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 Bouldern und Klettern in Sachsen
Outdoor | 08.03.2016

Die fünf besten Kletter-Spots für Einsteiger in Sachsen

Bouldern und Klettern in Sachsen

. Kletterparadies Sächsische Schweiz  (Quelle: Thinkstock)
Kletterparadies Sächsische Schweiz
Bild: Thinkstock
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Mit der Sächsischen Schweiz hat der Freistaat Sachsen das älteste und größte Kletterrevier Deutschlands außerhalb der Alpen zu bieten, unglaubliche 20.000 Kletterrouten auf mehr als 1000 Sandstein-Gipfeln. Wem das nicht reicht, der klettert im Zittauer Gebirge, im Erzgebirge oder in einer der Kletterhallen in den Großstädten. Die fünf besten Kletter-Spots für Einsteiger in Sachsen.


Die Sächsische Schweiz als Teil des Elbsandsteingebirges gilt als die Wiege des Sportkletterns, da hier traditionell seit 1864 ohne Hilfsmittel nur mit der eigenen Muskelkraft geklettert wird. 1.199 Felsen und drei Massive zwischen zehn und 100 Metern Höhe stehen zur Wahl. Da sie großteils zum Nationalpark Sächsische Schweiz gehören, gelten strenge Vorschriften. Um den Sandstein zu schützen, darf frühestens 24 Stunden nach Regenfällen geklettert werden. Erlaubt ist nur das Sichern mit Seilen inklusive Schlingen und Knoten und Karabinern an den bereits vorhandenen Sicherungsringen am Felsen. Das war's: kein Magnesia, keine Haken, keine Klemmkeile, auch Topropes werden ungern gesehen. Lediglich natürliche Gegebenheiten dürfen als Griffe und Tritte verwendet werden.

Bouldern und Klettern in der Sächsischen Schweiz

Für Einsteiger eignet sich die Sächsische Schweiz zum Bouldern und Klettern dennoch hervorragend. Das Bielatal ist beispielsweise ein guter Ausgangspunkt. Dort stehen dicht an dicht hunderte Einzelfelsen meist geringer Höhe und mit Kletterrouten in niedrigen Schwierigkeitsgraden. Durch die horizontalen Gesteinsschichten gibt es viele gute Griffe und Tritte. Auch am Rauenstein und an den Bärensteinen finden Einsteiger geeignete Kletterfelsen wie die Nonne (Alter Weg, Thürmsdorfer Stein - Südwand).

Übrigens: Die Sächsische Schweiz als deutscher Teil des Elbsandsteingebirges grenzt direkt an die Böhmische Schweiz, die zu Tschechien gehört. Dort ist das Klettern allerdings nur organisierten Kletterern erlaubt, also zum Beispiel Mitgliedern des Alpenvereins. Und noch eine Besonderheit ist zu beachten: Das beliebte Boofen, das Übernachten in freier Natur unter Felsvorsprüngen, ist in der Sächsischen Schweiz inzwischen nur noch im Zusammenhang mit dem Sportklettern erlaubt.

Bouldern und Klettern in Dresden

Unweit der Sächsischen Schweiz wartet in der Landeshauptstadt Dresden die größte Kletterhalle Sachsens, das „XXL“. Die Indoor-Anlage besteht aus einer 16 Meter hohen Kletterwand, die von allen Seiten zugänglich ist und insgesamt 2.200 Quadratmeter Kletterfläche bietet. Die Routen sind bis zu 35 Meter lang und in allen Schwierigkeitsstufen angelegt. Vor allem die Rückwand ist Einsteigern zu empfehlen. Hier locken interessante Geländeformen wie eine Reibungsplatte und eine überhängende Verschneidung.

Die separate Boulderhalle bietet an 4,5 Meter hohen freistehenden Blöcken 900 Quadratmeter Betätigungsfeld. Der Eintritt ins XXL kostet 11,50 Euro, nur Bouldern wird mit neun Euro berechnet. Eine weitere Kletterhalle mit Außenbereich ist in Planung, sie soll 18 Meter hoch werden und 1.700 Quadratmeter umfassen.


Bouldern und Klettern im Erzgebirge

Auf Granit statt auf Sandstein kann man im Erzgebirge klettern. Bei Zwickau befinden sich einige leichte Kletterziele für Einsteiger an Massivwänden in den Flusstälern der Mulde und der Bobritsch (Biwakwand, Muldenzacke), bei Rochsburg lockt die Muldewand und im Zschopautal die Zschopauwand.

Das Auersberggebiet hat im Steinbachtal bei Johanngeorgenstadt und bei Eibenstock auch freistehende Felsen zu bieten. Die höchste Erhebung ist der Teufelsstein mit 25 Metern, dort gibt es Routen ab Schwierigkeitsgrad IV. Leichter sind der Rockenstein, die Wurzel- und die Höllengrundspitze sowie der Tangelstein. Ein weiteres lohnendes Ziel im Erzgebirge zum Bouldern und Klettern sind die Greifensteine bei Ehrenfriedersdorf. Hier warten die Stülpnerwand, der Turnerfelsen, der Kreuzfelsen, der Seekofel, der Gamsfelsen und der Kleine Brocken jeweils mit Routen ab Schwierigkeitsgrad I bis III auf Sportkletterer.

Bouldern und Klettern in Leipzig

Die erste Kletterhalle Leipzigs ist heute nach eigenen Angaben die größte Indoor-Kletteranlage Mitteldeutschlands: Die Rede ist vom „No Limit“ mitten im Zentrum der Stadt. Die Kletterfläche beträgt 2.300 Quadratmeter, die Halle selbst misst 1.000 Quadratmeter. Mehr als 200 Routen mit Kletterlängen von 25 Metern sind angelegt, die Wandhöhe wird mit 16 Metern angegeben. Es gibt bei „No Limit“ einen extra Boulderbereich mit 245 Quadratmeter Boulderfläche und eine Beachvolleyballhalle. Der Eintritt kostet zehn Euro, nur Bouldern sechs Euro.

Bouldern und Klettern im Zittauer Gebirge

Ganz im Südosten von Sachsen, direkt im Dreiländereck zu Polen und Tschechien, liegt das Zittauer Gebirge. Es beherbergt ein Klettergebiet mit einer Mischung aus Granit und zerklüfteten Sandsteinfelsen. Der Oybin, das Weißbachtal und die Gegend um Johnsdorf sind bekannte Kletterreviere, letzteres ist vor allem für Anfänger ein lohnendes Ziel. Die 88 Johnsdorfer Kletterfelsen sind kaum höher als 30 Meter. Vor allem der Schalkstein bietet guten Halt. Der freistehende Sandsteinfelsen ist von Eisenbändern durchzogen. Hier gibt es gleich mehrere Routen in der Schwierigkeitsstufe II. Der Südostweg etwa wartet bei einer Abseillänge von 13 Metern mit einem Kamin und Wandstufen auf.   

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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