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 So kaufen Sie den richtigen Trekkingschuh fürs Gelände
Outdoor | 02.12.2015

Outdoor: Richtig einkaufen

Optimal ausgerüstet fürs Gelände – darauf ist bei Trekkingschuhen zu achten

So kaufen Sie den richtigen Trekkingschuh fürs Gelände. Ein Wanderer in der Natur. (Quelle: Thinkstock über The Digitale)
Die richtigen Schuhe sind entscheidend für das Wandervergnügen.
Bild: Thinkstock über The Digitale
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Trekkingschuhe, auch als Wanderschuh bezeichnet, eignen sich ideal für Wanderungen in Mittelgebirgen. Sie schützen beim Wandern vor schmerzenden Füßen und geben sicheren Halt im Gelände. Zu den Besonderheiten der Trekkingschuhe gehören die feste und steife Sohle und der stabile Seitenhalt.

Komfort, Sicherheit und Schutz sind die Hauptaufgaben der funktionalen Trekkingschuhe. Die Einteilung von Wanderschuhen im Allgemeinen erfolgt grob in folgende Kategorien:

  • Leichte Multifunktionsschuhe für einfache Wanderungen und den Alltag
  • Leichtwanderstiefel mit besserem Seitenhalt, stärkerer Sohle und Witterungsschutz
  • Wanderschuhe für Ausflüge in die Voralpen mit besserem Seitenhalt und festerer Sohle
  • Solide Trekkingschuhe für Touren in die Wildnis mit schwerem Gepäck

Bei der Frage nach dem richtigen Schuhtyp für das geplante Terrain und Wetter gilt folgende Faustregel: Der Trekkingschuh sollte so stabil wie nötig und dabei so leicht wie möglich sein. Wenn Sie sich nicht sicher sind oder gar zum Umknicken neigen, wählen Sie besser einen festeren Wanderschuh.

Die Lösung für anspruchsvolle Outdoor-Wanderungen auf unbefestigten Wegen sind Trekkingschuhe. Diese sind im Vergleich zu den alternativen Wanderschuhen sehr hoch geschnitten und bieten den Füßen mit ihrem sehr stabilen Schaft den besten Seitenhalt in unwegsamem Gelände. Sie gewähren den idealen Kompromiss zwischen leichtem Wanderschuh und schwerem Bergschuh.

Die nur mäßig gedämpfte Sohle gewährt dank des festen und verwindungssteifen Materials eine hohe Trittsicherheit im Gelände. Die Schuhe sind an das hohe Gewicht des Wanderers mit seinem Rucksack angepasst. Eine wasserdichte Membran hält die Füße auch bei nassem Untergrund und Regen trocken. Das Profil sorgt für Trittsicherheit im Gebirge. Sie bieten im weglosen Gelände den optimalen Halt und maximalen Schutz.


Die verschiedenen Materialien und Schnitte für Trekkingschuhe

Bei Trekkingschuhen sind Leder und atmungsaktive Synthetikmaterialien die häufigsten Obermaterialien. Leder punktet bei warmer und trockener Witterung mit hohem Tragekomfort, zugleich ist das Material meist stabiler und belastbarer als Synthetik. Das Synthetikmaterial eignet sich besser bei feuchtem und kaltem Wetter. Es ist genauso wasserabweisend wie ein gut eingewachster Lederschuh, jedoch wesentlich atmungsaktiver und trocknet viel schneller. Die Lederstiefel sollten ebenfalls über eine Funktionsmembran verfügen, dann trocknen sie auch schnell, was zum Beispiel bei reinen Zelttouren wichtig ist. Für die kalte Jahreszeit bieten die Hersteller auch gefütterte Schuhe an.

Die Hersteller produzieren sowohl Unisex-Modelle als auch speziell zugeschnittene Exemplare für Damen und Herren. In der Regel haben Männer und Frauen leicht unterschiedliche Fußformen, die Herren- und Damenmodelle passen sich meist besser den Füßen an und geben zuverlässigeren Halt. Häufig sind die Fersen der Männer breiter und der Breitenunterschied zwischen Fersen und Zehenbereich geringer als bei Frauen. Der Schaft der Trekkingschuhe für Herren ist daher vergleichsweise niedriger und schmaler.

Neue Outdoor-Technologie für 2016: Gore-Tex Surround

Die wasserdichte und atmungsaktive Membran von Gore-Tex hat sich seit 1976 zum Qualitätsstandard für hochwertige Trekkingschuhe entwickelt, 2016 stellt Gore-Tex Surround die neue Technologie für Trekkingschuhe dar. Bei der neuen Surround-Technologie umschließt das innovative Gore-Tex-Laminat den Fuß komplett zu allen Seiten – auch durch die Sohle. Wasserdampf kann so noch besser entweichen, und die Füße bleiben bei optimalem Schutz angenehm trocken und zugleich kühl. Von außen dringt weiterhin kein Wasser in den Schuh ein.

Tipps zur richtigen Passform

Für die Unterstützung bei langen Wanderungen muss der Trekkingschuh optimal sitzen. Auf den Fersensitz, Knöchelhalt und die Schnürung kommt es an.

  • Achten Sie bei der Anprobe auf einen absolut sicheren Fersensitz. Blasen oder Scheuerstellen drohen, wenn sich die Ferse minimal im Schuh bewegen kann.
  • Für einen sicheren Stand im Schuh muss der Mittelfuß gut fixiert sein. Schnüren Sie den Schuh rund 15 Minuten nach dem Einstieg nochmals, dann passt sich der Trekkingschuh dem Fuß noch besser an.
  • Die Zehen benötigen nach vorne einen Fingerbreit Platz, auch dürfen sie oben nicht anstoßen. Vor allem bergab entstehen sonst Druckstellen.
  • Für hohen Tragekomfort muss der Schuh rund abrollen, idealerweise liegt der vordere Abrollpunkt direkt unter dem Ballen.
  • Der Schaft soll den Knöchel eng umschließen und sich fest zuschnüren lassen, so ist ein guter Knöchelhalt sichergestellt.

Beratung: die richtige Auswahl

Je unwegsamer das Gelände ist, desto festere Schuhe brauchen Sie für einen angemessenen Schutz der Füße und einen sicheren Halt. Achten Sie auf eine perfekte Passform, hochwertige Materialien mit langer Haltbarkeit und eine feste Sohle. 


Für den optimalen Tragekomfort sind die neuen Modelle mit der Gore-Tex Surround-Technologie interessant, damit bleiben Ihre Füße trocken und kühl. Probieren Sie die Schuhe am besten nachmittags an, denn Ihr Fuß schwillt im Tagesverlauf an. Schnüren Sie den Trekkingschuh nach 15 Minuten nochmals nach, dann passt er sich Ihrem Fuß ideal an. Neigen Ihre Füße zu Druckstellen? Dann tragen Sie dickere Socken, zudem verbessern spezielle Einlegesohlen den Sitz im Schuh zusätzlich.

Probieren Sie Ihr neues Modell eine Stunde im Laden oder zu Hause aus. Trägt es sich über die gesamte Zeit angenehm, haben Sie Ihren Trekkingschuh gefunden. Laufen Sie diesen in den ersten Wochen auf kurzen Strecken ein, bevor Sie zur ersten richtigen Wandertour starten. Entfernen Sie nach jeder Tour den Schmutz mit einer festen Bürste und klarem, kaltem Wasser, Schmutz trocknet das Material aus, Leder kann brüchig werden. Sprühen Sie das Obermaterial mit Imprägnierspray ein, trockenes Leder behandeln Sie mit Lederwachs.

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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