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 So behalten Sie den Durchblick mit Skibrillen
Ausrüstung | 31.03.2016

Skibrillen für gute Sicht und Schutz

So behalten Sie den Durchblick mit Skibrillen

So behalten Sie den Durchblick mit Skibrillen. Gute Sicht auf der Piste. Was ist wichtig an einer guten Skibrille und was sind die neuesten Trends? (Quelle: iStock/Thinkstock via The DigiTale)
Gute Sicht auf der Piste. Was ist wichtig an einer guten Skibrille und was sind die neuesten Trends?
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Schutz vor Sonne, Wind und Verletzungen und obendrein noch eine bessere Sicht: dafür steht eine Ski- und Snowboardbrille. Das perfekte Modell ist nicht nur schick und passt zum Helm, sondern sorgt vor allem für guten Durchblick.

Die Anforderungen an Skibrillen sind hoch. Bei Sonnenschein muss das helle Licht gedämpft, bei diffusem Wetter müssen Konturen und Kontraste verstärkt werden. Würden alle Skibrillen diesen Anforderungen entsprechen, gäbe es weniger Verletzte. Immerhin 80 Prozent aller Unfälle auf der Skipiste sind auf mangelhafte Wahrnehmung zurückzuführen. Schlechtes Sehen bindet Energie an der falschen Stelle, denn der Körper braucht ohnehin schon einen großen Teil seiner Energie zum Sehen. Schlechte Skibrillen sind also fatal. 


Die getönten Gläser von Skibrillen sind also keineswegs nur modisches Beiwerk. Bei schlechtem Wetter heben orangefarbene Brillen Kontraste hervor – wichtig bei Schneetreiben oder trüben Lichtverhältnissen. Graue Filter erleichtern das Sehen bei sehr hellem Licht. Blauabschwächer reduzieren das Streulicht, das bei schlechten Sichtverhältnissen auftreten kann. Blue-Blocker hingegen, die den Blauanteil komplett eliminieren, sind nicht zu empfehlen, denn sie behindern den Rundumblick. Inzwischen gibt es Skibrillen für Brillenträger, Vorsatzscheiben, die mittels Minimagnet auf einer orangefarbenen Grundscheibe platziert werden, Goggles mit eingebautem GPS, das Daten, wie Höhe, gefahrene Strecke, Temperatur oder Höhendifferenz direkt in der Brille sichtbar macht oder spezielle Gläser, die sich automatisch an die entsprechenden Wetterverhältnisse anpassen. 

Wir im Gespräch

Wie behält man den Durchblick und was gibts in punkto Skibrille Neues auf dem Markt? Im Gespräch mit Axel Brosch, Business Unit Director DACH bei Oakly, Björn Seitner, Marketing und PR bei POC, Stephan Roos, Alpina, Johannes Krause, Division Gloryfy Unbreakable und Wolfgang Zauritz, von Zipper.

Welche neuen Trends gibt es im Brillen-Segment?

Johannes Krause: Der Trend geht in Richtung Brillen, die High-Tech Funktion und High-End Design verbinden. In unseren Kollektionen kombinieren wir progressives Produktdesign mit innovativer „Unbreakable“ Technologie. Die Sicherheit und der Schutz des Auges sowie bester Sehkomfort und perfekter Style sind dabei das A und O. Verbunden durch die filigranen, aber trotzdem unzerbrechlichen Rahmen mit edlen Metall-Logos bietet die Sport- und Lifestyle-Kollektion einen Look, der zu jedem Outfit passt. 

Björn Seitner: Um weiterhin Unfälle von Sportlern zu reduzieren, geht die Entwicklung bei POC in Richtung Goggles mit sehr großem Blickfeld. Denn, wer seine Umgebung bestmöglich wahrnimmt, kann schnell reagieren und Unfälle vermeiden. Ein anderer Trend sind verspiegelte Scheiben, von denen POC im Winter 16/17 insgesamt acht Farbvarianten anbietet. 

Axel Brosch: Die Zeichen stehen klar auf rund - sowohl auf den Nasen der Kunden als auch in den aktuellen Kollektionen, gerne kombiniert mit knalligen Verspiegelungen. Sportbrillen werden immer technischer; Belüftung und Sichtfeld spielen eine ebenso große Rolle wie kontraststarke Scheibentönungen. Im Bereich Schneebrillen bleiben rahmenlose Modelle im Trend; durch das fast uneingeschränkte Sichtfeld sieht man besser, was um einen herum passiert und kann überlegter reagieren. Die Tönungen sind hier mit am Wichtigsten - für unsere neuen, extrem kontraststarken PRIZM-Scheiben haben wir ein sensationelles Feedback von Athleten und Kunden erhalten.

Ein großes Sichtfeld bei Skibrillen ist wichtig, damit man die ganze Piste im Blick hat. (Quelle: iStock/Thinkstock via The DigiTale)
Ein großes Sichtfeld bei Skibrillen ist wichtig, damit man die ganze Piste im Blick hat.
Bild: iStock/Thinkstock via The DigiTale

Stephan Roos: Seit der Saison 2014/15 teilt Alpina seine Skibrillen in eine Größentabelle (Alpina FIT-INDEX) ein, da jeder eine andere Kopfform besitzt. Deshalb versuchen wir hier für jede Kopfgröße eine passende Auswahl bereitzustellen. Vor allem für kleinere Kopfformen hat sich in punkto Passform einiges getan, ebenso gibt es spezielle Formen für Brillenträger. Hier geht die Tendenz immer mehr zu rahmenlosen Skibrillen, damit eine normale Sehhilfe darunter passt. Technisch ist Alpina mit polarisierenden, kontrastverstärkenden, selbsttönenden Scheiben gut aufgestellt. 

