Die Gewinner des ispo Eco Responsibility Award 2010
Nachhaltiges Produzieren und Wirtschaften ist auch in der
Sportartikelbranche ein wichtiges Thema. Bei der Verleihung des zweiten
ispo Eco Responsibility Award standen daher nicht nur die
ökologischen Aspekte der Produkte im Fokus der Jury, sondern auch
das nachhaltige Gesamtkonzept der Hersteller. Die Bewertung der
Nachhaltigkeit erfolgt an Hand der ESPA Schlüsselkriterien, die
von der TU München in Zusammenarbeit mit international anerkannten
Fachleuten erstellt wurden und folgende Bereiche umfasst: Logistik,
Herstellung, Verträglichkeit, Nutzung, Unternehmenskultur und
CSR.Â
Der  „Amaruq eco“ ist ein serienreifer Konzept-Ski
nach
dem „Wood-Only“ Prinzip und überzeugt durch einen
hohen Recycling-Anteil. Der neue Tourenski
von Völkl wird nahezu komplett aus FSC zertifiziertem Holz aus
heimischen
Wäldern produziert. Technisches Highlight ist der
komplette Verzicht auf eine übliche Glasfaser-Begurtung. Diese
wurde zu 100%
durch eine spezielle Anordnung verschiedener Furnierlagen aus Holz
ersetzt –
und das ohne die Funktionalität oder Fahrperformance des Ski zu
beeinträchtigen.
Die Lauffläche des „Amaruq eco“ ist zu 100% aus
ehemaligen Belagresten
gefertigt, so genanntes Regranulat, für die Kanten wird ein Stahl
mit einem
Recyclinganteil von 60% verwendet. Einzigartig bei
der Herstellung des AMARUQ eco ist die Verklebung der Komponenten:
Statt mit
herkömmlichem Epoxid erfolgt sie mittels BIO-Harz, das aus
nachwachsenden
Rohstoffen gewonnen wird. Aber nicht nur bei dem Ski, sondern auch bei
der Verpackung achtet Völkl auf den
Umwelt-Aspekt: Der AMARUQ eco wird in einer eigenen Tasche aus
abbaubarer
Naturfaser ausgeliefert. Jedes Modell des aufwändig gefertigten
Ski trägt als
Gütezeichen „Made in Germany“ eine Plakette mit
geprägter Seriennummer. Der Ski ist für anspruchsvolle
Tourengeher mit hohem Umweltbewusstsein konzipiert und ist seinen
Maßen nach
zwischen Freeride- und Alpinski anzusiedeln. Jurybegründung: Völkl beweist mit dem
Tourenski Amaruq Eco, dass sich Nachhaltigkeit und technische
Leadership nicht ausschließen. Die Produktion im Werk in Straubing erfüllt
sowohl von technischer Seite als auch unter ökologischen Gesichtspunkten
höchste Ansprüche, aber auch Logistik, Materialauswahl, Energieversorgung sowie
die gesamte Unternehmenskultur haben Vorbildcharakter bei der Herstellung von
Sportgeräten.
Atomic konnte die Jury mit
seinem ökofreundlichen Splitboard überzeugen. Das Touren-Snowboard besteht aus
einem Pappelholzkern und speziell verleimtem Eschenholz. Ein Teil des
verwendeten Fiberglases wurde durch Jute-Lagen ersetzt, die nicht nur
ökologischer sondern zugleich leichter sind. Das Design wird aus
wasserbasiertem Decklack gefertigt. In nur drei Minuten sind die zwei
Boardteile zu einem wendigen Freerideboard zusammen gebaut, das in seiner
Performance herkömmlichen Snowboards in nichts nachsteht. Jurybegründung: Mit Bestwerten in allen
Bereichen zeigt Atomic, wie moderne, hochfunktionelle Sportprodukte ohne
Einbuße bei Funktion und Design nachhaltig produziert werden können. Das gelungene
Gesamtkonzept von der Logistik bis zur CSR hat absoluten Vorbildcharakter nicht
nur für die Sportartikelindustrie.
