ISPO.com is also available in English ×
 Mit neuen Blickwinkeln zum Milliardär - das Unternehmen GoPro
Ausrüstung | 24.02.2016

Firmenportrait GoPro

Mit neuen Blickwinkeln zum Milliardär - das Unternehmen GoPro

. Ein Milliardengeschäft: die Welt aus GoPro-Sicht. (Quelle: Thinkstock )
Ein Milliardengeschäft: die Welt aus GoPro-Sicht.
Bild: Thinkstock
Artikel teilen:
Artikel bewerten:
Ursprünglich wollte Nick Woodman einfach nur gute Aufnahmen vom Surfen machen. Doch aus einer fixen Idee wurde innerhalb weniger Jahre ein milliardenschweres Unternehmen und eines der beliebtesten Wearables unserer Zeit: die GoPro.


Sie ist klein, kompakt und extrem robust: Ob Surfer, Snowboarder oder Fallschirmspringer - mittlerweile ist die GoPro für Freunde des Action Sports das Wearable schlechthin. Kein Ort, an den man die handliche Mini-Kamera nicht mitführen könnte. Selbst unter Wasser gelingen einzigartige Aufnahmen.

Vorbei sind die Zeiten, in denen man das Objektiv bei seinen Aktionen mühsam in der eigenen Hand halten musste. Die GoPro lässt sich mit wenigen Hangriffen sowohl am ganzen Körper, als auch an so ziemlich allem befestigen, was eine feste Oberfläche besitzt - selbst Skistöcke oder Fahrradlenker sind vor dem kleinen Technik-Wunder nicht sicher.
Die hohe Flexibilität bei der Anbringung hilft dem Sportler nicht nur, sich voll und ganz auf seine Stunts zu konzentrieren, dank der variablen Perspektiven der GoPro, sind auch völlig neue Blickwinkel und Ansichten möglich. Das ist die Geschichte hinter der beliebten Mini-Cam.

Die Geschichte der GoPro

Alles begann für den späteren Preisträger bei ISPO BRANDNEW im Jahr 2002 während eines Surftrips in Australien. Um seine waghalsigen Stunts beim Wellenreiten aus nächster Nähe filmen zu können, kam der US-Amerikaner Nick Woodman auf die Idee, eine wasserdichte und robuste Kamera für Action Sports zu entwickeln. Etwas Geeignetes fand er nämlich nicht auf dem Markt. Bei seinen ersten Prototypen versuchte der kalifornische Student noch, verschiedene Kameras in Armbänder zu integrieren - mit mäßigem Erfolg. Dafür waren es ausgerechnet Armbänder aus Muscheln, die dem damals 26-Jährigen zum nötigen Startkapital verhelfen sollten. Diese erwarb er während eines Urlaubs auf Bali gleich in größeren Mengen und verkaufte sie anschließend für einen wesentlich höheren Preis weiter. Bereits hier konnte man also den Geschäftssinn des künftigen Großunternehmers aufblitzen sehen.

In neun Jahren zum Milliarden-Unternehmen

In den folgenden zwei Jahren bastelte Woodman unaufhörlich an seiner Idee und kam 2004 mit einem ersten Modell, der „Hero 35mm“, heraus. Beinahe jährlich folgten nun neue Modelle, die bei Sound- und Bildqualität aber noch zahlreiche Schwächen aufwiesen. Schritt für Schritt wurde die GoPro optimiert, Specials wie Panoramaaufnahmen, 3D-Systeme oder die 4K2K-Auflösung kamen hinzu. Das half. Die GoPro etablierte sich zunehmend auf dem Action Sports Markt. Im Jahr 2011 folgte dann die Übernahme des Unternehmens CineForm, womit GoPro auch bestimmte Rechte bei der Videokodierung erwarb. Nur ein Jahr später, 2012, war es dem Elektronik-Riesen Foxconn 200 Millionen US-Dollar wert, acht Prozent an GoPro zu übernehmen. Zwei Jahre darauf ging Woodman mit seinem GoPro-Imperium an die Börse und verkaufte auf Anhieb insgesamt 17,8 Millionen Aktien zu einem Preis von fast 428 Millionen US-Dollar.


Die Nr. 1 der Action Sports-Szene

Heute ist die GoPro aus der Action-Sports-Szene nicht mehr wegzudenken und hat den Status eines Originals erreicht. Wer spektakuläre Aufnahmen mit Spezialeffekten wie etwa der ultra-hochauflösenden Zeitlupe machen möchte, greift trotz aller Konkurrenz zur GoPro.

Mit der robusten Mini-Cam hatte Woodman eine echte Marktlücke entdeckt – der Action Sports-Trend und die rasante Entwicklung der sozialen Netzwerke spielten ihm zusätzlich in die Karten. Der Wert seiner Firma wird heute auf mehr als über 2,6 Milliarden Dollar geschätzt. Zahlreiche Preise, wie etwa der „Technology and Engineering Emmy“ 2014, belegen die Innovationskraft und den Einfluss des Unternehmens.

Über soziale Medien wie YouTube und Facebook können die einzigartigen Bilder und Aufnahmen der GoPro einem riesigen Publikum zur Verfügung gestellt werden - so wurde GoPro ebenfalls 2014 unter die zehn erfolgreichsten Markenkanäle auf YouTube gewählt.

Auch als Sponsor ist GoPro gefragt. So ließ sich beispielsweise der Extremsportler Felix Baumgartner bei seinem berüchtigten Sprung aus dem Weltall gleich von fünf GoPros begleiten. Die spektakulären Aufnahmen machten nicht nur Baumgartner weltberühmt, sondern trugen auch zur Popularität der GoPro bei.

 

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
Kommentare
Top Themen
ISPO Newsletter
ISPO Newsletter
Jetzt anmelden
Social Media