Wolfgang Zauritz: Bei Von Zipper geht der Trend in Richtung große Scheiben, am liebsten rahmenlos oder mit sehr schmalem Rahmen. 

Welche Technologien sind zukunftsweisend und werden sich durchsetzen?

Johannes Krause: Wir denken, dass sich speziell Technologien durchsetzen werden, die dem Kunden einen entscheidenden Mehrwert bieten. Denn neben dem perfekten Schutz für die Augen, wollen wir dem Kunden ein Produkt in die Hände geben, das einfach länger hält. Teure Reparaturen durch einen "Draufsitzer" oder Sorgen über gebrochene oder verbogene Brillenteile sind Geschichte, denn die unzerbrechlichen Sport- und Lifestyle-Brillen verzeihen alltägliche Pannen.

Björn Seitner:POC arbeitet zusammen mit Zeiss auch weiterhin daran, für alle unterschiedlichen Wetterbedingungen eine bestmögliche Sicht zu garantieren. Aktuell werden hierfür elf verschiedene Tönungen mit unterschiedlichen VLT-Bereichen angeboten. Die für POC exklusiv entwickelte Sonar-Scheibe von Carl Zeiss erlaubt das frühe Erkennen von Kontrasten und Konturen der Piste auch bei hohen Geschwindigkeiten und niedriger Lichtstärke. Die Sonar-Scheibe wird es im Winter 16/17 mit einem höheren VLT-Wert geben. 

Axel Brosch:Für den Sportbereich bleiben Themen wie sportspezifische Kontrastscheiben, selbsttönende Modelle und gute Verglasbarkeit weiter wichtig. Lifestyle-Modelle sind weniger technisch geprägt, neue Scheibentönungen und Design- oder Materialorientierte Innovationen dominieren. Spannend in allen Kategorien ist die Integration von elektrischen und elektronischen Komponenten. Die Branche steht hier zwar noch am Anfang, aber man darf sich jetzt schon freuen, welche neuen Anwendungsgebiete es geben wird.

Wolfgang Zauritz: Der Markt wird sich in Richtung Schnellwechselgläser und One Piece Brillen entwickeln. Dazu passen modische, individuell-designte Modelle mit viel Funktion.

Wie wichtig ist das Thema Beratung im Handel und wie unterstützen Sie diesen im Verkauf?

Johannes Krause: Das Thema Beratung ist vor allem bei technologischen Produkten ein ganz entscheidendes Thema. Nicht immer erkennt der Endverbraucher auf Anhieb, was alles in einem Modell steckt. Die Vorteile des Produktes müssen also durch Unterstützung am POS und durch die Verkaufsberatung an den Endverbraucher herangetreten werden. Hierzu bieten wir verschiedene Präsentationsmöglichkeiten und individuelle Schulungen an. 


Björn Seitner: Beratung im Handel ist sehr wichtig und darf keinesfalls unterschätzt werden. USPs dank neuer Technologien und Entwicklungen müssen im Einzelhandel auch entsprechend kommuniziert werden – der große Vorteil des stationären Einzelhandels. Deshalb führt das POC Sales-Team bei allen relevanten Händlern regelmäßig Schulungen durch.

Axel Brosch:Beratung ist extrem wichtig - je komplexer ein Produkt ist, desto detaillierter muss das Wissen der Händler sein. Wir führen sehr viele Schulungen verschiedenster Größenordnungen durch, sind bei Testevents vor Ort und verfügen über eine eigene digitale Schulungsplattform namens www.omatter.com, die die wichtigsten Informationen zu den neuesten Kollektionen immer zeitnah zur Verfügung stellt.

Stephan Roos: Die Beratung im Handel ist insbesondere bei Helm, Brille & Co das A und O. Am Ende entscheidet die Passform, deswegen versuchen wir unsere Partner vor Ort individuell entsprechend zu schulen und mit wichtigen Materialien zu unterstützen. 

Ist das MOC Ordercenter für Sie und Ihre Marke die perfekte Plattform?

Björn Seitner: Das MOC bietet eine sehr gute Plattform für unsere Markenpräsentation: Durch die Bündelung vieler verschiedener Marken ist das MOC sowohl für den Vertrieb als auch für den Händler sehr interessant. Zudem kommt uns die effiziente Gestaltung der Orderzeiten und die vielen Präsentationsmöglichkeiten entgegen.

Axel Brosch: Das MOC vereint nahezu alle wichtigen Marken unter einem Dach, kombiniert mit einem angenehmen Ambiente und großzügigen Showrooms - für unsere Kunden ist es entsprechend sehr attraktiv und ermöglicht effiziente Orderprozesse. Die leichte Erreichbarkeit, egal ob per Auto oder U-Bahn, ist ein zusätzlicher Pluspunkt. 

Stephan Roos: Die Plattform ist für uns sehr wichtig, schließlich sind alle Key Account-Kunden vor Ort, so dass wir problemlos Termine vereinbaren können. 

Wolfgang Zauritz: Die gute Erreichbarkeit ist schon ein Pluspunkt. Da alle wichtigen Sportmarken im MOC vertreten sind, lassen sich Kundentermine optimal koordinieren.

Dieser Beitrag wurde vom Magazin des MOC Ordercenters zur Verfügung gestellt.

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