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 Networking: Die Laufgruppe als Karriere-Booster
Running | 10.12.2015

Joggen für Jobs

Karriere-Booster: Networking-Tipps für Läufer

Networking: Die Laufgruppe als Karriere-Booster. Eine Gruppe von Joggern läuft im Park (Quelle: ajkkafe/iStock/Thinkstcok)
Eine Möglichkeit, um unkompliziert an neue Kontakte zu kommen.
Bild: ajkkafe/iStock/Thinkstcok
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Ein umfassendes Netzwerk ist in unserer schnelllebigen Berufswelt unverzichtbar geworden. Doch gute Networking-Gelegenheiten sind – gerade für Unerfahrene – rar gesät.

Eine Möglichkeit, um unkompliziert an neue Kontakte zu kommen: Laufgruppen!

Running: entspannte Netzwerkgelegenheit

Das Schlagwort „Networking“ beschwört unwillkürlich Bilder von Messen, Firmenveranstaltungen, Empfängen und Konferenzen herauf. Doch ein Netzwerk lässt sich auch außerhalb solcher Anlässe aufbauen – mitunter sogar wesentlich unkomplizierter als in der formalisiert-steifen Atmosphäre klassischer Unternehmensveranstaltungen. Gerade in Städten ist die Trainings- oder Laufgruppe eine Netzwerkgelegenheit par excellence! Die Vorteile einer solchen Laufgruppe lassen sich auf zwei Punkte verdichten:


Volkssport Laufen: Laufen hat sich schon längst zu einem Volkssport entwickelt. Wie aus Befragungen hervorgeht, gehen alleine in Deutschland weit mehr als 20 Millionen Menschen ab und zu oder sogar häufig joggen. Die Wahrscheinlichkeit, in Lauftreffs auf Mitarbeiter und potenzielle Arbeitgeber zu treffen, ist entsprechend hoch. Jobsuchende und Unternehmer auf Mitarbeitersuche finden hier in lockerer Atmosphäre zusammen, sodass sich die Laufgruppe schnell als wahrer Karriere-Booster erweist – vorausgesetzt Sie gehen beim Networking richtig vor

Entspannt netzwerken: Der große Vorteil des Networkings im Rahmen einer Laufgruppe: Im Gegensatz zu anderen Networking-Gelegenheiten ist man bei moderatem Sport automatisch entspannter, sodass im Regelfall ungezwungenere Gespräche zustande kommen. Gerade für eher schüchterne Persönlichkeiten ist die entspannte Atmosphäre einer Laufgruppe damit ideal zum Knüpfen von Kontakten geeignet. Solange Sie keine anstrengenden Marathon- oder Halbmarathon-Läufe absolvieren, sollten sich im Laufe der Zeit durchaus einige beruflich relevante Gespräche ergeben.

7 Networking-Tipps für den Lauftreff

Sie haben eine Laufgruppe gefunden, an der Sie regelmäßig teilnehmen und Ihre Networking-Qualitäten erproben wollen? Prima! Einige Grundregeln des Networkings sollten Sie allerdings auch in der ungezwungenen Atmosphäre eines Lauftreffs beachten, sodass sich Ihr Sport-Netzwerk bestmöglich entfalten kann. Wir haben einige Tipps zusammengestellt.

Geeignete Laufgruppe finden: Zunächst gilt es, eine geeignete Laufgruppe zu finden. Diese sollte weder zu groß, noch zu klein sein. So ist bei einer Laufgruppe, die nur aus wenigen Personen besteht, die Gefahr groß keine für Ihr Netzwerk relevanten Personen zu treffen. Bei Laufgruppen, die aus weit mehr als 30 Personen bestehen, besteht dagegen die Gefahr, dass sich keine tieferen Beziehungen zu geeigneten Netzwerk-Partnern herauskristallisieren können. Sollten Sie bereits im Vorfeld eine Laufgruppe kennen, in der potenzielle Netzwerkpartner engagiert sind, entscheiden Sie sich natürlich für diese!

Auswahl treffen: Versäumen Sie es nicht, eine geeignete Auswahl Ihrer Netzwerkpartner zu treffen. Sie können nicht zu jedem Teilnehmer einer Laufgruppe eine intensive Beziehung aufbauen. Beschränken Sie sich daher auf Personen, die für Ihr Netzwerk – beispielsweise als zukünftiger Vermittler eines Jobs – wirklich relevant sein könnten.

