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 Mit Kampfsport in Form: Die Vorteile von Muay Thai, MMA und Co.
Fitness | 02.02.2016

Power-Workouts: Mixed Martial Arts, Muay Thai, Brazilian Jiu Jiutsu

Mit Kampfsport in Form: Die Vorteile von Muay Thai, MMA und Co.

Mit Kampfsport in Form: Die Vorteile von Muay Thai, MMA und Co..  (Quelle: Thinkstock)
Mixed Material Arts – Allround-Training für den ganzen Körper
Bild: Thinkstock
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Der Weg zum eigenen Traumkörper ist nicht immer leicht. Das monotone Training im Fitnessstudio langweilt, die Motivation lässt rasch nach. Für alle die mehr Action und Abwechslung brauchen, könnte ein Kampfsportverein eine gute Alternative sein. Der Kampf um den Fettabbau mit Muay Thai, MMA und Brazilian Jiu Jiutsu.


Kampfsport liegt voll im Trend: Spätestens seit den Fernsehauftritten von Kickboxerin Dr. Christine Theiss werden Kampfsport-Veranstaltungen immer öfter in den Medien übertragen, auch jenseits der Mega-Boxevents mit Wladimir Klitschko oder Arthur Abraham.

Wenn es allerdings um Kampfsportarten wie Muay Thai, MMA (Mixed Martial Arts) und Brazilian Jiu-Jitsu geht, denken viele zunächst an harte Zweikämpfe, einen rauen Umgangston und vielleicht noch an eiserne Disziplin. Oder an einen „echten Männersport“, bei dem es handfest zur Sache geht und blaue Augen und blutige Nasen zum Standardprogramm gehören.

Zugegeben: Wer den Sport auf Wettkampfniveau betreiben und erfolgreich sein will, darf nicht zimperlich sein. Doch auch für Fitnessbegeisterte und Abnehmwillige sind Muay Thai und Co. eine super Alternative. Denn was viele nicht wissen: Kaum ein anderer Sport beansprucht Körper und Geist auf so vielfältige Weise.

Fitnessstudio oder Kampfsportverein?

Fett abbauen, Muskeln aufbauen und die Fitness steigern – am besten schnell: Für die meisten Hobby-Athleten sind das die drei primären Ziele, um Sport zu treiben. Die Fitnessszene boomt und so liegt es nahe, sich einfach im nächstbesten Studio anzumelden, so machen es schließlich die Meisten.

Ein paar Hanteln schnappen oder aufs Laufband stellen und schauen was passiert. Wenn sich dann nach dem ersten Monat noch nicht viel getan hat, ist die Enttäuschung groß und die Mitgliedskarte mutiert allmählich zu einem Alibi-Schein fürs schlechte Gewissen. Die Alternative: ein Versuch im Kampfsportverein.

Denn hat man sich erst einmal überwunden und die Vorurteile abgelegt, sind die Vorteile schnell zu erkennen. Im Gegensatz zur anonymen Studioatmosphäre wird hier in kleineren Gruppen trainiert. Der oder die Trainer kennen ihre Schüler persönlich, erklären die Technik und sorgen für Motivation. So fällt es vor allem Einsteigern wesentlich leichter, dauerhaft am Ball zu bleiben.

Der richtige Fokus

Bevor wir einen Blick auf die Vorteile von MMA, Muay Thai und Co. im Einzelnen werfen, soll noch ein wichtiger Punkt erwähnt werden: der Fokus. Beim Kampfsport liegt der Fokus auf der Steigerung der Leistungsfähigkeit und dem Erlernen von bestimmten Techniken.

„Ich will doch einfach nur in Form kommen“, werden nun einige denken. Richtig! Aber hilft es, während des Trainings an Themen wie die Fitness oder den Fettabbau zu denken? Viel einfacher ist es, sich auf etwas anderes zu konzentrieren, das Spaß macht – beispielsweise das Erlernen einer neuen Technik mit dem Trainingspartner. Die Zeit vergeht so wie im Flug, die Erfolge stellen sich fast nebenbei ein, sind messbar und motivieren. So purzeln auch die Pfunde.


Muay Thai

Muay Thai stammt, wie der Name bereits vermuten lässt, ursprünglich aus dem Land des ewigen Lächelns. In Thailand seit Jahrzehnten ein Volkssport, gewinnt der Kampfstil seit einiger Zeit auch in der westlichen Welt an Bedeutung.

Nahezu jede größere Stadt kann mittlerweile eine mehr oder weniger ausgeprägte Muay-Thai-Szene vorweisen, Vereine und Clubs sind immer häufiger anzutreffen. Für Fitnessinteressierte und Abnehmwillige ist der Kampfsport bestens geeignet.

Die verschiedenen Kick-, Knie- und Schlagtechniken bilden das perfekte Ganzkörpertraining und verbrennen jede Menge Kalorien. Zudem ist die Arbeit an Pratzen und Boxsack ein ausgezeichnetes Mittel, um Stress abzubauen und mal richtig Dampf abzulassen. Und keine Sorge: Jeder Verein hat Anfängerkurse – die Angst, sich ein Veilchen einzuhandeln, ist also unbegründet.

Brazilian Jiu Jiutsu

Im Gegensatz zum kick- und schlaglastigen Muay Thai spielt sich das brasilianische Jiu Jiutsu überwiegend auf dem Boden ab. Ähnlich dem Judo oder Ringen geht es darum, seinen Gegner mit Hilfe von Griff- und Hebeltechniken außer Gefecht zu setzen.

Ein enorm anstrengendes Unterfangen, bei dem nicht nur Kraft, Körperwahrnehmung und Koordination geschult werden, sondern auch die Pfunde purzeln. Brazilian Jiu Jiutsu-Vereine sind mittlerweile auch in den meisten Städten zu finden – häufig wird der brasilianische Bodenkampf nicht separat, sondern in Verbindung mit Muay Thai und MMA angeboten. Ein genauer Blick auf das Vereins-Angebot ist zu empfehlen.

Mixed Martial Arts

Kommen wir zur Königsdisziplin aller Kampfsportarten, den Mixed Martial Arts. Kaum ein anderer Sport ist so anspruchsvoll für Körper und Geist wie die Kombination verschiedener Stile aus Stand- und Bodenkampf, kurz MMA. Ob Kick-, Box-, Wurf- oder Hebeltechniken – der Körper ist gezwungen, aus allen Positionen zu reagieren.

Wer beim Namen MMA die teilweise recht brutalen Kämpfe der großen Kampfverbände „UFC“ oder „Strikeforce“ vor Augen hat, sollte diese Eindrücke für einen Moment zurückstellen. Nur gut ausgebildete Profi-Kämpfer nehmen an den Turnieren teil, die nach strengsten Reglements ablaufen. Um so richtig in Form zu kommen, geht es vielmehr um das MMA-Workout – und das hat es wirklich in sich.

Von reinen Kraftübungen, über das Techniktraining bis hin zu modernsten Methoden aus dem Functional Training: bei den Mixed Martial Arts ist wirklich alles im Programm. Nicht umsonst setzen sich zahlreiche Fitness-Workouts zu großen Teilen aus Methoden des MMA-Trainings zusammen. Wer so trainiert, kommt schnell in Form und hat eine tolle Alternative zu den überlaufenen Fitnessstudios.

Karate, Judo, Capoeira – welche Kampfsportarten sind noch geeignet, um in Form zu kommen? 

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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