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 Fit mit TRX: Die Erfolgsgeschichte des Schlingentrainers
Fitness | 12.04.2016

Unternehmensgeschichte TRX

Fit mit TRX: Die Erfolgsgeschichte des Schlingentrainers

. Transportabel, belastbar und extrem effektiv - TRX (Quelle: Thinkstock )
Transportabel, belastbar und extrem effektiv - TRX
Bild: Thinkstock
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Hanteln, Trainingsmaschinen und Gewichte? Wer sein TRX dabei hat, benötigt nichts als eine Möglichkeit zur Befestigung und das eigene Körpergewicht, schon kann das Workout losgehen. Ob Beweglichkeits- und Krafttraining oder einfach der Gesundheit zuliebe – der Schlingentrainer hat die weltweite Fitnessszene im Sturm erobert.

Workout in Schräglage – kaum ein Krafttrainings- oder Fitnessgerät konnte sich in den vergangenen Jahren so stark durchsetzen wie das TRX. Das Gurtsystem ermöglicht es den Trainierenden aus über 300 unterschiedlichen Übungen zu wählen und mit den Schlingen die Muskulatur und den Gleichgewichtssinn zu aktivieren. Aus dem Bereich des Functional Trainings ist TRX heute nicht mehr wegzudenken. Der Anspruch, die wackeligen Schlingen ständig unter Kontrolle zu halten, bereitet Nerven, Muskeln und Gelenke optimal auf die Herausforderungen des Alltags vor. Allerdings bedarf es einiger Erfahrung, das TRX sicher einzusetzen.


Außerhalb der Fitnessszene findet der Schlingentrainer zunehmend im Bereich des Reha-Sports Verwendung. Im Leistungssport hat man die Effizienz des TRX ohnehin längst erkannt und das anspruchsvolle Stabilitätstraining in das Workout-Programm der Sport Professionals integriert.

Die Entstehung des TRX – von der Physiotherapie, übers Militär zum Fitness-Boom

Dass sich das Training mit den Schlingen so in der Sport- und Gesundheits-Szene durchsetzen würde, hätte sich wohl selbst TRX-Erfinder Randy Hetrick nicht träumen lassen. Nachdem Vorläufer des Schlingentrainings während der 1980er Jahre von skandinavischen Physiotherapeuten eingesetzt worden war, gelang es dem US-Amerikaner in den 1990ern erstmals, den Schlingentrainer so zu modifizieren, dass er auch für die Masse tauglich wurde. Hetrick hatte das funktionelle Ganzkörpertraining in seiner Zeit bei einer US-amerikanischen Spezialeinheit, den Navy-Seals, kennengelernt. Um die Truppe auch während längerer Auslandseinsätze in unzugänglichen Regionen in Form zu halten, war es bei den Navy Seals üblich, einen Schlingentrainer im Gepäck zu haben. Wo an herkömmliches Trainings-Equipment wie Langhanteln und Gewichtsscheiben nicht zu denken war, konnte das kompakte Gurtsystem nämlich ohne Probleme im Rucksack mitreisen.

Vom provisorischen Heimtrainer zum Fitness-Tool für Millionen

Kompakt, praktisch und höchst effektiv – nachdem Hetrick seine 14-jährige Militärkarriere beendet hatte, suchte er zunächst nach einer Möglichkeit, sich weiterhin in Form zu halten. Da herkömmliches Krafttraining im Fitnessstudio für den Ex-Militär nicht in Frage kam, verwendete er kurzerhand einen alten Jiu-Jitsu-Gürtel und einen Türrahmen für sein Krafttraining. Auf Basis dieses Provisoriums versuchte der US-Amerikaner seinen selbst entwickelten Schlingentrainer immer weiter zu optimieren. Zahlreiche TRX-Prototypen folgten. Im Jahr 2004 war es soweit und das TRX konnte erstmal auf einer großen Fitnessmesse präsentiert werden – zunächst noch unter dem Namen „Travelfit“.


Optimal für Gesundheit – das funktionelle Krafttraining TRX

Das Produkt fand reißenden Absatz und war innerhalb kurzer Zeit komplett ausverkauft, lediglich der Name schien nicht so recht zur vorgesehenen Zielgruppe zu passen. Statt körperbewussten Weltenbummlern waren es nämlich in erster Linie Fitness-Sportler, die von dem innovativen Sportgerät begeistert waren.

Schließlich einigte man sich auf den Namen TRX – „Total Body Resistance Exercise System“ und die Erfolgsgeschichte des Schlingentrainers nahm in den USA ihren Lauf. Im Jahr 2012 wurde das TRX auch der europäischen Fitness-Szene präsentiert und konnte diese im Sturm erobern. Inzwischen werden in sämtlichen Fitness-Studios TRX-Kurse angeboten. Der Trend des Functional Trainings wurde durch das TRX nachhaltig geprägt. So konnte Hetrick mit seinem Unternehmen trotz wachsender Konkurrenz bis heute die Position des Marktführers behaupten. Seine Modellpalette hat er dabei immer weiter ausgebaut. Vom Kauf billiger Nachahmungen wird aufgrund des hohen Verletzungsrisikos beim Bruch von Karabinern oder fehlerhaften Nähten dringend abgeraten. Da auch die Gefahr von Fälschungen besteht, ist es empfehlenswert, auf das Hologramm und die korrekte Seriennummer mit 11 oder 13 Stellen zu achten. 

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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