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 Der GoPro-Guide: Tipps zum Umgang mit der Action-Cam
Ausrüstung | 27.02.2016

Wie benutze ich meine GoPro richtig?

Der GoPro-Guide: Tipps zum Umgang mit der Action-Cam

. GoPro – auf die richtige Handhabung kommt es an. (Quelle: Thinkstock)
GoPro – auf die richtige Handhabung kommt es an.
Bild: Thinkstock
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Die GoPro hat die Action Sports-Szene fest im Griff. Kein Wunder, denn die kleinen Technikwunder ermöglichen Video- und Bildaufnahmen während des Sports in einer völlig neuen Dimension - für jedermann. Der richtige Umgang will jedoch gelernt sein.


Ob beim Snowboarden, BMX fahren oder Bouldern - kaum ein Freund des Action Sports greift heute nicht auf Mini-Kameras zurück, um seine waghalsigen Stunts und Abenteuer zu dokumentieren. Die kleinen Technikwunder können so gut wie überall mitgenommen werden und liefern Bildmaterial in extrem guter Qualität. Zudem ist es kinderleicht, die so entstandenen Aufnahmen in sozialen Netzwerken wie YouTube, Facebook und Co. zu teilen und somit einem breiten Publikum zugänglich zu machen. So manchem Hobbysportler haben die selbstgemachten Videos und Fotos schon zur Online-Berühmtheit mit hochdotiertem Sponsoren-Vertrag verholfen.

Besonders eine Mini-Cam hat sich an die Spitze der Action Sports-Szene gekämpft: die GoPro. Extrem kompakt, robust und leistungsfähig gehört die kleine Kamera mittlerweile fast zum Standard-Repertoire eines Extremsportlers und gilt als heimliche Königin unter den Wearables. Doch was ist bei der Benutzung des kleinen Technikwunders eigentlich zu beachten?

Die GoPro-Weitwinkel-Perspektive

Wer sich mit seiner nagelneuen GoPro ins Action Sports-Vergnügen stürzen will, sollte zuvor einige Dinge wissen. Anders, als bei herkömmlichen Kameras nimmt das trendige Wearable sämtliche Objekte nämlich im Ultra-Weitwinkel auf, genauer gesagt, im 170 Grad Winkel. Um die Aufnahmen zu bekommen, die man sich vorgestellt hat, gilt es Folgendes zu beachten: Will man ein Motiv deutlich in den Vordergrund stellen, sollte man das Objekt wirklich aus nächster Nähe aufnehmen. Durch den weiten Hintergrund geht das eigentliche Motiv andernfalls schnell unter. Zudem sollte man verstärkt auf Personen oder Gegenstände achten, die nicht ins Bild gehören. Wer oder was in Wirklichkeit noch weit entfernt wirkt, ist durch die Weitwinkel-Perspektive der GoPro häufig schon im Bild. Auch die eigenen Finger oder Schatten sind so schneller auf der Aufnahme als einem lieb ist - also aufgepasst!


Fisheye, verzerrte Aufnahmen und Überbelichtung

Ebenfalls zu berücksichtigen ist die sogenannte Fisheye-Perspektive. Durch die leichte Wölbung des Objektivs kommt es schnell zu Verzerrungseffekten und die Motive wirken anders, als in der Realität. Insbesondere am Rand des Bildes macht sich das deutlich bemerkbar. Die Lösung: Die gewünschten Motive vermehrt in der Bildmitte positionieren. Wer die Krümmung geschickt zu nutzen weiß, kann aber auch gerade dadurch besonders kreative Aufnahmen machen.

Traumhafte Sonnenuntergänge oder weiße Wolken vor strahlendem Blau - kaum ein Motiv ist so beliebt wie der Himmel. Mit den meisten GoPro-Modellen ist hier jedoch Vorsicht geboten, da es relativ schnell zur Überbelichtung kommt. Schnappschüsse im Gegenlicht der Sonne sollte man also besser vermeiden. Glückliche Besitzer der „GoPro Hero 4“ können sich in diesem Punkt jedoch entspannt zurücklehnen - die aktuellen Modelle verfügen über nachträgliche Korrekturfunktionen.

Ungewöhnliche Aufnahmen von (fast) überall

Um das Potential der GoPro auszuschöpfen, sollte man sich die Vorteile des kompakten Wearables bei der Halterung bewusst machen. Denn letztlich liegen die großen Vorzüge nicht in der Schärfe der Bilder und Videos, das bringen auch andere Kameras mit, sondern in der Flexibilität bei der Anbringung. Kaum eine herkömmliche Kamera lässt sich am Fahrradlenker oder Sturzhelm befestigen, von Aufnahmen aus der Perspektive eines Skistocks oder vom Handgelenk eines Tauchers ganz zu schweigen. Für Action-Cams wie die GoPro ist das kein Problem - und sollte auch genutzt werden. Dank des kompakten, robusten und wasserdichte Gehäuses sowie eines guten Bildstabilisators ist übertriebene Vorsicht bei der Anbringung nicht vonnöten. Entsprechende Halterungen sind inzwischen für alle erdenklichen Orte und Situationen verfügbar.
 

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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