ISPO.com is also available in English ×
 Wintersport pur - Top-Skitouren in Deutschland
Wintersport | 18.02.2016

Die besten Einsteiger-Touren in Deutschland

Wintersport pur - Top-Skitouren in Deutschland

.  (Quelle: Thinkstock)
Lohn für die Mühe: Grandioser Ausblick, unberührte Hänge
Bild: Thinkstock
Artikel teilen:
Artikel bewerten:
Konnten Skitouren bis vor einigen Jahren kaum mit dem reinen Pistengaudi mithalten, erfreut sich die Kombination aus Bergsteigen und Skifahren heute immer größerer Beliebtheit. Doch welche deutschen Skigebiete sind am besten geeignet, um sich in die alpine Wildnis zu schlagen?


Einsamkeit, Kälte und unberührte Powderhänge: Fernab vom munteren Pistentreiben der großen Skigebiete versprechen Skitouren pures Wintersport-Vergnügen. Hier verbinden sich die Freuden des Bergwanderns bzw. Bergsteigens mit jenen des Skifahrens zur uneingeschränkten Königsklasse des Alpinismus – dem Skitourengehen. Immer mehr Bergfreunde wissen das zu schätzen. Fressbuden, Pistenraupen und Schneekanonen sind außer Sicht, selbst wenn der Massentourismus gleich nebenan seine winterlichen Blüten treibt. Es gibt sie durchaus noch - die eisige Wildnis, die individuell erobert werden kann.

Einmal als Erster seine Spuren im funkelnden Neuschnee zu hinterlassen, ist der Traum vieler Wintersport-Freunde. Und um die Schönheit der Bergwelt auf eigene Faust zu erkunden, muss man häufig gar nicht so weit fahren. In den bayerischen Alpen gibt es eine atemberaubende Vielfalt an Skitouren - sowohl für Neueinsteiger, als auch für Fortgeschrittene. Für alle Höhenrausch-Süchtigen und jene, die kurz davor sind es zu werden, haben wir hier einige der schönsten Skitouren Deutschlands zusammengestellt.

Wintersport im Skigebiet Brauneck

Vor allem für Anfänger ist Brauneck in den bayerischen Voralpen eine hervorragende Adresse, um Höhenluft zu schnuppern und erste Schritte im Bergsport zu wagen. Der Aufstieg vom Draxlhang in Wegscheid bis zum Gipfel des Brauneck (1.555 Meter) ist mit rund 830 Höhenmetern in gut zweieinhalb Stunden zu meistern. Für die Abfahrt benötigt man etwa eine halbe Stunde. Auf der Hälfte der Etappe kann man an der Florianshütte eine kurze Rast einlegen und, falls gewünscht, die Ski beiseite stellen und eine Stärkung zu sich nehmen.

Auch wenn das Skigebiet ein beliebter Anziehungspunkt für Berg- und Wintersport-Freunde ist, streift die Brauneck-Skitour den Massentourismus doch nur am Rande. Die überschaubare Wegstrecke mit Rastmöglichkeit und das geringe Lawinenrisiko machen den Aufstieg zum Brauneck-Gipfel zur perfekten Einsteiger-Tour für Wintersport-Unerfahrene.

Skkitour am Schildenstein

Ebenfalls ein Top-Skitouren-Revier ist der Schildenstein im bayerischen Mangfallgebirge. Der Aufstieg erfolgt zunächst in Serpentinen über einen Forstweg, vorbei an der Königsalm und durch einen kleinen Wald. War diese erste Etappe noch relativ entspannt, steigt die Route nach dem Waldstück unaufhörlich an - eine passable Kondition und Grundkenntnisse im Bergsteigen sind hier also durchaus von Vorteil. Die Anstrengung wird mit der Aussicht über den Achensee mehr als großzügig belohnt. Die nördlichen Ausläufer des Rofangebirges und das Karwendel bieten das passende Panorama - Winterzauber pur, so sollte Bergsport sein.


Mit 1.611 Metern ist der Schildenstein zwar nicht unbedingt ein Riese, durch die teilweise sehr steilen Anstiege ist die Skitour aber dennoch eher für fortgeschrittene Bergsportler geeignet. Möglichkeiten zur Einkehr gibt es auf der Route nicht. Insgesamt sollte man gute vier Stunden einplanen.

Skitour Heilbronner Weg

Eingefleischte Alpinisten, die auf der Suche nach Herausforderungen und Abenteuern sind, dürften am Allgäuer Hauptkamm auf ihre Kosten kommen. Eine ausgezeichnete Skitour mit Top-Aussicht bietet der Heilbronner Weg. Von Deutschlands südlichster Siedlung Einödsbach geht es, immer nahe an der österreichischen Grenze entlang, nach Spielmannszug. Für die rund 24,5 Kilometer lange Wegstrecke benötigt man bei knackigem Tempo knapp sieben Stunden. Ein Vielzahl an eindrucksvollen Gipfeln, so etwa Rothgrundspitze, Mädelegabel und Steinschartenkopf, liegen auf der Route.

Die Krönung nach dem Ski-Bergsteigen ist im Anschluss die Abfahrt durch die berühmte Trettachrinne. Über 1.000 Höhenmeter geht es hier durch wildes, unberührtes Bergland in Richtung Tal hinab. Doch Achtung: Man sollte schon auf einige Erfahrung zurückblicken, um sich an diese Strecke zu wagen. Zudem ist vorher unbedingt ein Lawinenbericht einzuholen.

Skitour Liechelkopf

Noch ein echter Geheimtipp ist die Skitour zum Liechelkopf. Als würde er sich absichtlich zurückhalten, liegt der Liechelkopf hinter seinen bekannteren Nachbarn, dem Elferkopf und den Schafalpköpfen, obwohl er diese mit 2.384 Höhenmetern locker überragt. Schroffer Fels, unberührte Powderhänge und einzigartige Aussichten auf die alpine Natur warten hier auf routinierte Skitourengänger.

Der Aufstieg erfolgt über einen Engpass und führt schließlich über einen schmalen Grat bis zum Gipfel des Liechelkopf. Rund 1280 Höhenmeter werden auf der gut elf Kilometer langen Wegstrecke überwunden. Geschätzte Zeit: Rund fünf Stunden. Unser Tipp: Die Skitour lässt sich hervorragend mit einem Besuch auf dem Gipfel des Elferkopfs verbinden.
 

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
Kommentare
Top Themen
ISPO Newsletter
ISPO Newsletter
Jetzt anmelden
Social Media