Das Kletterseil „Kite“
wurde für hohe sportliche Ansprüche entwickelt und an den strengen bluesign-Standard
angepasst. Das Seil zeichnet sich zudem durch minimales Gewicht, kleinen
Durchmesser und hohe Geschmeidigkeit aus. Jurybegründung: Die zu Vaude gehörende
Firma Edelrid hat das Nachhaltigkeitskonzept der Mutter verinnerlicht und
überzeugt mit beispielhaften Lösungen für die gesamte Herstellungskette. Im
Übrigen ist das Kite Seil ein gelungener Beweis, dass nachhaltige Produkte auch
im Hinblick auf Funktion und Sicherheit einen Spitzenplatz im Vergleich zu
Konkurrenzprodukten einnehmen können.
Umweltbewusste Freerider
begeistert Pyua mit seiner Kleidungskombi „Climate 2L Padded“. Wie alle anderen
Textilien der Marke sind Jacke und Hose ausschließlich aus recycelten
Materialien hergestellt und lassen sich selbst wieder vollständig verwerten.
Die Funktionalität der Kleidung wird durch die Verwendung von Sympatex
Membranen garantiert. Diese Materialien werden zudem komplett ohne die
Verwendung des gesundheitsschädlichen Polytetrafluorethylens, besser bekannt
als Teflon, produziert. Das Outfit weist eine organische, runde Schnittführung
auf und bei der Farbwahl hat sich Pyua für die kommende Saison von der Natur
mit eher gedeckten Tönen inspirieren lassen. Jurybegründung: Die noch junge Marke Pyua setzt sein umfassendes
Nachhaltigkeitskonzept konsequent und zielstrebig um. Der Endverbraucher erhält
ein modisches Produkt mit gelungener Optik, das durch den Einsatz der PTFE
freien Sympatex Membran höchste Funktionalität bei bester Verträglichkeit und
kompletter Recyclingfähigkeit garantiert.Â
Die Fleecejacke „W´s R3
HiLoft“ reiht sich ein in die umweltfreundlichen Produkte der kanadischen
Firma: Sie ist zum größten Teil aus recycelten und wieder verwertbaren Polartec-Materialien
hergestellt. Zudem ist die leichte und warme Jacke bluesign zertifiziert. Das
bedeutet, dass der Produktionsprozess hinsichtlich Ressourcenverwendung,
Konsumentensicherheit, Wasser- und Luftverunreinigung und Arbeitsbedingungen
geprüft wird. Die Jury zeichnete mit der Jacke auch das seit vielen Jahren
erfolgreiche nachhaltige Gesamtkonzept von Patagonia aus. Jurybegründung: Patagonia erbringt seit vielen Jahren den Beweis eines erfolgreichen
nachhaltigen Gesamtkonzeptes für die gesamte Produktionskette. Die R3 HiLoft
Jacke macht da keine Ausnahme und begeistert mit hoher Funktion, gelungenem
Design und herausragenden Lösungen für nachhaltige Produktion.
Der österreichische Faserhersteller
Lenzing Fibers zeichnet sich durch ein ganzheitliches Nachhaltigkeitskonzept
aus, das von den verwerteten Rohstoffen über den Umgang mit den Ressourcen bis
hin zur Elektromobilität auf dem Firmengelände reicht. Stellvertretend für
diesen ganzheitlichen Ansatz zeichnet die Jury die Faser „Tencel“ mit dem Eco
Responsibility Award in der Kategorie Fabrics & Fibers aus. „Tencel“ wird
aus Eukalyptus-Cellulose hergestellt und als Alternative zur herkömmlichen
Baumwolle beispielsweise für T-Shirts verwendet. Der Vorteil von Eukalyptus ist
dessen schnelles Wachstum und der geringe Wasser- und Bodenverbrauch. Lenzing
garantiert einen Anbau ohne Genmanipulation und Einsatz von Pestiziden.