• Zeit nehmen: Nehmen Sie sich Zeit zum Aufbauen Ihrer zukünftigen Geschäftskontakte. Ein interessantes Netzwerk will gepflegt werden und entwickelt sich nicht über Nacht. Besuchen Sie Ihre Laufgruppe daher regelmäßig.

Läufer bei strahlendem Sonnenschein beim Triathlon Alpe d'Huez. (Quelle: IMG France)
Läufer bei strahlendem Sonnenschein in Alpe d'Huez.
Bild: IMG France

• Gegenüber kennenlernen: Lernen Sie vielversprechende Kontakte näher kennen, stellen Sie Fragen und geben Sie auch etwas von sich preis.

• Ehrlichkeit zahlt sich aus: Versuchen Sie Ihr Gegenüber nicht zu beeindrucken, sondern bleiben Sie stets ehrlich, was Ihre Erfahrungen, Fähigkeiten und Ziele betrifft. So kann Ihr Gegenüber Sie richtig einschätzen und Ihnen gegebenenfalls auch passende Kontakte, Praktika, Jobs und Co. vermitteln.

• Hilfe anbieten: Eine Netzwerkbeziehung ist keine Einbahnstraße. Versuchen Sie daher nicht ausschließlich von Ihrem potenziellen Geschäftskontakt zu profitieren, sondern bieten Sie Ihre Hilfe an, wenn sich eine Gelegenheit dazu ergibt. Die Chancen stehen gut, dass sich Ihre Hilfsbereitschaft früher oder später auszahlt.

• Kontakte weiterempfehlen: Geizen Sie nicht damit, bereits bestehende Kontakte weiterzuempfehlen, sofern Sie von deren Fähigkeiten überzeugt sind. Das Weiterempfehlen von Kontakten bringt gleich zwei Vorteile mit sich. 1.) Sie stärken dank der Empfehlung die Beziehung zu Ihrem empfohlenen Kontakt. 2.) Sie helfen Ihrem aktuellen Kontakt aus und intensivieren damit auch diese Beziehung.


Vier Don'ts, die Sie im Blick behalten sollten

Wie schnell sich aus einer Laufgruppe hilfreiche Netzwerkkontakte ergeben, lässt sich nicht vorhersagen, hängt dies doch einerseits vom Zufall und andererseits von Ihren Networking-Fähigkeiten ab. Einige grundlegende Fehler sollten Sie im Rahmen Ihrer Networking-Versuche allerdings unbedingt vermeiden, führen diese doch schnell zum vorzeitigen Aus für eine potenzielle Geschäftsbeziehung. Speziell die folgenden vier Don'ts sollten Sie beim Netzwerken in Ihrer Laufgruppe möglichst großzügig umschiffen.

Sich nicht überfordern: Nehmen Sie sich für Ihr Training nicht zu viel vor und versuchen Sie nicht auf Gedeih und Verderb keuchend und stark schwitzend mit Ihrem Wunschkontakt mitzuhalten. Es macht keinen guten Eindruck auf Ihr Gegenüber, wenn dieser merkt, dass Sie heillos überfordert sind. Immerhin könnte sich das ja auch auf Ihr berufliches Handeln übertragen lassen.

• Kein Selbstmarketing: Vermeiden Sie es, unverhohlen Ihre Stärken anzupreisen. Reines Selbstmarketing kommt in den wenigsten Fällen gut an – in der ungezwungenen Atmosphäre einer Freizeit-Laufgruppe schon gar nicht.
• Nicht anbiedern: Biedern Sie sich bei potenziellen Netzwerkpartnern nicht durch plumpe Komplimente oder Gefälligkeiten an. Gerade in der frühen Phase einer Netzwerkbeziehung wirken solche Einschmeichelversuche fehl am Platz und können eine tiefere Beziehung verhindern.

• Nicht mit der Tür ins Haus fallen: Gehen Sie behutsam vor und fallen Sie nicht mit der Tür ins Haus. Unmittelbar nach dem Kennenlernen nach einem Job zu fragen ist schlicht unhöflich! Erst wenn ein Kontakt über einen längeren Zeitraum gepflegt worden und ein gewisses Vertrauensverhältnis entstanden ist, können Sie sich bei Ihrem Kontakt behutsam nach beruflichen Perspektiven erkundigen.

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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