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 Mountainbike-Rennen der Extraklasse
Action-Sports | 04.02.2016

Die härtesten Mountainbike Rennen der Welt

Herausforderung für Profis – Mountainbike-Rennen der Extraklasse

Mountainbike-Rennen der Extraklasse.  (Quelle: Thinkstock )
Mit dem Mountainbike durch extrem unwegsames Gelände
Bild: Thinkstock
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Unwegsame Bergpässe und tropischer Dschungel, extreme Hitze und Temperaturen bis minus 20 Grad. Die härtesten Mountainbike-Rennen der Welt stellen die Athleten vor extreme Herausforderungen – tagelang und über hunderte von Kilometern, oft bis zur absoluten Erschöpfung. Sechs der spektakulärsten Touren stellen wir hier vor.

Yak Attack

500 Kilometer sind es von Gorkha bis Jomsom, die beim Yak Attack Mountain-Bike-Rennens in Nepal in zehn Etappen unterteilt werden. 15.000 Höhenmeter müssen die Teilnehmer innerhalb dieser Distanz bewältigen. Das Gelände ist einsam, an Handyempfang oft nicht zu denken. Die Sportler sind ganz auf sich gestellt. Ein Schwächeanfall oder Sturz kann hier fatale Folgen haben.

So extrem wie die Strecke sind auch die Temperaturen, die von +30° bis -20° Celsius reichen. Wer nicht außergewöhnlich gut trainiert ist, hat keine Chance. Am Hochgebirgspass Thorong La werden mehr als 5.400 Höhenmeter passiert, die Luft ist dünn und das Atmen auch ohne Anstrengung eine Qual. Im Vergleich zur Meereshöhe stehen hier nur 50 % des gewohnten Sauerstoffes zur Verfügung.

Gewinner 2015 war Ajay Pandit Chhetri, der als Nepalese die Höhenluft gewohnt ist. Insgesamt stellten sich 29 Fahrer der Herausforderung, darunter zwei Frauen. Das Rennen 2016 startet am 3. November.


Mongolia Bike Challenge

Die Mongolia Bike Challenge wird seit 2010 jährlich ausgetragen und führt das Fahrerfeld durch die oft menschenleere Tundra und die Weiten der mongolischen Steppe. Sechs Tagesetappen sind es, bei insgesamt 578 Kilometern.

Ganz ohne Kletterei geht es auch hier nicht – bei der härtesten Tagestour werden auf 117 Kilometern 2.110 Höhenmeter bewältigt. Für so manchen Fahrer bedeutet das das vorzeitige Aus. Insgesamt kommen bei der Mongolia Bike Challenge gut 9.900 Höhenmeter zusammen.

2015 gelang es dem Italiener Nicholás Pettina, die anderen 70 Fahrer hinter sich zu lassen. Start 2016 ist am 19. August.

La Ruta De Los Conquistadores

Drei Tage dauert die Hitzeschlacht der „La Ruta De Los Conquistadores“ in Costa Rica. Die rund 250 Kilometer lange Strecke variiert von Jahr zu Jahr, denn schwere tropische Regenfälle machen immer wieder Abschnitte unpassierbar. Die Tour mit ihren 7.000 Höhenmetern führt teilweise durch dichten Dschungel, wobei mehrere Flüsse überquert werden müssen.


Die Veranstalter sehen die La Ruta De Los Conquistadores fast folgerichtig kaum noch als Wettkampf, sondern eher als Grenzerfahrung. „Dieses Rennen dient dazu, den Menschen in einer majestätischen Natur zu zeigen, was sie durchleben und bewältigen können”, heißt es auf der Webseite.

Trotzdem gibt es einen Gewinner, der 2015 aus Kolumbien kam. 377 Fahrer traten an, Louis Anderson Mejia Sanchez war der Schnellste.

Wer die 25. Ausgabe der Ruta De Los Conquistadores mit dem eigenen Bike erleben möchte, sollte sich den 3. November 2016 vormerken.

Crocodile Trophy

Ein Schweizer zeigt den Australier nun schon seit Jahren, wie man im Outback mit dem Mountainbike am schnellsten vorankommt. Bereits zum dritten Mal holte sich Urs Huber 2015 die begehrte „Crocodile Trophy“. Start der achttägigen Tour ist in diesem Jahr am 22. Oktober: 606 Kilometer, 11.530 Höhenmeter, mehr als 100 Fahrer – Abenteuer pur am anderen Ende der Welt.


BIKE Transalp

Etwas näher hat man es aus europäischer Sicht zur BIKE Transalp. Start ist im österreichischen Imst, das Ziel im italienischen Arco. Das heißt: einmal quer über die Alpen mit reichlich anstrengenden Anstiegen und spektakulären Abfahrten. In sieben Etappen werden insgesamt gut 500 Kilometer zurückgelegt und fast 18.000 Höhenmeter bewältigt.

Eine Besonderheit: Die BIKE Transalp wird in Zweierteams bewältigt. 2015 holten sich die deutschen Fahrer Markus Kaufmann und Jochen Käß den Titel und ließen dabei 135 Teams aus aller Welt hinter sich. Bei den Damen war mit Sally Bigham und Christina Kollmann ein britisch-österreichisches Gespann am schnellsten, zehn Damenteams waren angetreten. Die nächste Bike Transalp wird ab dem 17. Juli 2016 ausgetragen.

Würden Sie sich die Teilnahme an so einem Action Sports Rennen zutrauen?
 

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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