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 Zwischen Odenwald und Bodensee – Wandern in Baden-Württemberg
Outdoor | 22.03.2016

Wandern in Baden-Württemberg

Zwischen Odenwald und Bodensee – Wandern in Baden-Württemberg

. Wandern im Märchenwald – Baden-Württemberg und seine Schluchten  (Quelle: Thinkstock )
Wandern im Märchenwald – Baden-Württemberg und seine Schluchten
Bild: Thinkstock
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„Wandersüden der Republik“ wirbt Baden-Württembergs Tourismusbranche, aus gutem Grund. Allein im Schwarzwald und in der Schwäbischen Alb sind mehr als 45.000 Kilometer Wanderwege markiert. Ausgedehnte Wanderregionen gibt es auch im Odenwald, im Taubertal und am Bodensee. Ausgewählte Tipps zum Wandern in Baden-Württemberg.

Berge, Täler und Schluchten; Wälder, Wiesen und Weinhänge; Schlösser und Burgen – Wandern in Baden-Württemberg bedeutet sportliche Herausforderung in Mittelgebirgen, glasklare Bergluft, beeindruckende Natur und Geschichte: Berühmte Fernwanderwege wie der Limes-Wanderweg, Westweg, Hugenotten- und Waldenserpfad sowie der Fränkisch-Schwäbische Jakobsweg führen durchs Ländle.

Im Odenwald, im Norden des Bundeslandes, stellt der Nibelungensteig die mit Abstand größten Ansprüche an die Fitness beim Wandern. Mehr als 4.000 Höhenmeter kommen zusammen, wenn man alle sieben Etappen des 130 Kilometer langen Fernwanderwegs bewältigt hat. Der Nibelungensteig führt auf naturbelassenen Pfaden über die höchsten Gipfel und durch die Täler des Odenwalds und durchquert ihn komplett von Zwingenberg an der Bergstraße bis nach Freudenberg am Main. Ein beliebter Einstieg zum Wandern, ist von Worms aus über einen Zubringerweg zu erreichen. Highlights des Nibelungensteigs sind die sogenannten Felsenmeere auf dem Felsberg bei Lautertal und bei Ebersberg. Lohn der Mühe: Wandern in einer Postkartenidylle mit Märchenwald und sagenumwobenen Felslandschaften.


Wandern für Fitness und Gesundheit: im Schwarzwald

Der Schwarzwald bietet allein mehr als 23.000 Kilometer an markierten Wegen zum Wandern. Seine Spezialität sind die Schluchten, die im Naturpark Südschwarzwald besonders beeindrucken. Die dramatische Wutach-Schlucht, die auch als der „Grand Canyon des Schwarzwalds“ bezeichnet wird, ist über den „Schluchtensteig“ erreichbar. Etliche Wasserfälle säumen den 118 Kilometer langen Weg. Auf schmalen Pfaden geht es durch zerklüftete Felsen.

Ausgangspunkt des Schluchtensteigs und direkter Zustieg zur Wutach-Schlucht ist der Kronenplatz in Stühlingen nahe der Schweizer Grenze. Fast senkrecht, bis zu 350 Meter tief und teilweise schmal wie ein Handtuch ist die 30 Kilometer lange Schlucht, die der Wildbach Wutach im Laufe der Jahrtausende aus der Felslandschaft gespült hat.

Der Schluchtensteig führt in insgesamt sechs Tagesetappen anspruchsvoll über Gipfel und Hochmoore zu weiteren Klammen und Schluchten bis ins aufregende Wehratal. Die erste Route mit der Wutach-Schlucht von Stühlingen nach Blumberg wird mit sechs Gehstunden und 22,5 Kilometern Länge angegeben.


Wandern für Fitness und Gesundheit: in der Schwäbischen Alb

Das Wandern in der Schwäbischen Alb ist ebenso aufregend und ausgiebig möglich wie im Schwarzwald. Auch hier sind mehr als 23.000 Kilometer an Wanderwegen ausgeschildert. Die berühmteste und sportlich anspruchsvolle Möglichkeit zum Wandern bildet der „Albsteig“. Er schlängelt sich immer am Albtrauf entlang, an der steilen Gebirgskante im Norden der Schwäbischen Alb, auf insgesamt 365 Kilometern zwischen Donauwörth und Tuttlingen. Der Fernwanderweg gehört zu den „Top Trails of Germany“ und damit zu den 15 schönsten Wanderwegen Deutschlands. Er liegt im Biosphärenreservat der Schwäbischen Alb, das zusammen mit dem Limes und dem Geopark von der UNESCO zum Welterbe ernannt wurde. Sein Verlauf entlang des Albtraufs über die Höhenzüge des Gebirges bedeutet Wandern mit unentwegt neuem, traumhaftem Weitblick auf Buchenwälder, Wacholderheiden, Heckenlandschaften und malerische Täler, aber auch auf die reiche Kulturlandschaft mit ihren Burgen, Schlössern und Ruinen.

Besonders viele Highlights bietet die zehnte Tagesetappe des Wanderwegs von Stahleck nach Genkingen. Die 22 Kilometer lange Tour führt entlang des Albtraufs zunächst zum Schloss Lichtenstein, das auf einem steilen Felsen nach dem gleichnamigen Roman von Wilhelm Hauff erbaut wurde. Kurz vor dem Etappenziel in Genkingen wartet dann die spektakuläre Nebelhöhle auf Besichtigung, eine 400 Meter lange verwunschene Tropfsteinhöhle. Von Genkingen fährt dann auch ein Bus nach Reutlingen.  

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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