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 Aktiv und gesund - Kinder im Sportverein
Fitness | 03.02.2016

Sportverein, Garant für Fitness

Aktiv und gesund - Kinder im Sportverein

Aktiv und gesund - Kinder im Sportverein.  (Quelle: Thinkstock)
Der Sportverein, das ist weit mehr als Fitnesstraining
Bild: Thinkstock
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Immer mehr Kinder leiden an Übergewicht oder Adipositas. Selbst wer nicht betroffen ist, macht im Sportdress nicht unbedingt eine gute Figur. Viele Kinder ziehen die Spielkonsole oder den Fernseher der sportlichen Betätigung vor, was schnell zu spüren ist. Abhilfe verspricht der Sportverein. Doch was kann er wirklich für die Fitness leisten?

Viele Eltern können ein Lied davon singen: Wann immer der Nachwuchs zum Spielen auf die Straße geschickt werden soll, findet er Ausreden, um die eigenen vier Wände nicht verlassen zu müssen. Eine Anmeldung im Sportverein scheint da die richtige Lösung, denn der feste Termin ist schnell "Gesetz", die anstrengende Diskussion entfällt. Und tatsächlich kann ein geeigneter Verein längst verschüttet geglaubte Energien wieder hervorzaubern, schneller als man glauben mag.


Sport macht endlich wieder Spaß

Im Schulsport wird dem Nachwuchs leider oft der Spaß an der Bewegung vermiest. Das liegt daran, dass vielerorts das immer gleiche Standardprogramm abgespult wird, das weder Jungen noch Mädchen mitzureißen vermag. Waran es liegt? Gründe dafür gibt es mehrere.

In der 2006 erschienenen "Sprint-Studie" zur Situation des Schulsports in Deutschland wird unter anderem festgestellt, dass Deutschlands Sportlehrer im Durchschnitt 45 Jahre alt sind. Entsprechend "gereift" gestaltet sich oftmals auch ihr Unterricht. Da wird noch mit dem Medizinball geturnt oder über Barren gesprungen, aktuelle Trendsportarten finden dagegen nicht statt.

So ist es nicht erstaunlich, dass jüngere Sportlehrer von den Schülern in der Studie unter Leitung von Prof. Wolf-Dietrich Brettschneider (Uni Paderborn) weit positiver bewertet werden. Die Kinder empfinden sie sympathischer, fachlich besser, engagierter und gerechter als die älteren Kollegen.


Ganz anders ist die Situation im Sportverein. Hier kann sich der Nachwuchs für die Sportart entscheiden, die ihn tatsächlich begeistert. Während der eine mit dem Badmintonschläger über den Court hetzt, verdient sich der andere beim Degenfechten seine ersten Sporen oder findet neue Freunde in der Tanzgruppe des Zumba-Vereins.

All diese Sportarten werden in der Regel von Fachleuten unterrichtet, die selbst den Sport betreiben und mit Feuereifer bei der Sache sind. Wer sich im Sportverein anmeldet, kann auch davon ausgehen, dass er optimale Trainingsbedingungen vorfindet. Alles ist auf die jeweils gewünschte Sportart ausgerichtet – so macht körperliche Ertüchtigung richtig Spaß.

Sport unter Gleichgesinnten

Der Jugendliche, der sich einmal für eine bestimmte Sportart und damit für einen Club entschieden hat, wird sich unter Gleichgesinnten schnell zu Hause fühlen. Alle haben Spaß an ihrem Hobby, der sich durch Ehrgeiz und Gruppendynamik noch steigert. Oft bilden sich im Sportverein Freundschaften, die ein Leben lang halten. Und weil im Sportverein die Freunde zu finden sind, wird gerne noch viel mehr für die Gesundheit getan als ursprünglich beabsichtigt.


Ein echtes Erfolgsmodell

Das ist auch eine Erklärung für den Erfolg des Sportvereins. Wie der Deutsche Olympische Sportbund ermittelte, existierten in Deutschland 2015 mehr als 90.000 Vereine, in denen wiederum deutlich mehr als sieben Millionen Kinder und Jugendliche aktiv waren.

Alle, die sich für eine bestimmte Sportart interessieren, können sich direkt bei den Vereinen an ihrem Wohnort über die Trainingsmöglichkeiten informieren. Meist bringt eine Vereinsmitgliedschaft deutliche Kostenvorteile im Vergleich zum "freien Training", bei dem Trainer und Räumlichkeiten stundenweise gemietet werden. Außerdem besteht so die Chance, bei Turnieren für "den eigenen" Verein zu kämpfen, für ihn zu jubeln und mit ihm zu bangen. Gerade auf diesem Gebiet scheinen Kinder und Erwachsene sich sehr ähnlich zu sein.

Waren Sie selbst im Sportverein aktiv?
 

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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