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 Wo das Wandern erfunden wurde – schöne Wanderwege in Thüringen
Outdoor | 31.03.2016

Wandern in Thüringen

Wo das Wandern erfunden wurde – schöne Wanderwege in Thüringen

. Schmucke Dörfer und Wald, Wald, Wald – Wandern in Thüringen   (Quelle: Thinkstock )
Schmucke Dörfer und Wald, Wald, Wald – Wandern in Thüringen
Bild: Thinkstock
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Mit dem Rennsteig besitzt Thüringen einen der traditionsreichsten Wanderweg Deutschlands. Aber auch jenseits des Thüringer Waldes lässt es hier hervorragend ausschreiten: in den Mittelgebirgen von Harz, Kyffhäuser und Rhön, in idyllischen Tälern und auf hohen Gipfeln, zu geschichtsträchtigen Burgen und in sagenumwobene Höhlen.

Als Höhenwanderweg führt der Rennsteig über die Kammlagen des Thüringer Waldes. Die schönste der vielen Aussichten bietet nicht unbedingt sein höchster Gipfel, der Große Beerberg (982m), sondern der Große Inselsberg. Um den 916 Meter hohen Berg ranken sich zahlreiche Sagen, in denen immer Hexen und verborgene Schätze eine Rolle spielen. Alljährlich im Mai macht der Rennsteig seinem Namen alle Ehre. Dann rennt tatsächlich Jung und Alt beim traditionellen Rennsteiglauf auf den Großen Inselsberg. Das Spektrum des Running-Events reicht vom Cross-Lauf für Kinder bis zum Supermarathon.


Zum Einstieg beim Wandern in Thüringen eignet ist ein herrliche Rundweg ab Tabarz. Der 14,5 Kilometer lange „Rundwanderweg Großer Inselsberg“ startet bei der Tourist-Information der kleinen Ortschaft. Er führt durch eine märchenhafte Schlucht, die das Flüsschen Laucha aus den Porphyrfelsen gewaschen hat. Nach dem Lauchagrund mit seinem Felsental geht es vorbei an sattgrünen Farnen und an mächtigen Fichten hinauf auf das Plateau des Großen Inselsbergs. Der Aufstieg wird durch den malerischen Blick über die üppigen Baumbestände des Thüringer Waldes belohnt, mit seinen lieblichen Bergwiesen und Seitentälern, die allesamt zum Wandern einladen. Der Thüringer Wald und die Rhön bilden gemeinsam eines der größten Waldgebiete Europas.
Für sportliche Wanderer: Der gesamte Rennsteig führt von Hörschel, einem Stadtteil der Wartburg-Stadt Eisenach, am Ufer der Werra bis zur Saale bei Blankenstein über eine Strecke von 169,3 Kilometer.

Wandern für Fitness und Gesundheit: durch die Thüringer Rhön

Durch Thüringen verläuft auch ein 65 Kilometer langes Teilstück des prämierten Höhenwanderweges „Der Hochröhner“. Gleich an seinem Beginn in Brix ist das Wandern zum höchsten Berg der Rhön möglich, zum 814 Meter hohen Ellenbogen. Der Höhenwanderweg führt bis Bad Salzungen durch unberührte Natur über saftige Wiesen und eröffnet oberhalb der dichten Buchenwälder immer wieder eine unverstellte Fernsicht.

Neben dem Hauptweg bietet der „Hochröhner“ sogenannte Extratouren zum Wandern als Rundwege für Halb- oder Ganztagestouren. In Thüringen verlaufen fünf davon. Der „Point-Alpha-Weg“ führt beispielsweise zu ehemaligen deutsch-deutschen Grenzanlagen und dem US-Beobachtungsstützpunkt Point Alpha, der heute eine Gedenkstätte ist.


Eine weitere Empfehlung: Der „Keltenpfad“ umrundet das Keltendorf Sünna über den Dietrichsberg und den Öchsen. Von dort ergeben sich atemberaubende Aussichten auf Rhön und Thüringer Wald. Berühmt für ihre Ausblicke ist auch die Extratour „Vorderrhönweg“ im UNESCO-Biospährenreservat Rhön.

Wandern für Fitness und Gesundheit: im Kyffhäuser

Wandern im Kyffhäuser bedeutet Wandern in einem der kleinsten Mittelgebirge Deutschlands, aber dafür in einem ganz einmaligen. Das Besondere am Kyffhäuser im Norden Thüringens ist die einzigartige Vegetation, die sich an seinen bizarren Felsformationen gebildet hat. Fast schon steppenähnlichen Charakter haben die steilen Hänge aus Gips, die nur Magergras und andere Pflanzen aus dem Mittelmeerraum gedeihen lassen. Auf dem 37 Kilometer langen Kyffhäuserweg lassen sich die interessantesten Natur- und auch Kultur-Sehenswürdigkeiten der Gegend erwandern. Es geht in den Naturpark Kyffhäuser mit seinen Gipshängen, durch schattige Buchenwälder, zu den Feuchtwiesen und Salzquellen der Talsperre Kelbra, an der jährlich tausende Kraniche rasten, zum gigantischen Kyffhäuserdenkmal und zur Barbarossa-Höhle. Dort soll sich der Sage nach der verzauberte deutsche Kaiser Friedrich Barbarossa mit seinem Hofstaat versteckt halten, bis zu seinem Wiedererwachen eines Tages. Sein roter Bart wächst seitdem immer weiter.

In Bad Frankenhausen beginnt die erste Etappe des Kyffhäuserweges, die sich auch zum Wandern als 13 km langer Rundweg nur zur Barbarossahöhle und den Gipskarstwänden eignet.  

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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