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 Gut gewählt – das müssen Boulderschuhe können
Outdoor | 28.04.2016

Der richtige Boulderschuh

Gut gewählt – das müssen Boulderschuhe können

. Zum Bouldern braucht es fast nichts – außer den perfekten Schuh. (Quelle: Thinkstock )
Zum Bouldern braucht es fast nichts – außer den perfekten Schuh.
Bild: Thinkstock
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Für jede Sportart gibt es den idealen Schuh, aber nur selten ist der perfekte Sitz so wichtig, wie beim Klettern und Bouldern. Es geht um eine optimale Kraftübertragung und ein Maximum an Sicherheit. Wichtig sind die Sohlen, die ausreichend Reibung am Fels erzeugen müssen, um auch auf dem kleinsten Tritt sicheren Halt zu finden.

Im Wesentlichen gibt es keine Unterschiede zwischen Schuhen zum Klettern und Schuhen zum Bouldern. Allen gemeinsam sind die enge Passform und das relativ dünne Material, um das richtige Gefühl für einen sicheren Tritt zu geben. Welches Modell man wählt, hängt mit den persönlichen Boulder-Vorlieben, dem Schwierigkeitsgrad der Touren, dem eigenen Können und natürlich dem eigenen Mode-Geschmack zusammen. Immer aber gilt: Der Boulder- oder Kletterschuh ist speziell für diesen Sport konzipiert und kein um-genutzter Wanderschuh.


Modelle – auf das jeweilige Boulder-Vorhaben kommt’s an

Boulderschuhe gibt es zum Schnüren, mit Klettverschluss oder als Slipper. Sogenannte Allrounder sind für das Bouldern und Klettern in der Halle und draußen am Fels geeignet, daneben gibt es spezielle Marken für die Riss-und Reibungskletterei oder Wettkampfschuhe, die eine wesentlich größere Vorspannung haben. Diese Vorspannung ist eine eingearbeitete und versteifte Krümmung des Schuhs. Dadurch findet der Sportler beim Bouldern leichter Halt an der Wand und kann seine Kraft besser übertragen, was letztlich die Muskeln entlastet. Außerdem werden die Schuhe mit symmetrischen oder asymmetrischen Leisten hergestellt, wobei sie in der asymmetrischen Ausführung noch enger am Fuß sitzen. Das ist für erfahrene Kletter-Profis ein Plus, macht dieses Schuhwerk aber auch unbequemer.

Für Hobby-Boulderer auf einfacheren Touren empfehlen sich eher symmetrische und weiche Schuhe zum Schnüren mit geringer Vorspannung. Sie tragen sich angenehm, verlangen aber auch mehr Kraft beim präzisen Auftreten. Eine durchgängige und verhältnismäßig harte Gummisohle verspricht eine lange Lebensdauer.

Schuhwerk zum Bouldern – Beachtenswertes beim Kauf

Ein Boulderschuh muss fest sitzen. Sonst besteht die Gefahr, dass man ihn beim Bouldern verliert, zum Beispiel wenn die Füße schwitzen. Techniken wie der Heelhook, bei dem man sich mit der Ferse gewissermaßen festhakt, sind mit lockerem Schuhwerk nicht zu realisieren. 

Je nach Modell und Material kann sich der neue Schuh noch um bis zu eine Größe ausdehnen. Er darf daher zu Beginn sogar etwas drücken, damit die enge Passform auch nach der Ausdehnung noch stimmt. Boulderschuhe – die zudem häufig ohne Socken getragen werden – werden meist deutlich kleiner als übliche Straßenschuhe gekauft.

Schuhwerk zum Bouldern – testen und gut beraten lassen

Für das Bouldern empfiehlt es sich, die passenden Schuhe im Fachhandel zu probieren. Je nach Fuß- und besonders Zehenform, lässt sich so der beste Schnitt finden. Irrtümer in Sachen perfekter Größe werden mit Anprobe und Beratung ausgeschlossen. Da nicht nur die Marken, sondern auch die jeweiligen Modelle sehr unterschiedlich ausfallen können, ist der Online-Kauf immer ein gewisses Risiko. Natürlich besteht hier ein Rückgaberecht, doch lässt sich ohne direkten Vergleich nur schwer beurteilen, wann der Sitz des Schuhs tatsächlich optimal ist. Viele Käufer neigen bei einer Zusendung der Ware zu unnötigen Kompromissen – und tragen so über Jahre das falsche Schuhwerk.


Schuhwerk zum Bouldern – erst der perfekte Sitz, dann das Aussehen

Schuhe zum Bouldern gibt es speziell für Kinderfüße, für Frauen und Männer. Ob man sich beim Obermaterial für Leder oder Synthetik entscheidet, ist Geschmackssache, ebenso steht es mit der Wahl eines Innenfutters. Für längere Boulder-Touren wird eher die Nutzung der Synthetik-Materialien empfohlen, schon weil dieses schneller trocknet

Auch die Verschlussvariante – also Klettverschluss, Schnürung oder Slipper – richtet sich nach der persönlichen Vorliebe und danach, wie das Bouldern meist abläuft. Am sichersten und festesten ist der Schnürschuh. Allerding besteht bei diesem Schuh auch der höchste Aufwand beim An- und Ausziehen. Am leichtesten ist das Rein- und Rausschlüpfen beim Slipper. Ist die Passform nicht perfekt, kann der Schuh leicht ungewollt abgestreift werden.

Unten ohne? Nicht in der Halle!

Ohne Schuhe an die Wand? Für die Hygiene ist es das problematisch und in der Halle daher tabu. Wer nur mit nackten Zehen echtes Kletter-Feeling erlebt, kann es in freier Natur dennoch probieren. So ist zum Beispiel der sächsische Profi-Kletterer Andreas Proft dafür bekannt, dass er auch schwierige Routen (free solo 8b) ohne Schuhe bezwungen hat.

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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