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 Wenn der mobile Fitness Coach an den Arbeitsplatz kommt
Fitness | 29.11.2015

Healthstyle: Das sagen die Experten

Gesundheit am Arbeitsplatz: Wenn der Fitness Coach kommt

Wenn der mobile Fitness Coach an den Arbeitsplatz kommt. Dr. med. Anne-Katrin Krempien is specialised in internal medicine, occupational medicine and diabetology
Dr. med. Anne-Katrin Krempien is specialised in internal medicine, occupational medicine and diabetology
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Bewegungsfreude und Gesundheit – Wir haben Experten des Health & Fitness Forums der ISPO MUNICH 2015 zum Trendthema Healthstyle befragt und präsentieren ihre Erkenntnisse in einer Reihe von Interviews.

Heute: Dr. med. Anne-Katrin Krempien

Sport und Bewegungsfreude werden immer mehr als Mittel zur Gesundheitsvorsorge und Gesundheitserhaltung wahrgenommen. Wer profitiert primär von dieser Entwicklung: Sportindustrie, Gesundheitssektor oder Gesellschaft?

Jeder Einzelne profitiert hinsichtlich der Förderung seiner eigenen Gesundheit von immer umfassenderen und auf Wirksamkeit geprüften Angeboten. Dass die stärkere Nutzung dieser Angebote von Kunden der Sportindustrie und des Gesundheitssektors ein starker Wirtschaftsfaktor ist, macht sich dann auch gesamtgesellschaftlich bemerkbar. Noch größer dürfte allerdings mittel- bis langfristig der positive Effekt auf die Gesundheit und somit auch auf eine Begrenzung von Krankheitskosten für die Gesellschaft ausfallen.

Wie könnte die Politik diese Form der Gesundheitsförderung unterstützen? Wo sehen Sie in diesem Rahmen die größten Chancen für die Sportindustrie?

Das Bundeskabinett hat im Dezember 2014 den Entwurf eines Präventionsgesetzes beschlossen, das – wird es umgesetzt – u.a. eine höhere finanzielle Förderung von Präventionsmaßnahmen durch die gesetzlichen Krankenversicherungen vorsieht.

Dieses Mehr an Mitteln für Gesundheitsförderung würde in direkter Weise die Nachfrage an Dienstleistungen in Sport und Bewegung, und in der Sportartikelindustrie fördern. Zudem könnten zielgruppenspezifischere Ideen und Sportangebote mit Aufforderungscharakter dazu beitragen, dass auch die noch Unmotivierten ihren „Schweinehund“ überwinden und aktiv werden. Das bedeutet neue Kunden für die Sportbranche.

Was müssen und können Arbeitgeber zur sportlichen Förderung der Gesundheit am Arbeitsplatz tun?

Die direkte Einbindung der Beschäftigten bei der Entwicklung der Maßnahmen ist das Ausschlaggebende. Bei der Deutschen Telekom gibt es einen Mobilen Fitness Coach, der direkt zu den Teams mit Büroarbeitsplatz kommt und sie zu eigenständigen Bewegungsübungen animiert.


Die Inhalte wurden unter Beteiligung von über 650 Beschäftigten im Rahmen von Befragungen und Workshops gemeinsam mit der Betriebskrankenkasse und internen Health & Safety Fachexperten entwickelt.
Bei den Kurseinheiten steht im Vordergrund, Freude an der Bewegung erlebbar zu machen. Denn das kann einen Beitrag dazu leisten, dass die Teilnehmer die Motivation zu mehr Bewegung auch in ihren Alltag übertragen.

Wie fördern Sie persönlich Ihre Gesundheit am Arbeitsplatz?

Durch regelmäßige Pausen und möglichst wenig Multitasking. Auch suchen wir gemeinsam im Team nach Ausgleich. Fest eingeplante kurze Termine für kleinere Bewegungsübungen, gemeinsames Mittagessen in der Kantine (dabei nutzen wir die Treppen statt den Aufzug) und selbst-kreierte Smoothies.

Dr. med. Anne-Katrin Krempien ist Ärztin der Fachrichtungen Innere Medizin, Arbeitsmedizin und Diabetologie. Seit 2004 arbeitet sie bei der Deutschen Telekom und ist mittlerweile Leitende Ärztin im Bereich Health & Safety Management. Selbst sportlich aktiv trifft man Krempien beim Laufen, Schwimmen, Skifahren, Yoga und Pilates.

ISPO (Quelle: ISPO)
Ein Beitrag von ISPO.com, Redaktion
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