Schlussendlich ist die „Tencel“-Faser biologisch abbaubar, was sie zusätzlich
zu einer wahren Öko-Faser macht. Jurybegründung: Mit einem überragenden Nachhaltigkeitskonzept beansprucht Lenzing eine
Führungsrolle in der Textilbranche. Der ganzheitliche Ansatz bezieht sich auf
alle bewerteten Segmente, von den verwendeten Rohstoffen über den Umgang mit
Ressourcen bis zur Elektromobilität auf dem Firmengelände.
Die Gewinner des ispo Eco Responsibility Awards 2009
Das Thema Nachhaltigkeit und Umwelt spielt mehr denn je eine wichtige Rolle. Aufgrund dessen setzt sich die ispo winter gezielt damit auseinander und verleiht zum ersten Mal den ECO Responsibility Award als eigenständigen Award. Die Fachjury, bestehend aus Experten unterschiedlicher Branchen, darunter Wissenschaftlern der TU München, Unternehmensberatern, Journalisten, sowie Peter Waeber von bluesign technologies, wählten die herausragendsten Produktinnovationen.
Völkl beweist mit dem Tourenski Nanuq, dass sich Nachhaltigkeit und technischer Leadership nicht
ausschließen. In der Kategorie Hardwear
überzeugt der Ski nicht nur durch seine hohe Fahrperformance, sondern auch
durch eine umweltschonende Fertigung. So wurde z.B. die Verwendung von Harz und
anderen toxischen Stoffen stark reduziert. In die Bewertung zum ECO
Responsibility Award flossen neben dem Produkt auch weitere positive Faktoren der
Firma Völkl ein, wie Logistik, Materialauswahl und Energieversorgung von
Sportgeräten.
In der Kategorie Accessories
setzt die schwedische Firma Klättermusen
mit viel Liebe zum Detail beim Rucksack
GNA ein ganzheitliches, nachhaltiges Konzept mit vielen Vorteilen
für den
Endverbraucher um. Das gesamte Produkt wurde aus alten Fischernetzen
und abgenutzten
Teppichböden in einen robusten und vielfältigen 35 Liter
Rucksack umgewandelt, der zudem mit einem internen hardshell
computer pocket ausgestattet ist. Das Produkt begeistert dabei von der
Rohstoffauswahl bis zum Recycling.
Die DLX Serie von Zimstern
gewann in der Kategorie Textile und
brilliert auf höchstem Niveau in Technik, Design und Nachhaltigkeit. In Jacke
und Hose wurden eine Vielzahl an Features integriert. Es wird ganz besonders
auf eine glatte Nahtverarbeitung und -ver-klebung geachtet, um die
Wasserdichtigkeit zu gewährleisten. Der Endverbraucher erhält ein modisches
Produkt mit trendiger Optik, das durch den Einsatz der PTFE freien Sympatex 10
µ Membran höchste Funktionalität bei bester Verträglichkeit und kompletter
Recyclingfähigkeit garantiert.Â
Mit dem ersten Skischuh aus erneuerbaren Rohstoffen setzt Atomic ganz neue
Maßstäbe und gewann deshalb auch in der Kategorie Footwear. Der
gesamte Schuh wurde zu 80% aus erneuerbaren Rohstoffen gefertigt, die zudem
recycled werden können. Mit dem Skischuh Renu
demonstriert Atomic, wie durch den Einsatz modernster Werkstoffe komplexe
Produkte nachhaltig konzipiert und produziert werden können. Während
herkömmliche Skischuhe aus Kunststoffen auf Erdölbasis hergestellt werden,
schont dieser Skischuh die Vorräte an fossilen Brennstoffen. Atomic´s
Unternehmenskultur zeugt somit von hoher ökologischer Kompetenz und Weitsicht.