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 Unis für Sportler mit Köpfchen
Karriere | 28.11.2015

Karriere im Sport Business

Die besten Unis fürs Sportmanagement-Studium

Unis für Sportler mit Köpfchen. Ein asiatischer Mann mit einem Basketball in der Hand blickt hinunter zur Kamera. (Quelle: Thinkstock über The Digitale)
Sport will organisiert sein, da braucht es mehr als Theoretiker.
Bild: Thinkstock über The Digitale
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Wer im Sportbusiness arbeiten will, studiert idealerweise Sportmanagement, eine Mischung aus BWL und Sport. Viele deutsche Unis bieten den Studiengang an.

Drei Jahre bis zum Bachelor sind verbindlich, anschließend kann der Sprung ins Arbeitsleben gewagt oder ein Master angeschlossen werden. Den geeignetsten Nachwuchs finden Unternehmen der Sportbranche an Unis, an denen die Praxisorientierung besonders ausgeprägt ist – und das sind einige der besten Adressen.

Verlockende Aussichten im Sportmanagement 

Sportevents auf die Beine stellen, einen Profisportler managen, Vereinsarbeit organisieren oder gar eine Weltmeisterschaft?

Sportmanagement bietet verlockende Jobaussichten für alle, die Spaß an großen Sportveranstaltungen und ein Händchen für organisatorische Aufgaben mitbringen. Die Branche gehört zu den boomenden Wirtschaftssektoren, Tendenz steigend.


Sport- Happenings sind einträgliche Publikumsmagneten: Fitness, Aktivität, sportliches Bewusstsein und Eigeninitiative gewinnen an Bedeutung.

In jedem Bereich des Sports sind inzwischen professionelle Unternehmen entstanden, die spannende Jobs für ausgebildete Manager mit Branchenkenntnissen bieten: von der Vermarktung der Werbebanden im Stadion bis hin zu Reha-Kliniken und Tourismus-Veranstaltern.

Karriere-Schub: Alleskönner vortreten!

„Wer hier studieren will, muss seinen Körper beherrschen. Wir wollen die Alleskönner“, sagt Ilona Gehrling im Interview von Spiegel Online. Gehrling organsiert die Eignungsprüfungen an der Kölner Sporthochschule.

Zwar gibt es grundsätzlich im Studium zum Sportmanager keine praktischen Fächer, allerdings fordern einige der Universitäten und Academys (wie die Sporthochschule Köln) von ihren Studenten einen durchaus anspruchsvollen Nachweis der körperlichen Eignung – beispielsweise in ausgewählten Mannschaftssportarten, Leichtathletik und Schwimmen. Fachhochschulen verzichten auf diese Prüfungen.

Marketing und Sponsoring wichtige Punkte

Im Sportmanagement-Studium steht die Sportökonomie im Fokus, sprich: Betriebswirtschaft (BWL). Marketing und Sponsoring sind wichtige Punkte in der Ausbildung. Die Spezialisierung ist hierbei im Unterschied zu einem reinen Studium der Sportwissenschaft oder einem Sportstudium (Sport als Lehramt) also bereits vorgegeben.

Die Ausbildung startet mit einem drei Semester dauernden Grundstudium, das sich auf die Betriebswirtschaftslehre konzentriert. Im folgenden Hauptstudium – wiederum drei Semester – geht es um eine je nach Interesse frei wählbare Orientierung.

Einblicke in Sportunternehmen

Dazu zählen unbedingt auch Praktika zur Vorbereitung auf den Einstieg in den Job. Viele Unis und vor allem die Fachhochschulen verlangen Praxissemester von meistens 20 Wochen. Sie finden in Bachelor-Studiengängen üblicherweise ab dem vierten Semester statt und auch am Ende von Masterstudiengängen.


Während der relativ langen Praxisdauer sollen Einblicke in Sportunternehmen ermöglicht und das erworbene theoretische Wissen über die Branche im Arbeitsleben angewendet werden. Sportartikelhersteller sind gute Adressen für Pflichtpraktika, aber auch Verbände und Vereine.

