaktionsschnell und beweglich und kann dadurch potentielle Gefahrenquellen ausmerzen. Zudem fallen die alltäglichen Belastungen durch das regelmäßige Krafttraining wesentlich leichter – wer beispielsweise Rumpf und Rückenstrecker gut trainiert, der bekommt auch keine Probleme mit der nächsten Wasserkiste. 

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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