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 Arbeiten in der Sportbranche – Traumjob Sportjournalist
Karriere | 04.02.2016

Berufsziel Sportjournalist

Arbeiten in der Sportbranche – Traumjob Sportjournalist

Arbeiten in der Sportbranche – Traumjob Sportjournalist.  (Quelle: Thinkstock )
Sportreporter – viele Wege führen zum Traumberuf.
Bild: Thinkstock
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Sie schreiben gern, Sie reden gern, Sie sind neugierig und interessieren sich leidenschaftlich für Sport? Dann haben Sie beste Voraussetzungen, um ein guter Sportjournalist zu werden. Der Beruf verlangt nicht zwingend eine Ausbildung, doch ist sie in vielen Belangen von Vorteil – nicht zuletzt, wenn Sie sich auf eine ausgeschriebene Stelle für den Traumjob bewerben wollen.


Berufsbezeichnung nicht geschützt

Es gibt viele Wege, (Sport-)Journalist zu werden. Üblich ist ein Hochschulstudium. Die Deutsche Sporthochschule Köln und einige private Medienakademien bieten direkt die Studienrichtung Sportjournalismus an. Ansonsten stehen grundsätzlich drei verschiedene Studienmöglichkeiten zur Wahl: ein Studium mit Schwerpunkt auf dem journalistischen Handwerk, ein Sportstudium oder ein Studium, das sich wissenschaftlich mit Medien und Kommunikation auseinandersetzt.

Weg 1: Handwerk von der Pike auf

Das journalistische Handwerk erlernt der angehende Sportjournalist am besten an einer Journalistenschule oder im Master- bzw. Diplomstudiengang Journalistik/Journalismus an Universitäten und Hochschulen. Das integrierte Volontariat vermittelt besonders viel Praxis und berufliche Kontakte zu Medien. Einige Verlage und Rundfunkanstalten ziehen sich in eigenen Journalistenschulen ihren Nachwuchs heran. Die Plätze sind begrenzt, die Bewerberzahlen hoch. In der Regel wird eine Aufnahmeprüfung verlangt, in der die journalistische Eignung und Erfahrung nachgewiesen werden muss.

Speziell auf Sport-Jobs in den Medien sind Journalistenschulen oder Journalistik-Studiengänge meist nicht ausgerichtet. Sie lehren vor allem das Handwerk „von der Pike auf“, also von der Recherche bis zum Presserecht, von der Nachricht bis zur Reportage. Die Ausbildung erfolgt meist crossmedial, wodurch der Journalist später für alle klassischen und Online-Medien arbeiten kann: Nachrichtenagenturen, Radio- und Fernsehsender, Internetportale, Zeitungen und Fachzeitschriften.

Weg 2: Irgendwas mit Medien

Keine Aufnahmeprüfung, sondern nur Abitur, wird bei Studienrichtungen wie Medien- oder Kommunikationswissenschaften vorausgesetzt, die an Universitäten oder Hochschulen angeboten werden und ebenfalls zu den üblichen Ausbildungswegen für den Journalisten gehören.

Um mit diesem eher theoretischen Abschluss tatsächlich in den (Sport-)Medien arbeiten zu können, sind im Anschluss meist noch Praktika oder Volontariate nötig. Auch Pressestellen von Unternehmen oder Institutionen sind für Absolventen der Medien- und Kommunikationswissenschaften häufig ein guter Berufseinstieg.

Weg 3: Karriere von innen – Sportler als Journalisten

Ein anderer Weg führt über ein Sportstudium, welcher Richtung auch immer. Jeder Sportler mit ausgeprägten kommunikativen Stärken ist grundsätzlich als Sportjournalist geeignet. Er kennt und versteht sein Fachgebiet und kann nun an Sprache und Stil feilen, während der begnadete Schreiber und Redner sich inhaltlich in die Materie des Sports einarbeiten muss.

Schwieriger ist der Berufseinstieg in die Medien, der bestenfalls über bereits bestehende Kontakte in der Sportszene funktioniert, ansonsten über Praktika oder Volontariate angebahnt werden kann.


Experten gesucht

Nicht jeder Sportjournalist wird Fußballkommentator. Wichtig ist, seine eigene Nische zu finden. Je ehrlicher das Interesse für ein Fachgebiet ist, desto mehr wird sich der angehende Journalist inhaltlich mit dem Thema beschäftigen. Das ist der erwähnte Startvorteil, wenn der Leistungssportler später als Journalist über seine eigene Sportart berichtet, über technische und mentale Abläufe im Training oder im Wettkampf.

Wer eher aus der Zuschauerposition berichtet, muss mit anderen Mitteln kämpfen. Er kann sich etwa auf Sportpolitik spezialisieren, auf Sportgeschichte oder Sportgeschichten mit ihren Rekorden und Skandalen. Gut vorbereitet lassen sich fesselnde Interviews mit den wichtigen Persönlichkeiten des Sports führen. Das Spektrum ist sehr breit.

Option: Freie Mitarbeit

Wer bei den (Sport-) Medien keine feste Anstellung bekommt oder haben will, kann mit oder ohne Abschluss und auch als beruflicher Quereinsteiger jederzeit als freier Journalist sein Glück versuchen. Unverlangt Manuskripte einzusenden, macht meist keinen Sinn.

Redaktionen Themen für Artikel, Beiträge oder Sendungen anzubieten, steht aber grundsätzlich jedem Autor frei. Es macht jedoch einige Mühe, gute Vorschläge zu unterbreiten und die richtigen Adressaten für die Programmplanung herauszufinden. Bezahlt wird letztlich nur, wenn die Redaktion Interesse hat und der Journalist pünktlich, formal, stilistisch und inhaltlich zufriedenstellend abliefert.

Erste Texte werden manchmal nur auf Kommission angenommen. Bezahlt wird üblicherweise auf Honorarbasis, pro Artikel oder Beitrag, nach Länge, Zeilen, Stunden- oder Tagessätzen. Spielt sich die Zusammenarbeit ein, bieten einige Redaktionen ihren freien Mitarbeitern Pauschalen oder Rahmenverträge an.

Würde Sie die Arbeit als Sportreporter reizen?
 

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ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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