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 Heide, Bergland und Kultur – idyllisches Wandern in Niedersachsen
Outdoor | 31.03.2016

Wandern in Niedersachsen

Heide, Bergland und Kultur – idyllisches Wandern in Niedersachsen

. Für Körper und Seele - Wandern in der Lüneburger Heide (Quelle: Thinkstock )
Für Körper und Seele - Wandern in der Lüneburger Heide
Bild: Thinkstock
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Niedersachsen ist das zweitgrößte deutsche Bundesland, an Platz zum Wandern sollte es nicht mangeln. Mit Ems, Elbe und Weser durchziehen gleich drei große Flüsse das Land, das obendrein reich an Seen und Naturschutzgebieten ist. Die Lüneburger Heide, das Weserbergland und natürlich der Harz – drei Wander-Hotspots im Nordwesten Deutschlands. Die schönsten Touren:

Der Heidschnuckenweg führt von Hamburg-Fischbek immer gen Süden, durch die Heidelandschaft der Lüneburger Heide, über Wiesen und Felder, durch dichte Wacholderhaine. Mächtige Eichen und ausladende Kiefern verlangen nach Aufmerksamkeit, malerische Dörfer mit ihren Feldsteinkirchen säumen die Ufer der Flüsschen und Bäche. Es ist eine malerische Landschaft, die weite Blicke erlaubt und den Wanderer tief durchatmen lässt.

Im Spätsommer und frühen Herbst, wenn die Heide lila blüht, fühlt man sich beim Wandern fast wie in einer anderen Welt. Gut 220 Kilometer ist die mit einem großen „H“ beschilderte Strecke lang und führt am Ende nach Celle, wo eine wundervolle Fachwerk-Altstadt den krönenden Abschluss der Wandertour bildet.


Wer zu wenig Zeit für die gesamte Distanz mitbringt, dem sei die 2. der insgesamt 13 Tagesetappen empfohlen, die von Buchholz nach Handeloh führt. Der Streckenabschnitt wurde 2014 vom „Wandermagazin“ zum schönsten Wanderweg Deutschlands gekürt. Mehr als ein Viertel der über 10.000 Wanderer, die sich an der Abstimmung beteiligten, war sich einig: Die 15 Kilometer lange Tour ist die schönste Tagestour zum Wandern in Deutschland. Immerhin zehn ausgewählt schöne Wanderwege standen damals zur Abstimmung

Wandern für Fitness und Gesundheit: von Buchholz nach Handeloh

Auf sandigem Untergrund geht es Schritt für Schritt voran, wobei der Weg zunächst durch einen luftigen Mischwald führt und sich dann die Höllenschlucht hinunter durch die weite Heidelandschaft schlängelt. Das Land ist hügelig, der Brunsberg mit 129 Metern liegt als höchste Erhebung auf dem Weg. Wie um den Namen des Fernwanderweges zu rechtfertigen, zeigen sich immer wieder kleinere und größere Heidschnucken-Herden. Vom Brunsberg selbst genießt man den Blick über die Heide. Nach dem Abstieg vom Brunsberg geht es erneut in ein Waldgebiet und am idyllischen Büsenbach vorbei Handeloh entgegen.

Wer unterwegs Lust zur Einkehr verspürt, sollte dem Café-Restaurant Schafstall im Büsenbachtal einen Besuch abstatten. Im reetgedeckten Haus wird Wörmer Forelle und Bärlauchrisotto serviert. Auch ein Heidschnuckenbraten mit hausgemachten Semmelknödeln steht auf der Karte. „Der Schafstall“ ist kaum 800 Meter vom Wanderweg entfernt.

Wandern für Fitness und Gesundheit: auf dem Eulenspiegel-Wanderweg

Welcher Schalk hat es zu weltweiter Bekanntheit gebracht? Till Eulenspiegel, um 1300 in Niedersachsen geboren. Wer mit viel Spaß auf seinen Spuren wandern möchte, beginnt die Tour am besten am Till-Eulenspiegel-Museum in Schöppenstadt. Von hier führt ein rund 20 Kilometer langer Rundweg durch lichte Buchenwälder und weite Feldlandschaften, wobei mehrere „Eulenspiegel“-Stationen auf dem Weg liegen – zum Beispiel sein Geburtsort Kneitlingen. Fitness verlangt der Anstieg zum Tetzelstein hinter Kneitlingen, sonst ist die Tour eher flach und es kann kräftig ausgeschritten werden.


Wandern für Fitness und Gesundheit: im Weserbergland

Touren durch das Weserbergland sind vielfältig, geschichtsträchtig und ganz bestimmt unvergesslich. 225 Kilometer können allein auf dem Weserbergland-Weg zurückgelegt werden, durch dichte Wälder und Hochmoore. Viele sehenswerte Orte liegen an der Strecke: die Fachwerkstadt Rinteln, Hameln mit seinem Rattenfänger und Bodenwerder, Heimat des Lügenbarons Münchhausen.

Wir wandern auf dem Ith-Hils-Weg, der erst im März 2016 auf der ITB als Qualitätsweg geadelt wurde. Der rund 80 Kilometer lange Rundweg führt über die Höhenzüge Ith und Hils, vorbei an Seen, Höhlen und sehenswerten Felsformationen.

Mehrere Attraktionen werden gleich auf der ersten Etappe erreicht, die in Coppenbrügge beginnt und nach 19 Kilometern am Humboldtsee endet. Nach gut fünf Stunden Wandern lädt der See bei passendem Wetter zum erfrischenden Bad, aber auch Angler sind hier willkommen. Unterwegs passiert der Wanderer unter anderem die Coppenbrügger Burg mit Museum, die Felsen „Adam und Eva“ und das Naturdenkmal „Wasserbaum Ockensen“. Können Sie die Schwangere in der Form der Felsen entdecken? Wissen Sie, wie der fünf Meter hohe „Baum“ mit der sprudelnden Quelle entstanden ist? Das Wandern auf dieser Route ist spannend und die Fauna vielfältig. Wer Lust und Kraft hat, kann den Aussichtspunkt Hammerlust in die Tour einschließen. Von hier genießt man einen weiten Blick über die Ottensteiner Hochebene mit ihren Feldern, Wiesen und Windrädern.
  

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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