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 Trendsport Splitboard - was beim Kauf zu beachten ist
Action-Sports | 24.02.2016

Einkauf-Tipps beim Splitboard-Kauf

Trendsport Splitboard - was beim Kauf zu beachten ist

. Splitboard: die richtige Ausrüstung
Die richtige Ausrüstung macht es, nicht nur optisch.
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Immer mehr Freunde des alpinen Action Sports lockt die Kombination aus knackigen Skitouren und rasanten Abfahrten - das Abenteuer Splitboard. Was Sie beim Kauf beachten sollten.


Skitourengehen und Snowboarding mit nur einem Board? Der neue Action-Sports-Trend Splitboard macht‘s möglich: Getreu dem Motto „aus eins mach zwei“ wird zum Aufstieg kurzerhand der Verbindungsmechanismus gelöst und schon hat man statt einem Snowboard zwei voll funktionstüchtige Tourenski. Mit den passenden Skifellen steht nun einer knackigen Skitour nichts mehr im Weg. Am Gipfel angekommen, lässt sich das Wintersport-Gerät mit nur wenigen Handgriffen zurück in ein Snowboard verwandeln - und die Abfahrt-Gaudi kann kommen.

Passionierten Tourengängern wird so die Möglichkeit eines rasanten Pisten-Vergnügens eröffnet, während den Snowboardern der mühevolle Aufstieg mit geschultertem Board und Schneeschuhen erspart bleibt. Aber wie teuer ist das Hybrid-Board eigentlich und worauf sollte man beim Kauf achten?

Action Sports Splitboard - ein „komplexes Produkt"

Wie im Bereich von Snowboards und Skiern gibt es mittlerweile auch beim Splitboard eine enorme Auswahl. Die wesentlichen Unterschiede zwischen den Boards liegen dabei in der Länge, der Form und in der Flexibilität des Materials. Hinzu kommen Qualitäts- und Preisunterschiede sowie das jeweilige Marken-Design.

Nahezu alle namhaften Wintersportartikel-Hersteller haben das Splitboard im Programm - sowohl für Neueinsteiger, als auch für leidenschaftliche Action Sports-Freunde. Das war längst nicht immer so: Lange Zeit fiel es den Tüftlern der Snowboard-Brands nämlich schwer, einen geeigneten Verbindungsmechanismus zu entwickeln. Erst zu Beginn der 2000er Jahre waren Technik und Materialien so ausgereift, dass das Splitboard mit seinem einteiligen Verwandten mitzuhalten vermochte: „Ein Splitboard ist ein enorm komplexes Produkt. Die beiden Hälften perfekt und mit kleinsten Toleranzen zu fertigen, schaffen nur wenige.“, verrät der Betreiber des Online-Shops „splitboards4europe“, Simon Graf, im Interview mit redbull.com.

Splitboard und Bindung

Die aufwändige Entwicklung spiegelt sich naturgemäß im Preis wider. Um die 900 Euro muss man für ein Splitboard inklusive Bindungssystem hinlegen. Etablierte Board-Hersteller mit einer großen Auswahl sind beispielsweise „Prior“, „Venture“ oder „Jones Boards“.


Einsteiger sind am besten mit einer Allround-Shape-Version beraten, die sowohl für tiefen Pulverschnee, als auch für plane Pisten geeignet ist. Hinsichtlich der Bindung sticht das „Voilé-System“ hervor. Auch wenn gewöhnliche Snowboard-Bindungen an das Splitboard angepasst werden können, versprechen die speziell für das Splitboard entwickelten Mechanismen doch einen wesentlich höheren Fahrspaß. „Voilé“, ein Produzent aus Utah in den USA, nimmt dabei nach wie vor die Vorreiter auf dem weltweiten Wintersport-Markt ein.

Bei der Wahl der Splitboard-Länge kommt es in erster Linie auf die individuellen Vorlieben an. Wer ausgiebige Aufstiegstouren plant, sollte auf Modelle zurückgreifen, die etwas länger sind, als gewöhnliche Snowboards. Besonders an steilen Hängen bietet die größere Auflagefläche in Kombination mit den längeren Kanten dann einen besseren Halt. Wem es vorrangig um das perfekte Handling und die Wendigkeit während der Abfahrt geht, ist mit kürzeren und kompakteren Freestyle-Boards gut beraten.

Splitboard-Zubehör

Für eine erfolgreiche Skitour sind Aufstiegsfelle unerlässlich. Mussten bis vor einiger Zeit noch herkömmliche Skifelle an das Splitboard angepasst werden, gibt es mittlerweile Entwicklungen speziell für das zweigeteilte Board - Preis: rund 150 Euro. Wer bereit ist, noch ein paar Euro mehr zu investieren, sollte es mit Endhaken-Fellen versuchen, die einen extrem guten Halt garantieren.

Beim Traversieren auf besonders eisigem Untergrund kommt man häufig auch mit Skifellen nicht weiter. Hier schaffen Harscheisen Abhilfe. Bei der Auswahl gilt es vor allem zu beachten, dass Harscheisen und Bindung von einem Hersteller stammen sollten, da nicht alle Marken kompatibel sind. Kostenpunkt: 80 - 100 Euro.

Auch bei der Wahl der richtigen Skistöcke ist Vorsicht geboten: Zwar sind für den Aufstieg auch gewöhnliche Tourenski-Stöcke geeignet, spätestens bei der Abfahrt auf dem Splitboard werden die sperrigen Stöcke jedoch zur Belastung. Eine Lösung bieten spezielle Teleskop-Skistöcke. Sie lassen sich bequem einfahren und während der Abfahrt im Rucksack verstauen.
 

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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