Hochschulranking: Freiburg an der Spitze

Im renommierten CHE Hochschulranking, herausgegeben von der Wochenzeitung „Die Zeit“, sind eine ganze Reihe von Unis rund um die Themen Sport und Sportwissenschaft aufgelistet.

Verglichen wurden grundlegende Fakten zu dem jeweiligen Studienfach und der Qualität der Lehre sowie der Ausstattung, was im konkreten Fall auch die Auswahl und die Beschaffenheit der vorhandenen Sportstätten betrifft.

Institut für Sport und Sportwissenschaft

Dabei wird die Auswahl im größten deutschen Ranking aus mehr als 300 Unis getroffen – und bildet so eine fundierte Orientierungshilfe.

Den Spitzenplatz unter den Karriereschmieden für den sportwissenschaftlichen Nachwuchs belegt laut CHE die Uni Freiburg mit dem Institut für Sport und Sportwissenschaft an der Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaftlichen Fakultät.

Einen exquisiten Ruf haben auch die auf den folgenden Plätzen gelisteten Unis in Bayreuth, Bochum, München, Tübingen und die Deutsche Sporthochschule Köln.

Spezialisierung Sportmanagement

Aber aufgepasst: Nicht jedes Sportwissenschaftliche Institut bietet einen gezielt auf das Sportmanagement ausgerichteten Studiengang an. Nur das Institut für Sportwissenschaften der Uni Jena (Rang 13), Teil der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften, kann auf einen gesonderten Fachbereich Sportwissenschaft-Sportmanagement verweisen, der sich seit 2013/14 im Aufbau befindet.


Hier wird in der Ausbildung besonders viel Wert auf die praktische Seite gelegt, der Schwerpunkt dabei liegt auf den Gebieten Fitness, Prävention und Gesundheitsförderung.

Neben der Friedrich-Schiller-Uni Jena haben 38 andere Hochschulen Sportmanagement-Studiengänge im Angebot, zum Beispiel Bayreuth (Platz 2), Tübingen (Rang 5), Leipzig (Rang 8), Magdeburg (Rang 14) und Heidelberg (Rang 15). Die erwähnten Platzierungen beziehen sich auf das aktuelle CHE Hochschulranking.

Studienvarianten

Sportmanagement existiert nicht nur als Angebot für ein Direktstudium. Daneben gibt es unterschiedliche Optionen für ein Fernstudium etwa in Wismar, Koblenz oder Schmalkalden. Einige Unis bieten zudem die Möglichkeit, das Fach als Duales Studium parallel zur Arbeit bei einem Sportartikelhersteller oder Sportverein zu absolvieren.

Außerdem gibt es an einer Reihe von Fachhochschulen die Chance, eine breiter gefasste Kombination von Sport- und Eventmanagement zu studieren. Wer bereits im Beruf steht und perspektivisch in der Sportbranche umsatteln möchte, kann eine berufsbegleitende Studienvariante wählen.

Traumjob für große Jungs

Ein Boxkampf, der den Atem stocken lässt, ein Fußballspiel der Superlative, Vereinsarbeit bei der Lieblingsmannschaft – schon das Dabeisein ist ein emotionales Fest.

Aber die spannenden Abläufe selbst mit zu organisieren, direkten Kontakt zu den Sportlern zu haben, nicht nur hinter die Kulissen zu schauen, sondern dort zu arbeiten – Sportmanager zu sein ist ein erstrebenswerter Job, offensichtlich vor allem für männliche Studenten. Etwa zwei Drittel der Sportmanagement-Studierenden sind männlich, teilweise ist ihr Anteil sogar noch größer.

Das Hobby zum Beruf zu machen – wer träumt nicht davon? Und die Chancen stehen besser denn je.

Diskussion

Sollten studierte Sportmanager auch körperlich fitte Sportskanonen sein, oder reicht eine fundierte betriebs- und volkswirtschaftliche Ausbildung für den Job, der vor allem Organisationstalent und finanzwirtschaftliche Kenntnisse verlangt?

 

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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